liebe Kätzchen für
liebe Menschen
© Renate Wald, Ciara's Ragdolls
Krallenschneiden bei der Katze
& viele andere Infos über Katzenkrallen
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| links: geklippte Krallenspitzen, rechts: von selbst abgefallene äußere Hornschicht |
ie Katzenkrallen bestehen aus einer harten Nagelsubstanz, dem sog. Krallenhorn, das ständig nachwächst, damit diese "Waffe" der Katze stets scharf und einsatzbereit bleibt. Dazu wird die äußerste Schicht regelmäßig abgestoßen, dieser Vorgang wird durch intensives Kratzen an geeigneten Gegenständen gefördert (manchmal kann man neben dem Kratzbaum oder anderen Kratzgelegenheiten leere Krallenhülsen finden, die sich beim Krallenwetzen abgelöst haben). Im Inneren der Kralle befindet sich das rosafarbene Mark oder Krallenbein, das Nerven und Blutgefäße enthält.
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| Bei diesen Krallen am Hinterbeinchen sind noch die dicken, weißen Schutzhüllen vorhanden |
ie Krallen sind bei der Geburt der Kätzchen bereits vollständig angelegt, zum Schutz der mütterlichen Geburtswege sind sie jedoch mit einer Hülle ausgestattet, die nach ein, zwei Tagen eintrocknet und abfällt. Es ist wirklich faszinierend zu beobachten, mit welcher Kraft und Zielstrebigkeit sich die neugeborenen, noch blinden und tauben Kätzchen den Weg zur Milchquelle bahnen. Die feinen, aber äußerst kräftigen und spitzen Krällchen ermöglichen es ihnen, sich durch das Fell über den Bauch der Mutter zu ziehen, bis sie ihr Ziel gefunden haben. Mit Hilfe der Krallen finden die Vorderpfötchen dort auch Halt und mit den Hinterpfötchen wird sich in der Wurfkiste abgestützt, damit die Katzenbabies nicht abrutschen und ihre Zitze verlieren (unnötige Bewegung und Suche nach der Milchquelle kostet viel kostbare Energie!).
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| 15 Tage altes Ragdollbaby bei der "Pfotengymnastik" :-) |
leine Kätzchen können ihre Krallen eine ganze Weile nicht einziehen (leider kommt es deshalb auch immer mal wieder vor, dass sich die Katzengeschwister bei ihren ersten tapsigen Spielversuchen in der Wurfkiste mit ihren nadelspitzen Krallen gegenseitig am Auge verletzen. Ca. 3 x tägl. je ein Tropfen Euphrasia-Augentropfen von Wala bis zur vollkommenen Ausheilung innerhalb weniger Tage ist zur Behandlung i.d.R. vollkommen ausreichend, d.h. es geht wunderbar ohne Antibiotika; ist die Augenentzündung allerdings schon ein wenig eitrig, können hier Argentum Nitricum D4 Augentropfen von Weleda wahre Wunder wirken), wahrscheinlich so lange, bis die Reaktionsfähigkeit und die körperliche Entwicklung der Katzenbabies so weit fortgeschritten ist, dass die Krallen bei Bedarf blitzartig und willkürlich ausgefahren werden können. Und auch danach dauert es noch einige Wochen, bis die Kätzchen in der Lage sind, ihre Krallen richtig zu kontrollieren. Jeder Züchter atmet erleichtert auf, wenn die Katzenkinder sich endlich in echte "Samtpfoten" verwandelt haben, denn bis dahin muss man schon mit dem einen oder anderen Kratzer auf der Haut oder diversen gezogenen Fäden auf der Kleidung rechnen. Besonders um die 6. Lebenswoche herum macht es den Kätzchen unheimlich Spaß, während ihrer Erkundungstouren und beim Spiel auf und über ihren Menschen zu klettern und zu springen. In dieser Zeit gehören feste Jeans und ggf. ein langärmeliges Oberteil zur Grundausstattung des Züchters... Traumeel-Salbe verhindert, dass sich die feinen Kratzer entzünden.
m "Lexikon der Rassekatzen", BechterMünz-Verlag, 1990, findet man eine prägnante Beschreibung der Funktion der Katzenkrallen: "Die Krallen sind neben dem kräftigen Gebiss die schärfsten Waffen der Katze. Bei Angriff oder bei Verteidigung werden sie blitzschnell ausgefahren und hinterlassen an den wenig behaarten Körperstellen wie Ohr und Nase blutige Spuren. Im Funktionskreis des Beutefangverhaltens dienen sie dem Ergreifen und Festhalten der Beute, dem Angeln nach Beutetieren oder dem Spiel mit der Beute oder Beuteersatzobjekten, im Kontext des Sozialverhaltens dem Markieren des Heimbezirkes und der Fortbewegung. Imponierkrallenschärfen tritt als Überspunghandlung auf. Bei bestimmten Bewegungsabläufen (schneller Lauf, Sprung, Beutefang usw.) werden sie unwillkürlich ausgefahren, können aber z.B. beim Spiel mit Bezugspersonen oder zwischen Mutterkatze und Jungtieren willkürlich zurückgehalten werden."
