liebe Kätzchen für liebe
Menschen
Legendäre Ragdolls
Das berühmte "Blossom-Time"-Foto
ber die Jahre hinweg ist dieses Foto fast zu einer Art "Markenzeichen" der Ragdoll geworden. Schon so manch einer hat sich an einer ähnlichen Aufnahme versucht (alle drei Ragdoll-Versionen auf einem Bild), aber bis jetzt habe ich nur selten eine gesehen, die sich mit dem Original messen konnte. Weltweit von vielen Ragdollclubs und -züchtern als Logo verwendet, schmückt das Motiv heute Visitenkarten, Briefköpfe, Webseiten, Aufkleber, Buchcover, Kugelschreiber, Feuerzeuge, T- und Sweatshirts, Jogginganzüge, und vieles mehr. So gibt es wohl kaum einen Ragdollfreund, der dieses einmalige Bild nicht kennt, aber nur die wenigsten wissen genaueres darüber.
enny Dayton (USA), dem wir dieses Foto verdanken, war so freundlich, uns etwas über die abgebildeten Katzen und wie diese Aufnahme entstanden ist, zu erzählen:
Bei den Katzen handelt es sich um
"Blossom-Time Pip", seal-mitted, geb. am 19.12.1971
Mutter: "Miss Chef of Blossom-Time", seal-mitted
Vater: "Raggedy Ann Buddy of Blossom-Time", seal-colourpoint
"Raggedy Ann Red Ryder", genannt FLOPPY, seal-bicolour, geb. am 23.08.1967
Mutter: "Raggedy Ann Fugianna", seal-bicolour
Vater: "Raggedy Ann Kyoto", seal-mitted
"Blossom-Time Happy", seal-colourpoint, geb. am 21.10.1973
Mutter: "Lolita of Blossom-Time", seal-mitted
Vater: "Raggedy Ann Buddy of Blossom-Time", seal-colourpoint
FLOPPY:
ls wir mit der Zucht anfingen, merkten wir, dass wir eine Ragdoll brauchten, die unsere Cattery repräsentiert. Damals hatten wir viel Besuch von Interessenten, denen wir die Katzen in einem seperaten Bereich des Hauses vorstellten, damit die Leute eine Vorstellung bekommen, was eine Ragdoll überhaupt ausmacht. Das brachte uns schließlich zu unserem ersten "Botschafter" FLOPPY. Seine Züchterin hatte ihn ursprünglich an ein Ehepaar aus Kalifornien verkauft, das ihn kastrieren und an allen vier Pfoten die Krallen entfernen ließ (Infos über Krallenamputationen). Dieses Ehepaar gab FLOPPY jedoch wieder an seine Züchterin zurück, weil er sein Katzenkistchen nicht benutzen wollte. Als wir ihn das erste Mal sahen, war er zusammen mit einigen anderen (krallenbewehrten!) Katzen eingesperrt, die ihn ordentlich vertrimmt hatten. Aber wir fanden ihn so wunderschön, dass wir ihn auf der Stelle erwarben. Bei uns zuhause benutzte er zwar schon das Katzenklo für sein kleines Geschäft, aber das große ging immer noch daneben. Schließlich stellten wir ein zweites Kistchen direkt neben das erste, und von diesem Tag an war er stubenrein!
ir wussten zwar, dass wir ihn wegen seiner Krallenamputation niemals ausstellen konnten, aber wir verdanken ihm sicherlich viele Jungtierverkäufe. Sein Charakter war unvergleichlich! Wenn man ihn nur ansah, plumpste er einfach auf den Boden, um sich sein Bäuchlein kraulen zu lassen. Auch bei fremden Leuten reagierte er so. Deshalb tauften wir ihn schon bald nach seinem Einzug "FLOPPY" (to flop = hinplumpsen). Ein echter Ragdoll durch und durch! Er war niemals in der Zucht eingesetzt."
