liebe Kätzchen für
liebe Menschen
© Renate Wald, Ciara's Ragdolls
Nur mal einen Wurf...
oder: wir wollen auch mal züchten / Katzenzüchter werden
n letzter Zeit erreichten mich wieder mal verstärkt Anfragen von Katzenbesitzern, die dringendst einen Deckkater suchen, damit ihr Katzenfräulein - darunter Rassekatzen mit und ohne Papiere, Mix-Kätzchen oder Hauskatzen - "nur einmal" Nachwuchs bekommt. Bei einem Gespräch stellt man dann meist fest, dass die Besitzer keine oder nur eine recht oberflächliche Vorstellung davon haben, was mit der Deckung der Katze und einem evtl. Wurf alles verbunden sein kann, deshalb war mir die Verfassung dieses Artikels ein echtes Bedürfnis!
ie werden es sicher bemerken, oftmals beziehe ich mich auf Rassekatzen, mit denen ohne Stammbaum gezüchtet werden soll. Aber ich denke, dieser Artikel ist grundsätzlich auch für Hauskatzen- und Mixkätzchen-Besitzer, sowie für alle, die eine seriöse Rassekatzenzucht mit Stammbaum und allem drum und dran beginnen wollen, aufschlussreich. D.h., wer also noch überlegt, ob er seinen Wunsch nach eigenen Katzenbabies tatsächlich verwirklichen soll, dem könnten die nachfolgenden Zeilen eine Entscheidungshilfe sein.
ermutlich spielt jeder Besitzer einer hübschen, lieben Kätzin irgendwann einmal mit dem Gedanken, wie es wäre, von seinem Liebling ebenso hübschen und lieben Nachwuchs zu bekommen. Man hört ja immer, ein Wurf wäre gut für die Entwicklung und Seele der Katze. Für die Kinder wäre es toll, einmal das Wunder der Geburt zu erleben, und auch die Verwandten und Freunde sind von der Katze begeistert und würden nur zu gerne ein Katzenbaby von ihr aufnehmen. Der Platz für die Kätzchen wäre also gesichert, und da man ja kein Profizüchter werden möchte, braucht man auch keine Papiere... Aber während die einen diese Idee wieder verwerfen, machen sich die anderen tatsächlich auf die Suche nach einem Deckkater.
ielen Leuten, speziell Neulinge in der Katzenzucht, ist nicht bewusst, dass Katzen recht frühreif - und äußerst "vermehrungsfreudig" sein können.... Besonders wenn Wurfgeschwister bzw. ein Pärchen im gleichen Alter erworben wurden, oder einfach nur unkastrierte Tiere beiderlei Geschlechts im gleichen Haushalt leben (oder unkontrollierter Freilauf besteht), wäre es nicht ungewöhnlich, dass die Katze früher und/oder häufiger gedeckt wird als Ihnen lieb oder es gut für das Tier ist.
er seine Katze nicht schon mit 6 Monaten trächtig sehen oder zwei bzw. im Extremfall gar drei Würfe im Jahr riskieren möchte, muss also geeignete Maßnahmen ergreifen, was bedeutet, entweder Katze und Kater strikt voneinander zu trennen (und um ganz sicher zu gehen, das eben spätestens ab dem Alter von 6 Monaten, denn ein Kater merkt i.d.R. weitaus schneller als der Mensch, wenn das Katzenmädchen verführerisch zu duften beginnt...). D.h. dann ist es vorbei mit den gemütlichen, gemeinsamen Kuschelstunden auf der Couch, geschlossene Türen sind für alle Beteiligten lästig und traurig. Und bei Freilaufkatzen heißt es, aus mit dem unbesorgten Herumstromern. Oder man gibt Hormone, aber die sind, besonders aber nicht nur, wenn sie noch vor Eintritt der Geschlechtsreife verabreicht wurden, mit reichlich Risiken behaftet (Unfruchtbarkeit, eitrige Gebärmutterentzündung, Diabetes, Krebs...).
ie geschlechtsspezifischen "Unarten" unkastrierter Tiere können einem ganz schön zu schaffen machen, ganz ohne Markiererei, durchdringendes Jaulen/Singen & Co wird ein Züchter auf Dauer kaum durchkommen. Je nachdem bei Katzen "nur" während der Rolligkeit mehrmals im Jahr jeweils für den Zeitraum von ca. 1 Woche (die aber durchaus in eine Dauerrolligkeit umschlagen kann, was bedeutet, dass die Katze überhaupt nicht mehr aufhört oder jeweils nur ein paar Tage Pause einlegt), bei Katern jedoch das ganze Jahr über, zumindest besonders intensiv vom Frühling bis zum Herbst. Übrigens ist es ein Trugschluss, dass nur Kater markieren, gar nicht so selten werden sie in dieser Hinsicht von der Damenwelt weit übertroffen.
xtrem hormongesteuerte Katzen denken wirklich nur noch an das Eine, versuchen auf jegliche Weise, an einen Kater zu kommen, und das bitteschön sofort!!! und wenn nötig mit Gewalt. So hat man schon von Katzen gehört, die bei ihren Ausbruchsversuchen in gekippten Fenstern - wo sie normalerweise eigentlich gar nicht hinkommen - o.ä. hängenblieben und sich dabei tödlich verletzten. Hatte sowas in der Art bis dato selbst noch nie erlebt, deshalb fiel ich aus allen Wolken, als letzthin eine meiner hochrolligen Damen von ganz oben aus dem Kratzbaum ca. 2 m quer mit vollem Karacho gegen die Glasscheibe der geschlossenen Wohnzimmertüre sprang (hinter der Türe saß unser Kater) und petsch! nach unten abfiel. Es hätte mich nicht gewundert, wenn bei *dem* Aufprall das Glas gesprungen oder gar gesplittert wäre, zum Glück ist der Katze bei ihrem Kamikaze-Flug nichts passiert. Im schlimmsten Fall hätte sie sich ihr Genick brechen oder eine Gehirnerschütterung zuziehen können, aber auch "nur" ein abgebrochener Zahn hätte schon mehr als gereicht.