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| Viele Katzen kümmern sich selbst um die Krallenpflege an den Hinterpfoten, für die Vorderpfoten ist oft der Besitzer zuständig... |
ährend sich bei den meisten Freilaufkatzen die Krallen durch ständige Beanspruchung in der Natur von selbst abnutzen, muss der Besitzer einer Wohnungskatze oft helfend eingreifen - bloßes Krallenwetzen am Kratzbaum ist nur selten ausreichend. Zu lange Krallen können für die Katze sehr unangenehm, in Extremfällen sogar richtig gefährlich sein, nämlich dann, wenn sie ständig im Teppich, am Kratzbaum und auch sonst überall hängenbleibt, bis sie sich irgendwann so verhakt, dass sie die Pfote nicht mehr befreien kann, ohne sich die Kralle blutig ein- oder gar abzureißen.
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| Diese Daumenkralle wirkt wie ein Angelhaken - die Katze bleibt öfters damit hängen und es wird allerhöchste Zeit für den Einsatz des Nagelknipsers |
esonders tückisch ist dabei die sog. Daumenkralle an der Innenseite der Vorderpfoten, die dazu tendiert, auffallend kräftig und in einem kreisrunden Bogen zu wachsen. Wird diese Kralle vorher nicht auf irgendeine Art und Weise gekürzt, reicht die Spitze bald zurück bis in den Fußballen. Tatsächlich hat es schon Katzen mit eingewachsenen Daumenkrallen gegeben, was unglaublich schmerzhaft für das betroffene Tier ist. In einer solchen Situation ist es sehr schwer, ohne tierärztlicher Hilfe auszukommen, damit der Katze weitere Pein erspart bleibt.
ber auch für den Katzenbesitzer sind regelmäßig gekürzte Katzenkrallen vorteilhaft. Manche Katzen sind so auf das Fangen ihres Spielzeugs fixiert, dass sie ihrem "mitspielenden" Menschen im Eifer des Gefechts dabei die Krallen zwar unabsichtlich, aber trotzdem ganz schön herzhaft in die Hand hacken können. Wer dies mal am eigenen Leib erlebt hat, kennt den Unterschied zwischen spitzen und stumpfen Krallen :-). Zudem ist es weitaus angenehmer, wenn einem eine schmusige Katze mit "weichen" Zehen bepfotet, anstatt mit vielen kleinen spitzen Dolchen, die sich unbarmherzig selbst durch alle Kleidungsstücke bis auf die empfindliche Menschenhaut bohren. Und auch der Kleidung schadet es sicher nichts, wenn dabei keine Fäden gezogen werden.
ie Ausstellungsrichtlinien bestimmter Katzenvereine schreiben vor, dass nur Katzen mit geschnittenen Krallen, und zwar an allen 4 Pfoten, ausgestellt werden dürfen. Diese Vorschrift hat durchaus ihren Sinn, und auch wenn es nicht offiziell vorgeschrieben wäre, würde ich heute keine Katze mit ungekürzten Krallen mehr ausstellen. Denn selbst die bravste, liebste und gelassenste Katze kann mal in einer unerwarteten Situation überraschend ihre Krallen ausfahren, was dann für den Besitzer selbst, dem Richter oder anderen Ausstellungshelfern zum Verhängnis wird. Aussagen wie "das hat sie ja noch nie gemacht..." helfen dann auch nicht mehr viel. Auch gestutzte Krallen können im Ernstfall verletzen, aber es ist schon ein großer Unterschied zu dem Schaden, den ungeschnittene, messerscharfe Katzenkrallen anrichten können.
ch kann mich z.B. noch gut an eine meiner ersten Ausstellungen erinnern, als ich meine Katze nach dem Richten wieder zurück in ihren Käfig setzen wollte. Diese erblickte ihre vertraute Kuschelhöhle, dachte sich, toll, endlich kann ich es mir wieder gemütlich machen, und schwupps, schon war sie mir aus meinen Armen durch das offene Türchen direkt in ihr Katzenbett gehüpft. Leider hatte sie sich dabei mit ihren ungeklippten Hinterpfoten kräftig an meinem Handgelenk abgestoßen, der blutige Kratzer ging haarscharf an der Pulsader vorbei, die feine weiße Narbe sieht man heute noch.
m Artikel Katzen baden habe ich ja schon mal berichtet, dass ich die Krallen meiner Katzen vor dem Baden schneide, seit sich meine Chayene während des Gebadetwerdens mit einer ungekürzten Kralle im Abfluss verhakte und ich schon befürchtete, den Klempner holen zu müssen, bis sie sich nach mehreren Minuten erbarmte und ihre Kralle wieder "enthakte". Das scheint übrigens gar keine so kuriose Ausnahmesituation gewesen zu sein, wie ich all die Jahre über dachte. Denn gerade erst vor ein paar Tagen las ich in der Zeitung einen Bericht über einen Yorkshire-Terrier, der sich gleichfalls sein Pfötchen im Ausguss eingeklemmt hatte, als ihm sein Frauchen die Beine abwaschen wollte. Hier rückte aber tatsächlich die Feuerwehr an, die die ganze Spüle ausbaute, bis der kleine Kerl nach mehr als 2 Stunden "Gefangenschaft" wieder befreit war...
