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Legendäre Ragdolls
"Raglin's Mille Miglia" - Erfolgreich in Südafrika
"Raglin's Mille Miglia",
blue-colourpoint,
geb. am 20. Februar 2000,
Mutter: "Raglin's Glacier Kelso Caylin", seal-mitted
Vater: " SP CH Raglin's Glacier Lord Buffington", blue-colourpoint
Besitzer: Andre Fourie,
Südafrika
Linn Currie, Raglin Ragdolls, Südafrika:
"
ille Miglia schrieb Ragdollgeschichte in Südafrika. Sie ist die erste Ragdoll, die jemals an der renommierten, einmal jährlich stattfindenden Cat of the Year (COTY)-Ausstellung teilnehmen durfte.
ie Rasse Ragdoll ist relativ neu in Südafrika. Die ersten Ragdolls wurden Mitte 1997 importiert, die Rasseanerkennung mit CAC-Status erfolgte im November 1999.
ille stammt aus dem ersten Raglin-Wurf, der am 20. Februar 2000 auf die Welt kam. Der Wurf bestand aus 4 Jungtieren - zwei blue-colourpoint Mädchen, ein blue-mitted Mädchen, und einem einzigen Kater, ein seal-colourpoint. |

Mille (rechts) mit ihren Wurfgeschwistern im Alter von 8 Wochen. Das ist das Foto aus dem "Cat-A-Log"-Magazin. |
twa um den 5. Lebenstag herum hatte ich mich in Mille verliebt. Mit ihrem wunderbar hellen, fast schon gletscherfarbenen Fell stach sie deutlich aus ihren Geschwistern hervor. Ich deutete auf sie und sagte: "Dieses Mädchen behalte ich auf jeden Fall!". Die Kätzchen im Wurf wurden nach Formel 1-Rennstrecken benannt, so kam auch Mille zu ihrem Namen. Bald wurde sie das gefragteste Jungtier im Wurf, jeder wollte sie mir abkaufen. Ein Foto des Wurfes erschien als Poster im südafrikanischen Katzenmagazin "Cat-A-Log", was großes Publikumsinteresse an der Rasse Ragdoll hervorrief.
rgendwann realisierte ich, dass ich noch viele Jahre vor mir hatte, in denen ich Katzen züchten würde und etwas aus meiner Nachzucht behalten könnte. Da auch noch einige weitere Importe aus den USA anstanden, entschied ich mich schließlich doch, Mille an ein supertolles Zuhause abzugeben. Ein Tag nach dieser Entscheidung rief mich ein Ragdollinteressent namens Andre Fourie an, der ungefähr 12 Stunden Fahrtzeit von uns entfernt in Port Elizabeth lebt. Wir verstanden uns auf Anhieb, und nachdem er Milles Fotos gesehen hatte, war er geradezu vernarrt in "sein" Ragdollmädchen.
ille wurde kastriert, und nachdem sie sich von der Operation erholt hatte, setzten wir sie in ein Flugzeug Richtung Küste. Das war ein schrecklich trauriges und traumatisches Erlebnis für mich; schließlich war dies doch mein ganz besonderes Kätzchen! Weinend rief ich Andre von meinem Handy aus an. Aber das Schlimmste sollte uns noch bevorstehen, denn nach der Landung am Flughafen konnte uns keiner der dortigen Beamten sagen, wo sie abgeblieben war. Andre war verzweifelt! Schließlich deutete er auf einen Kennel im Amtszimmer und fragte: "Ist das vielleicht meine Katze?". Der Beamte antwortete: "Da ist keine Katze drin". Andre war bestürzt, aber dann ging er auf eigene Faust auf den Kennel zu, öffnete das Türchen, hob das Kissen hoch - und da lag sie, fest schlafend. Sie öffnete die Augen, sah ihn aufmerksam an, und das war der Beginn einer innigen Beziehung!
ch wurde über jede ihrer Schritte informiert, dass sie am liebsten von einem tropfenden Wasserhahn trinkt, welches ihr Lieblingssessel und Lieblingsspielzeug ist, wo sie sich bevorzugt sonnt, an welcher Stelle am Bauch sie gekrault werden möchte... Mit Andres Erlebnisberichten war es fast so, als wäre Mille noch immer Teil meines Lebens.