PIP:
in Mann hatte PIP als Geburtstagsgeschenk für seine Frau gekauft, aber aus irgendwelchen Gründen mochte sie den Kater nicht (wahrscheinlich, weil sie ihn nicht selbst ausgesucht hatte), und so kam PIP zu uns zurück. Er war ein so außergewöhnlich schöner Kater und auch noch top-gezeichnet, dass er einfach unsere Ausstellungskatze werden musste! PIP präsentierte sich auf Katzenausstellungen immer in Bestform, und es machte ihm auch nicht das geringste aus, dass er während seiner Showkarriere (79 Ausstellungen in 8 Jahren) von unzähligen Ausstellungsbesuchern angefasst und gestreichelt wurde. Viele Male wurde über ihn geschrieben, und einmal schaffte er es sogar auf das Titelbild der Zeitschrift Cat Fancy. Auch PIP war für viele Jungtierverkäufe aus unserer Cattery verantwortlich. Er wog ungefähr 8 kg. Seinen Ruhestand verbrachte er bei einem Züchter von der Ostküste."
HAPPY:
APPY war einer unserer Zuchtkater, als das Foto gemacht wurde. Damals war er zwar erst 8 Monate alt, aber schon ziemlich groß für sein Alter. HAPPY entsprach genau seinem Namen (happy = glücklich). Sein Charakter war einfach unbeschreiblich! Er liebte Menschen und gab jedermann Köpfchen. Außerdem versuchte er, jeglichen Schmuck zu stibitzen, den die Leute anhatten. Obwohl er unkastriert war, liess er sich von jedem streicheln. Er war genau so, wie man sich eine Ragdoll vorstellt!
urz nachdem wir die Katzen in den drei verschiedenen Versionen zusammen hatten, wurde uns bewusst, dass ein Foto angesagt war, wenn wir unsere Ragdolls noch weiter bekannt machen wollten. Wir beauftragten Edward Linneman, er war Berufsfotograf. Erst nach der 72. Aufnahme waren wir zufrieden, und so entstand das Foto, wie wir es heute kennen.
as lustigste an dem Fototermin: Damit alle drei Katzen, die nebeneinander auf einem Tisch lagen, wenigstens für einen Moment bewegungslos und aufmerksam in die Kamera schauten, kauerten Laura und ich unter der Tischplatte und hielten die Katzen ganz sanft an ihren Schwänzen. Was für eine Zeit! Aber es war wirklich alle Mühe wert."
och kurz etwas über Denny Dayton selbst, denn er gehört zu den Pionieren der Ragdollzucht und ist schon selbst so etwas wie eine Legende: Es waren einige wenige Züchter wie Denny und seine Frau Laura, die sich damals, kurz nach Entstehung der Rasse, unermüdlich engagierten, dass die Ragdoll bekannt und von den verschiedenen Katzenverbänden anerkannt wird - Grundlagen, die die heutige Beliebtheit und Verbreitung der Ragdoll erst ermöglichten!
enny gründete 1975 den allerersten Ragdollclub, die "Ragdoll Society", und führte viele Jahre lang die sog. "Genetikkarte", eine Art riesiger Stammbaum, in dem alle Ragdollzuchttiere eingetragen sind. Besonders in der Anfangszeit der Rasse, als es noch keine so grosse Linienvielfalt gab, war die Genetikkarte unverzichtbarer Bestandteil aller Zuchtplanungen.
ennys erstes Zuchtpärchen war "Raggedy Ann Rosie", seal-mitted, und "Raggedy Ann Buddy", seal-colourpoint. Rosie (Rose) und Bud (Knospe) erinnerte die Daytons an Blüten und Pflanzen, und deshalb wählten sie den schönen Namen "Blossom-Time", also "Blüten-Zeit", für ihre Cattery. Und auch viele ihrer Katzen wurden nach Blumen, Kräutern und anderen Pflanzen benannt (Bananas, Sunflower, Camellia....). Der allererste Blossom-Time-Wurf kam am 30.05.1970 auf die Welt.
eider gaben die Daytons Anfang der 1980er Jahre die Ragdollzucht auf, aber vorher hatten sie noch einige ihrer Zuchttiere nach Großbritannien exportiert. Die ersten Ragdolls in Deutschland kamen aus England zu uns, und auch heute noch gehen etliche deutsche Ragdolls direkt auf Denny Daytons Katzen zurück.