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| Auch beim gemeinsamen Herumtollen kann es buchstäblich "ins Auge gehen", wenn die Krallen zu spitz und lang sind |
ollen zwei oder mehrere sich fremde Katzen bzw. Hund und Katze, oder eine ähnliche Konstellation aneinander gewöhnt werden, gehört es eigentlich zum Pflichtprogramm, allen beteiligten Katzen zur Sicherheit die Krallen zu schneiden. Gleiches ist bei einer geplanten Katzenhochzeit angesagt (nach der Deckung dreht sich die Kätzin oft um, um heftig nach dem Kater zu schlagen). Wer seine eigenen Zuchttiere mit ungeschnittenen Krallen zur Sache kommen lässt, handelt auf eigenes Risiko. Aber bei einer Fremddeckung sollte es doch selbstverständlich sein, dass sowohl Kater als auch Katze frisch gekürzte Krallen haben. Ein zerfetztes Katzenohr oder ein verletztes Auge ist wahrlich nicht lustig und kann überdies zu viel bösem Blut zwischen den Besitzern der beteiligten Katze und des Katers führen.
ast but not least kommen gestutzte Krallen auch der Einrichtung zugute. Denn viele Beschädigungen entstehen nicht durch gezieltes Kratzen, sondern vielmehr im ganz normalen "täglichen Leben". Etwa wenn sich die Katze mit den Hinterpfoten abstößt, um irgendwo hoch- bzw. abzuspringen, wenn sie in ihren "verrückten 5 Minuten" oder beim Spielen abrupte Kurven schlägt, oder versehentlich auf einem Möbelstück abrutscht. Es gibt aber auch Berichte von Besitzern, deren Katzen tatsächlich gerne mal an Möbeln kratzen, dass ihre Tiere sich viel seltener irgendwo mit ihren Krallen verewigen, wenn diese regelmäßig gestutzt werden.
or einigen Jahren wurde unter Katzenzüchtern eine Umfrage zum Thema "Krallenschneiden" gestartet. Die Züchter, die dagegen waren - oft Besitzer von sog. "Naturrassen" -, waren meist der Ansicht, es sei irgendwie "unnatürlich", und ein Züchter gab sogar zu, sich lieber von oben bis unten zerkratzen zu lassen, als die Krallen seiner Katzen zu schneiden. Ehrlich gesagt kann ich so eine Einstellung nicht recht nachvollziehen. Manchmal kann man sich des Eindrucks nicht ganz erwehren, die vehemente Ablehnung ist nur vorgeschoben, weil man sich das Krallenschneiden eigentlich gar nicht zutraut. Auch die Aussage, wenn man einmal mit dem Krallenschneiden anfängt, würden die Krallen zukünftig schneller wachsen und somit ständiges Kürzen benötigen, kann ich zumindest bei meinen Katzen nicht bestätigen. Da drängt sich einem die Frage auf, ob die menschlichen Fingernägel denn auch schneller wachsen, nur weil sie von uns regelmäßig geschnitten oder in Form gefeilt werden... und ist unser Fingernägelschneiden dann nicht auch irgendwie "unnatürlich"???
ch gehöre zwar zu den glücklichen Besitzern einer recht geduldigen Rasse, die eher weggeht als zu kratzen, wenn ihr etwas nicht passt, ja ich wäre geradezu enttäuscht, wenn eines meiner Tiere absichtlich mit der Pfote ausholen würde, um mir eins überzubraten. Aber trotzdem gefällt mir das Zusammenleben mit meinen Katzen wesentlich besser, wenn sie nach Bedarf geklippte Krallen haben, Gründe siehe oben. Natürlich muss jeder Katzenbesitzer selbst entscheiden, ob er Krallenschneiden als notwendig erachtet.
ufgrund meiner eigenen Erfahrung bin ich für mich jedenfalls zu dem Schluss gekommen, dass das Krallenkürzen bei Wohnungs- und Ausstellungskatzen bis auf einige wenige Ausnahmen sehr wohl notwendig ist (in all den Jahren hatte ich nur eine einzige Katze, die sich das Krallenschneiden nur mit roher Gewalt hätte gefallen lassen, aber sie hatte von Haus aus eine starke Abneigung davor, festgehalten und herumgetragen zu werden. Diese Katze hat sich zu meiner großen Erleichterung ihre Krallen an allen 4 Pfoten immer selbst gepflegt und soweit gekürzt, dass sie zwar stets sehr spitz aber nie zu lang wurden. Zum Glück hat die Katze nie gekratzt oder etwas zerkratzt, somit war es absolut selbstverständlich und akzeptabel für mich, ihre Krallen in Ruhe zu lassen). Bei Freilaufkatzen, die auf "voll funktionsfähige" Krallen angewiesen sind, um ihre Beute fangen, sich bei Gefahr z.B. problemlos auf einen Baum retten oder durch einen gezielten Krallenhieb wehren zu können, stimme ich dagegen zu, dass hier Krallenschneiden i.d.R. überflüssig, wenn nicht sogar gefährlich ist. Aber welche Ausstellungs-/Zucht- oder Wohnungskatze muss sich ihr Futter schon selbst erjagen und wird ernsthaften Gefahren, die in der freien Natur lauern, ausgesetzt?
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| Krallenschneiden - hier ist's schon Routine... |
er sich überhaupt nicht traut, seiner Katze die Krallen zu schneiden, sollte es sich am besten einmal vom Tierarzt, von einem erfahrenen Katzenhalter oder dem Züchter seiner Katze zeigen lassen. Aber das ganze ist wirklich nicht schlimm - sobald die Katze und man selbst mit dieser Prozedur vertraut ist, ist es eine Sache von nicht mal einer Minute.
amit sich die Katze langsam daran gewöhnt, dass man ihr an die Pfötchen fasst, kann man ihr gelegentlich unter beruhigendem Zureden und leisem Lob sanft die Pfoten streicheln oder massieren, wenn sie irgendwo schläft oder zumindest gemütlich ruht. Nehmen Sie die Pfote auch mal zwischen Daumen und Zeigefinger und drücken ihr dabei leicht auf das vorderste Zehenglied. Sie werden sehen, dass sich dabei die jeweilige Zehe spreizt, die Kralle nach vorne tritt und deutlich sichtbar wird.