m April 2001 meldete Andre Mille zu ihrer ersten Ausstellung an. Es handelte sich dabei um eine 3-Ringe Show und Mille war eine Sensation! Die 2. Vorsitzende unseres Zuchtausschusses und gleichzeitig Allbreed-Richterin erzählte mir nach dem Richten, dass sie nur noch ungläubig auf diese "Wolke einer Katze" starren konnte, nachdem der Steward Mille auf den Richtertisch gesetzt hatte. Sie meinte, sie hätte noch nie in ihrem Leben eine solch perfekt gepflegte Ausstellungskatze gesehen. Als sie sich endlich soweit gefasst hatte, Mille tatsächlich anzufassen, stöhnte sie vor Vergnügen, als sie Milles kräftigen Knochenbau und ihr massives Gewicht fühlte.
ille gewann 3 erste Plätze: 3 Challenge-Zertifikate, den Titel der bestgepflegten Katze der Ausstellung, und "Beste der Rasse". Außerdem war sie für die Best in Show-Halblanghaar nominiert. Nach der Ausstellung kehrte Mille mit dem Championtitel und einem ganzen Arm voller Rosetten heim.
ald nach ihrer ersten Ausstellung wurde sie als eine der Kastraten in ihrer Region für den Cat of the Year (COTY) 2000-Wettbewerb nominiert. Nur die besten 40 Ausstellungskatzen in Südafrika dürfen dort teilnehmen, wobei auf dieser Ausstellung Katzen mit dem Titel "Supreme Champion" dominieren. Aufgrund einer Reihe Katzen mit der gleichen Punktezahl konkurrierten letztendlich 51 Katzen miteinander.
ieses Jahr hatten wir 4 Richter - 3 einheimische aus verschiedenen Regionen, und der 4. war der Internationale Richter Guy Pantigny aus Frankreich. Die Halle und die Käfige waren wunderschön dekoriert. Die Besitzer durften ihre Katzen den Richtern selbst präsentieren und die Besucher konnten beim Richten zusehen und zuhören.

Andre mit einigen der Glücksbringer |
m die Spannung ein wenig abzumildern und als Geste der Sportlichkeit verteilt jeder Besitzer der ausgestellten Katzen auf der COTY einen "Glücksbringer" an die Mitaussteller. Die Aussteller heften sich alle Glücksbringer an die Kleidung und heben sich damit deutlich von den "normalen" Ausstellungsbesuchern ab. Die Raglin-Cattery bastelte kleine Püppchen, die den Preis für den schönsten Glücksbringer gewannen.
ls das Richten am frühen Nachmittag beendet war, durften die Katzen und ihre Besitzer für eine dringend benötigte Ruhepause nach Hause. Die Besitzer der Ausstellungskatzen und andere interessierte Leute nahmen an einem Abendessen mit Preisverleihung teil. Es war ein sehr gespannter, aber auch aufregender Abend, da die Gewinner-Katze erst ganz zuletzt bekanntgegeben wird.
ille war außergewöhnlich erfolgreich und wurde 6. Bester Kastrat der Ausstellung. Bei dem Internationalen Allbreed-Richter Guy Pantigny wurde sie bester Kastrat. Die einheimischen Richter platzierten sie auf den 5., 9. und 23. Platz. Durchschnittlich erhielt sie also 91,55 % aller Punkte, das Ergebnis wäre aber ohne die enttäuschende Bewertung des einheimischen Richters, der nur wenig bis keine Erfahrung mit Ragdolls hat, noch höher ausgefallen. Ich bekam die Gelegenheit, mich mit Mr. Pantigny über Mille zu unterhalten, und er sagte mir, dass für ihn Mille der beste Kastrat der Ausstellung gewesen wäre, obwohl er sonst eigentlich Bicolours bevorzugt, und dass sie seiner Meinung nach "fast perfekt" ist.
bwohl in der Region, wo Andre und Mille leben, jährlich nur 2 Ausstellungen abgehalten werden, plant Andre, Mille weiterhin auszustellen. Es wäre schön, wenn Mille eines Tages wieder auf den Richtertischen der COTY sitzen dürfte."