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| Ganz wichtig: das richtige Werkzeug! |
enutzen Sie entweder einen scharfen Knipser für Zehennägel oder eine spezielle Krallenzange für Katzen und andere Kleintiere, die meist wie eine Art Guillotine arbeitet (werden die Griffe der Krallenzange zusammengedrückt, schiebt sich die Klinge vor). Nagelscheren und ähnliches sind nicht empfehlenswert, da sie nur selten stark genug sind und die Krallen splittern lassen. Gerade beim tatsächlichen Krallenschneiden sollte man unbedingt warten, bis die Katze sich in einer absoluten Ruhephase befindet. Einer hellwachen Katze in voller Action die Krallen zu schneiden, noch dazu wenn sie es nicht gewöhnt ist, ist wahrscheinlich nur zwangsweise möglich. Das Krallenkürzen sollte jedoch niemals in Zwang ausarten, sondern von der Katze immer mit einer angenehmen oder zumindest erträglichen Situation in Verbindung gebracht werden.
chten Sie auf gute Lichtverhältnisse, damit Sie die Krallen deutlich sehen können. Jeder hat wahrscheinlich seine eigene Methoden, wie und wo er seiner Katze die Krallen schneidet. Manche setzten sie sich auf den Schoß, andere lassen sie auf dem Sofa liegen und nehmen nur das Pfötchen in die Hand, die Katze wird auf dem Kratzbaum platziert, damit sie in gleicher Höhe ist, wenn man neben ihr steht, oder man hockt sich zu ihr hinunter auf den Boden, usw. Hier gibt es keine bestimmte Vorgehensweise, jeder muss für sich selbst ausprobieren, wie es für ihn am angenehmsten ist.
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| Ein leichter Druck auf die Zehen lässt die Krallen hervortreten |
ofern nicht gerade eine Ausstellungen bevorsteht, oder man Probleme mit "Hinterpfoten-Krallenspuren" hat, ist es i.d.R. ausreichend, nur die Krallen an den Vorderpfoten zu kürzen. So wie Sie es bereits mit Ihrer Katze geprobt haben, drücken Sie nun sanft auf die Zehe, die Ihnen am nächsten liegt bzw. Ihnen am einfachsten zu schneiden erscheint (geübte Katzenbesitzer fangen meist mit dem Klippen der seitlichen Daumenkralle an. Diese ist oft am schwierigsten zu kürzen, und damit ist das Unangenehmste für die Katze - manchmal muss die Pfote leicht gedreht werden, damit man gut an die Kralle rankommt - schon mal vorbei). Vergessen Sie nicht, die ganze Zeit über beruhigend mit der Katze zu sprechen. Bei hellen Krallen kann man gegen das Licht deutlich den Verlauf des rosafarbenen Marks oder Krallenbeins im Inneren der Kralle verfolgen. Bei farbigen und damit dunkleren Krallen kann diese "Ader" etwas schwieriger zu erkennen sein.
ird die Katze unruhig, nicht einfach drauflosschneiden, damit Sie es schnell hinter sich haben, auch wenn Sie den Krallenklipper bereits angesetzt hatten. Schneiden Sie nur, wenn Sie hundertprozentig genau sehen, was Sie schneiden! Das Mark darf keinesfalls verletzt werden, die Kralle würde stark zu bluten anfangen und es wäre für die Katze recht schmerzhaft. Das Kürzen der "toten" Hornschicht ist dagegen vollkommen schmerzlos, so wie bei uns das Fingernägelschneiden. Klippen Sie die Spitze dieses hellen Krallenhorns, ca. das vorderste Drittel, oder je nach Länge der Kralle mit mindestens 2 - 3 mm Abstand zum Mark.
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| So kürzt man die stark gebogene Daumenkralle... |
emerken Sie, dass die Katze nach dem Schneiden von ein oder zwei Krallen bereits die Nase voll hat, verschieben Sie das Klippen der restlichen Krallen lieber auf den nächsten Tag, bzw. teilen Sie es überhaupt auf die kommenden Tage auf. Es soll niemals die Toleranzgrenze der Katze überschritten werden, besser man geht das ganze in aller Ruhe an. Je öfter man der Katze die Krallen schneidet, desto schneller gewöhnt sie sich daran und desto problemloser läuft es ab. Und immer loben, loben, loben!
elegentlich kommt es vor, dass die eine oder Kralle doppelt so dick aussieht wie der Rest. Das liegt daran, dass sich hier die alten Krallenhülsen nie von selbst abgelöst haben, so dass die Hornschicht dicker und dicker geworden ist - meist bei eher kratzbaumfaulen Katzen, die sich auch sonst kaum um ihre Krallen kümmern. Da in diesem Zustand die Blutgefäße meist weniger gut zu erkennen sind und auch der Krallenknipser ggf. ein bisschen schlechter angesetzt werden kann, einfach mal nur die vordeste Spitze und erst dann noch ein weiteres Stück klippen, wenn man anfangs unsicher ist, wie weit man gehen kann. Gleiches gilt für fast rundgewachsene Daumenkrallen. Man muss jedoch nicht fürchten, dass das Mark mit extrem langen Krallen "mitgewachsen" ist.
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| 4 Wochen altes Ragdollbaby |
aum zu glauben, aber man kann bereits nur wenige Tage alte und damit natürlich noch blinde, taube und vor allem zahnlose Katzenbabies dabei beobachten, wie sie instinktiv ihre Pfötchen beknabbern und auf diese Weise eigentlich schon anfangen, sich selbst um ihre Krallenpflege zu kümmern. Bewusst werden die Krallen an den Hinterpfötchen ab ca. der 4. Lebenswoche mit den Zähnchen bearbeitet, und ab der 5. oder 6. Lebenswoche werden dann auch die Vorderpfötchen gelegentlich am Kratzbaum ausprobiert. Allerdings sind die Kätzchen bis zu einem gewissen Alter noch recht unbeholfen und leichtsinnig, spitze, lange Krallen sind in dieser Zeit erst mal sehr wichtig, um bei der Erkundung ihres Umfeldes nicht so leicht zu verunfallen. Hier sollte der Mensch also eine ganze Zeit lang nicht eingreifen. Eine Ausnahme wäre ggf. eine Mutterkatze mit Problemen an der Gesäugeleiste oder einer frischen Bauchoperation (Kaiserschnitt!) - Kätzchen werden relativ lange gesäugt und kneten dabei fast jedes Mal herzhaft mit Pfoten und Krallen den Zitzenbereich, um den Milchfluss anzuregen... Sind die Babies zum Kürzen ihrer Krällchen noch zu klein, kann man versuchen, ihnen die Spitzen vorsichtig mit einer Nagelfeile abzustumpfen.
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| Mit frisch geschnittenen Krallen geht's die erste Zeit nicht mehr so flott den Kratzbaum hoch, wie bei diesem Kätzchen |
ie Krallen meiner Katzenkinder kürze ich frühestens ab der 10. Woche, i.d.R. aber erst ein paar Tage vor der Abgabe, damit die neuen Besitzer sich erst mit dem neuen Familienmitglied vertraut machen können, bevor sie sich selbst an das Krallenschneiden heranwagen (müssen). Allerdings ist es nicht unbedingt empfehlenswert, die Krallen der Kleinen erst kurzfristig, z.B. am Vorabend des Umzugs in das neue Zuhause zu klippen. Es dauert ca. 1 Tag, bis sich ein Katzenkind an seine plötzlich stumpfen Krallen gewöhnt hat, und einige weitere Tage, bis die Krallen durch Nachwachsen wieder so viel "Griff" haben, dass das Kätzchen so wie vorher problemlos den Kratzbaum hinaufkommt. Nicht nur kleine, unerfahrene Kätzchen, sondern auch erwachsene Tiere, die nur alle heiligen Zeiten die Krallen geschnitten bekommen, und die sonst eher am Kratzbaum hochklettern als ihn per Sprung zu entern, könnten wegen gerade eben gekürzter Krallen schon mal mit einem etwas verdutzten Gesicht vor dem Kratzbaum sitzen...
rallen wachsen relativ schnell nach, allerdings erst mal mit der abgestumpften Spitze (das ist eigentlich der Idealzustand - die Kralle ist für die Katze voll funktionsfähig, kann aber nur wenig verletzen oder zerkratzen), bis sich schließlich die äußere Krallenschicht ablöst und eine neue messerscharfe Spitze zum Vorschein kommt. Dieser Prozess läuft nur selten gleichzeitig an allen Krallen ab, d.h. es kann sein, dass beim nächsten Mal nur wenige Krallen geschnitten werden müssen, bzw. alles bis auf ein, zwei noch stumpfe oder relativ kurze Krallen. Die Krallen meiner Katzen werden übrigens nicht nach einem regelmäßigen Zeitplan geschnitten, sondern nur dann, wenn ich das Gefühl habe, jetzt wird es entweder für mich als Besitzer oder für die Katze selbst unangenehm.
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or einiger Zeit bekam ich folgende Anfrage zu einer Art Kunststoffhüllen, die man jeweils mit Kleber versehen über die einzelnen Krallen der Katze stülpt, damit diese so verhüllt keinen Schaden mehr anrichten können - so werden die Caps jedenfalls vom Hersteller angepriesen (aus markenrechtlichen Gründen habe ich den Produktnamen der Caps und den Link dazu weggelassen):
"Hallo liebe Ragdollzüchter,
ich bin im Internet auf ein Produkt gestossen, worüber ich mich gerne mit einem erfahrenen
Katzenbesitzer unterhalten möchte. Das Produkt kommt aus den USA und scheint hier in Deutschland nicht erhältlich zu sein.
Bei meiner Stichwortsuche (Krallen, Tierquälerei...) in Google bin ich auf Ihrer Seite gelandet. Ich möchte einfach sicher gehen, dass ich meiner Katze nichts schreckliches antue indem ich diese "protectors" ausprobiere. Auf US Internet Seiten hat das Produkt gute Kritiken erhalten, aber dann sind die Amerikaner ja auch die, welche Ihre Katzen ohne Hemmungen "declawen"
lassen. Ich packe mal einen Link zu einer Amazon.com Seite bei auf der Sie sich das Produkt ansehen können.
Es würde mich wirklich interessieren, was Sie davon halten. Ich habe erst seit ein paar Wochen 2 kleine Kätzchen und kenne mich einfach noch nicht gut genug aus um dies wirklich beurteilen zu können.
Über eine Antwort und Ihre Hilfe würde ich mich sehr freuen. (Meine Katzen auch! :-)))
Vielen Dank schon mal.
gez. XYZ""
"Hallo Frau XYZ,
da bei uns Declawing Gott sei Dank nicht erlaubt ist, mussten wir uns hier in Europa etwas anderes einfallen lassen. Vielleicht haben sich Produkte wie ---- hier zu Lande dabei nicht durchgesetzt, da wohl die meisten europ. Katzenhalter inzwischen festgestellt haben, dass es oft schon ausreicht, wenn man sich genügend Zeit nimmt, sein Kätzchen entsprechend an den Kratzbaum zu gewöhnen - und die Tatsache akzeptiert, dass eine Katze eben kein Stofftier ist, sondern Krallen und Zähne hat :-).
Wie Sie ganz richtig schreiben, ist man anderenorts nicht besonders wählerisch, wenn es darum geht, möglicherweise lästige Eigenschaften eines Tieres "auszuschalten". So werden ja auch Hunden die Stimmbänder durchtrennt, damit sie nicht mehr bellen können, etc. Im Falle der Kindertagesstätte (Amazon-Bericht) wäre es ggf. auch sinnvoller gewesen, eine weniger lebhafte Rasse zu wählen. Eine Katze wie die ---- hat nun mal Wildkatzenvorfahren und gehört zu den Katzenrassen mit eher "Pfeffer im Hintern".
Ich persönlich würde nicht im Traum daran denken, meinen Katzen etwas zu verpassen, was a) mit Kleber angebracht werden muss (Chemikalien haben m.E. nichts auf der Katzenhaut zu suchen, gehen entweder über die Haut oder beim Verschlucken/Abschlecken in den Katzenkörper über) und b) aus Kunststoff besteht, der verschluckt werden kann - und offenbar regelmäßig wird, wenn der Amazon-Bericht ein typisches Beispiel ist (Nachtrag: Weitere Recherchen haben ergeben, dass Pfotenknabbern eine sehr typische Folge der Krallencaps sind, um sie wieder loszuwerden. Dass die Krallen nicht mehr eingezogen werden können, scheint vielen Katzen doch recht unangenehm zu sein). Die Caps sind sicher zu klein, um einen Darmverschluss zu verursachen, aber eine meiner Katzen hatte mal die weiche kleine Plastikmanschette verschluckt, mit dem die Federn der meisten "Cat Teaser" am Stiel angebracht werden, d.h. vermutlich ähnliche Zusammensetzung. Das aus dem Darm operativ entfernte Teil war steinhart gewesen - der Magensaft hatte die Weichmacher herausgelöst.
Außerdem - was nützt so ein Cap, wenn das ganze sowieso allenfalls über Nacht - oder mit Sofortkleber! knapp 1 Woche hält. Würden Sie sich gerne alle paar Tage mit Sofortkleber etwas an die Fingernägel pappen und dann damit rumlaufen und im Haus oder Büro arbeiten müssen? Die Frage ist auch, ob Katz' überhaupt noch einen Kratzbaum o.ä. erklimmen kann; wenn nicht, würde man ihr damit eine ganze Menge vorenthalten - Rückzug und Überblick in "erhöhte Gefilde", etc. (Nachtrag: Tatsächlich waren die meisten Produktbewertungen positiv, aber es gab durchaus auch negative Erfahrungsberichte, wie z.B. die Katzen würden selbst nach 2 Jahren Gewöhnung die Caps gelegentlich so beknabbert, dass dabei meist gleich etwas Haut mitgeht bis hin zu wunden Stellen, und manchmal auch die ganze Kralle bis fast zur Wurzel. Andere Katzenbesitzer hatten Probleme mit verklebtem Fell, einige berichteten, dass ihre Katzen mit den verhüllten Krallen plötzlich an ihrem Spielzeug, ihrer Kuschelhöhle, in den Gardinen oder am Zaun des Außengeheges hängenblieb, in einem Fall musst man gar einen Teppich aufschneiden, um die Katze wieder freizubekommen. Auf hartem Holzboden o.ä. sollen die Fußtritte Tag und Nacht zwar leise, aber doch deutlich zu hören sein. Ein ebenfalls sehr unangenehmes Quietschgeräusch entsteht, falls eine Katze mit diesen Caps an der Abdeckung der Katzentoilette kratzt anstatt im Streu)
Bestellen Sie sich im Zweifelsfall einfach mal eine Packung und probieren sie aus :-).
In nunmehr 22 Jahre Katzenhaltung und mit etlichen Würfen kam ich bis dato bestens mit Krallenschneiden und anständigen Kratzgelegenheiten - und eben die Gewöhnung der Katzen daran, aus. Ja, ich hatte nach ca. 9 Jahren Dauergebrauch ein Teppichboden-Loch in der Diele, und zwar an der allgemeinen Laufstraßenstelle, wo es zackig um die Kurve geht und jede Katze ihre Hinterbeinkrallen als Bremsen ausfährt, wenn sie vom hinteren Teil der Wohnung ins Wohnzimmer saust. Und ja, je nach Stoff haben die meisten unserer Sofakissen gezogene Fäden, die obere Lehne unseres Glattledersessels sieht inzwischen mehr oder weniger "antik" aus - während unser früheres Rauhledersofa nicht totzukriegen war und über 20 Jahre gehalten hat (einiges geht in einem Katzenhaushalt einfach nicht, bzw. muss man sich darauf einstellen, wie durch die Wahl der richtigen Materialien - z.B. im Fall Bettlaken: "Haustuch" ist super, Jersey kann man vergessen; besonders beim "einfach mal so" Drübersausen - oder speziell bei kleinen Kätzchen beim irgendwo Hochziehen oder Abrutschen - gibt es eben mal gewisse Verluste), und ja, hin und wieder habe ich auch schon mal einen (unabsichtlichen) Kratzer durch meine Katzen abbekommen, etwa wenn sie irgendwo abgerutscht sind oder bei einer eher "gefühllosen" Katze beim Spielen (ist bei Ragdolls wirklich die Ausnahme, normalerweise sind schon die ganz kleinen Babies darauf bedacht, den Menschen nicht zu verletzen. Schon beim kleinsten "aua", stutzen sie gleich und merken sich auch für die Zukunft, dass die Menschenhaut einfach empfindlicher ist als das Fell der Geschwisterchen) - wobei ich bei diesem Tier zukünftig einfach die Spielweise änderte, so dass meine Finger nicht mehr im Weg waren. Aber ansonsten ist alles paletti und ich kann bestens mit meinen Katzen leben - inkl. ihrer Krallen :-)
Noch ein kleiner Tipp zur Kratzbaumgewöhnung: *Immer* sofort reagieren, egal was Sie gerade machen, sollten Sie eines Ihrer Kätzchen beim "illegalen Kratzen" erwischen und das Tier *sofort* sanft an die nächste erlaubte Kratzgelegenheit setzen (daher bewährt es sich, in fast jedem Raum wenigstens ein Kratzbrett oder einen Kratzpfosten in der Nähe zu haben). Ich setze meine Katzen dabei mit viel Lob "hier ist's brav" i.d.R. so ab, dass sie 1 x quasi sanft mit den Vorderpfoten entlang des Sisals nach unten gleiten (außer natürlich bei Tieren, die das eher abschrecken würde), kratze dann selbst - dabei loben, loben, loben! - mit den Fingernägeln ca. in Höhe ausgestreckter Katzenlänge am Sisal, das animiert die meisten Katzen, gleich nochmal selbst dort mitzukratzen.
Viel Erfolg :-)
Herzliche Grüße von den Ciara's Ragdolls,
Renate Wald
http://www.ciara.de"
"Hallo liebe Renate,
ich danke Dir vielmals für die ausführliche Antwort. Mit Deinen Ausführungen hast Du mir in vielem die Augen geöffnet.
Selbstverständlich habe ich für meine beiden kleinen einen Kratzbaum, er ist deckenhoch und steht im Wohnzimmer.
Aber in den anderen Räumen habe ich nichts bereitgestellt. Das ist aber auch nicht weiter schlimm, denn im Prinzip dürfen sie bei uns zuhause doch alles. Verbote gibt es wenige, wenn, dann nur zur eigenen Sicherheit der Katzen.
Wir haben unseren kompletten Balkon mit einem Netz versehen und kleine Teiche für die Katzen gemacht und einen richtigen kleinen Spielplatz daraus gemacht.
Das einzige Problem ist eigentlich die niegel-nagelneue Ledercouch :-(.
Sie schärfen sich ja nicht mal die Krallen daran, sondern rutschen ab oder hangeln sich dran hoch.
Wir hatten sie gekauft bevor die Kätzchen kamen, sonst hätte ich mit Sicherheit anders entschieden.
Und da liegt nun auch das Problem, sie schärfen sich die Krallen ja nicht an der Couch, in dem Fall wäre es ja ein einfaches sie weg zu tragen und an den Kratzbaum zu bringen... also was kann ich tun? Die Krallenüberzüge kommen natürlich nicht mehr in Frage, denn wie gesagt möchte ich absolut nichts tun was Ihnen schadet.
Ich lege Dir noch ein Bild in die Anlage damit Du sehen kannst um wen es sich handelt.
Die kleine Anstellerin ist Holly die Siam, der Brave der wirklich gar nichts tut ist Buddy, der Ragdollkater.
Ich wünsche Dir und Deiner Familie einen schönen Abend.
gez. XYZ"
"Liebe XYZ,
. . .
Was die neue Couch betrifft, gibt es wohl leider nur zwei Möglichkeiten. Entweder abdecken, wenigstens an den Stellen, die bevorzugt "beturnt" werden und zumindest für die nächste Zeit (erwachsene Katzen werden dann doch langsam etwas ruhiger), oder sich an die "Macken" gewöhnen. Natürlich tut erst mal jeder Kratzer auf einem teueren, brandneuen Möbelstück im Herzen weh, aber wahrscheinlich ist es wie beim Auto: Mit der allerersten Beule ist es eingeweiht und es ist nicht mehr ganz so schlimm, sollte mal wieder was dazukommen ;-). Jedenfalls bewährt sich hier eine wirklich gute Lederqualität. Kratzer auf durchgefärbtem Leder fallen lange nicht so stark auf als auf einem nur oberflächlich gefärbten Material.
. . .
Renate Wald
http://www.ciara.de"
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| Dieses Uralt-Foto ist zwar nicht besonders gut, aber ich denke, man kann trotzdem deutlich die angeborene (aber zum Glück nicht genetisch verursachte) Krallenmissbildung erkennen. Bei diesem Jungtier fehlte bei zwei Zehen der Ballen, die beiden nur relativ lose mit den Fußknochen verbundene Krallen wuchsen sehr dick, und das Mark reichte bis in die Spitze, so dass man diese Krallen nur schwer oder gar nicht kürzen konnte. Das bedeutete eine große Verletzungsgefahr für den betroffenen Kater, und als er ca. 1 Jahr alt war, wurden diese beiden Krallen anlässlich der Kastration gleich problemlos mitentfernt |
um Glück ist es bei uns aus Tierschutzgründen verboten, einer Katze die Krallen operativ zu entfernen (Amputationen einzelnder Krallen sind lediglich bei irreparablen Schäden wie Unfälle, nicht heilenden Entzündungen und Abszesse, einer Missbildung oder ähnliches akzeptabel und oft sogar unverzichtbar). In den USA und verschiedenen anderen Ländern ist diese Prozedur allerdings erlaubt und wird mancherorts sogar routinemässig durchgeführt. Solch eine Krallenenfernung (englisch: "Declawing") ist jedoch eine echte Verstümmelung der Katze und damit Tierquälerei, denn es werden ihr dabei nicht nur alle Krallen, sondern richtig Teile der Zehenknochen entfernt. Ein unglaublich schmerzhafter Eingriff, und es dauert oft Wochen, bis das ganze einigermaßen abgeheilt ist.
icht selten kommt es vor, dass die Katze nach dieser OP Verhaltensstörungen zeigt, unsauber wird oder andere Unarten wie Beißen entwickelt. Seriöse Züchter aus Ländern, in denen eine operative Krallenentfernung möglich ist, untersagen deshalb heutzutage per Vertrag das Krallenziehen/eine Krallenamputation ihrer verkauften Jungtiere (leider gibt es aber immer wieder mal Katzenbesitzer, die sich über die vereinbarten Vertragsbedingungen hinwegsetzen. Und selbst wenn dem Züchter aufgrund des Vertragsbruches eine saftige Vertragsstrafe zusteht, ist es für die arme Katze dann auch schon zu spät...).
ierschutzorganisationen versuchen, wenigstens mittels Aufklärung die Leute von dieser grausamen Maßnahme abzuhalten, und es gibt auch auf unserer englischen Website eine Seite zum Thema "Declawing". Ich habe einmal dazu geschrieben, ich wäre schon froh, wenn dies nur die Zehen einer einzigen Katze retten würde... Mit großer Freude kann ich berichten, dass ich schon mehrfach aus den USA angeschrieben wurde, von Familien, die sich für die "Declaw-Infos" und vor allem für den Link zu den OP-Fotos bedankten und mir mitteilten, dass sie daraufhin ihr Vorhaben, ihrem neuen Kätzchen die Krallen ziehen zu lassen, schnellstens aufgaben.
"Ein Bild sagt mehr als tausend Worte -
Möchten Sie Ihrer Katze immer noch die Krallen amputieren lassen?"

enn auf meiner englischen "Declawing"-Seite gibt es neben einigen anderen externen Links zum Thema auch einen Verweis auf "Declaw pictures". Dort werden Fotos der grausamen Prozedur gezeigt (nichts für schwache Nerven!!!), diese Website wurde von einem Tierschützer erstellt, um den Katzenbesitzern klarzumachen, was sie ihren Lieblingen mit so einer Krallenamputation antun.
eider fällt dem Menschen immer neue Grausamkeiten ein. Die "modernste" Methode, die Krallen der Katzen funktionsuntüchtig zu machen, wurde offenbar in den USA entwickelt und nennt sich "Ligamentation". Hier wird der Bandapparat, der es den Krallen ermöglicht, sich zu strecken oder sich einzuziehen, am Ansatz der Zehen durchtrennt. D.h. anstatt wie früher das komplette Zehenglied abzuschneiden, schneiden die Tierärzte jetzt einfach die Bänder durch. Die Katze behält nun zwar ihre kompletten Pfoten, Zehen und Krallen, aber da die Krallen zum absolut nutzlosen Anhängsel geworden sind, können sie nicht mehr ausgefahren und bewegt werden, was bedeutet, die Katze kann sich nicht mehr wehren, kann nicht mehr klettern oder irgendetwas festhalten, nicht mal Spielzeug...
inige Tierärzte sind der Ansicht, dass dieses Durchtrennen der Bänder für die Katze weniger traumatisch sei, als eine echte und vollständige Krallenamputation. Aber es ist und bleibt der gleiche OP-Schmerz für lange Zeit, es können sich die gleichen Verhaltensstörungen wie Beißen und Unsauberkeit bei der Katze entwickeln, da sie ihres normalen, katzengerechten Lebens beraubt wurde (stellen Sie sich vor, Ihre eigenen Fingerspitzen würden nur bewegungs- und kraftlos herunterhängen...). Und der Eingriff ist genauso irreparabel. Wer nicht mit den Eigenarten eines Tieres leben kann (eine Katze hat nun mal Krallen, die sie auch benutzen muss), sollte auf dessen Haltung verzichten und sich lieber ein Stofftier zulegen!
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