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alls die Katze mit Kaufvertrag erworben wurde, empfiehlt es sich, vorher noch einmal zu überprüfen, welche Vereinbarungen man unterschrieben hatte - für etwaige Zuchtabsichten ist vor allem interessant, ob die Katze als Liebhabertier abgegeben wurde oder sonstige Einschränkungen bestehen.
ormalerweise hat es einen bestimmten Grund, wenn eine Katze (oder ein Kater) als Liebhabertier verkauft wird, sei es nun, dass das Tier in einem ausschlaggebenden Punkt nicht dem Standard entspricht - und sich dieser Fehler nicht weitervererben soll, oder der Züchter einfach wissen möchte, was mit seinem Kätzchen geschieht (während man z.B. davon ausgehen kann, dass ein Liebhabertier voraussichtlich lebenslang in seinem neuen Zuhause bleiben darf, ist es in einer Zucht nur selten möglich, jedes Tier auf Dauer zu behalten, hier muss man durchaus damit rechnen, dass das verkaufte Kätzchen irgendwann wieder platziert werden muss). Verantwortungsvolle Züchter haben deshalb einen entsprechenden Passus im Kaufvertrag eingefügt, der schon mal zur Abschreckung eine saftige Vertragsstrafe vorsieht, falls man gegen die vertraglichen Bedingungen verstößt, d.h. im Falle eines Liebhabertiers keine unerlaubte Zucht bzw. Verpaarung.
inige Leute bezweifeln, dass so eine Vertragsstrafe tatsächlich durchsetzbar wäre - vorausgesetzt, der Züchter würde überhaupt je erfahren, dass man gegen den Vertrag verstoßen hat, was ja wohl reichlich unwahrscheinlich ist. Falsch gedacht! Tatsächlich haben schon mehrere Züchter vor Gericht Recht bekommen, die es einfach mal darauf ankommen ließen. Für die Höhe der Vertragsstrafe und der angefallenen Gerichtskosten hätten die Käufer locker zwei Katzen mit offizieller Zuchterlaubnis erwerben können, von dem ganzen Ärger drumherum ganz zu schweigen. Auch wenn der Züchter vielleicht nicht gleich mitbekommt, dass mit seinem verkauften Kätzchen illegal gezüchtet wird, kann man davon ausgehen, dass es früher oder später doch einmal publik wird, und wenn es nur aus einem dummen Zufall heraus ist. Wie ich schon öfters auf dieser Website betont habe: Die Katzenwelt ist seeeehr klein, speziell im heutigen Zeitalter des Internets...
ollten Sie also nach dem Kauf eines Liebhabertieres wirklich den Wunsch hegen, mit der Katze/dem Kater zu züchten, wäre es daher der beste und seriöseste Weg, einfach mal mit dem Züchter Ihres Tieres über dieses Thema zu sprechen. Wie heißt das Sprichwort so schön: Ehrlich währt am längsten... Wenn Sie dabei eine ablehnende Antwort bekommen, sollten Sie diese auch akzeptieren und die Katze/den Kater kastrieren lassen, immerhin hatten Sie ein Liebhaber- und kein Zuchttier gekauft! (somit ist es sicher empfehlenswert, sich bereits vor dem Kauf zu überlegen, ob man sich selbst einmal Katzennachwuchs wünscht und sich gleich nach einer geeigneten Katze umzusehen).
ber vielleicht haben Sie auch Glück und der Züchter ist der Ansicht, dass es eigentlich kein ernsthaftes Hindernis gibt, mit der Katze nicht zu züchten. Ggf. müssen Sie einen gewissen Aufpreis - Unterschied zwischen Liebhaber- und Zuchttier - zahlen. Oder es kann sogar sein, dass er Ihnen anbietet, einen Wurf auf seinen Namen zu machen und er sorgt auch gleich für einen passenden "Bräutigam". Dann müssten Sie sich keine Gedanken über den Deckkater machen, die entstehenden Kätzchen wären offiziell registriert und hätten einen ordentlichen Stammbaum, ohne dass Ihnen dafür Kosten für die Eintragung entstehen. Und dem Züchter wäre evtl. auch geholfen, könnte er auf diese Weise doch zu Katzennachwuchs kommen, auf den er sonst vielleicht aus Platz- und Zeitgründen hätte verzichten müssen.
uch Hauskätzchen oder überhaupt Katzen aus dem Tierschutz werden i.d.R. mit Vertrag und der Verpflichtung, sie im richtigen Alter kastrieren zu lassen und keinen Wurf mit ihnen zu machen, abgegeben. Somit wäre es eigentlich doppelt traurig, mit einer Tierheimkatze zu züchten. Erstens würde man also auch in diesem Fall gegen eine vertraglich geschlossene Verpflichtung verstoßen, was ernsthafte gerichtliche Konsequenzen nach sich ziehen könnte. Und zweitens sollte einem eigentlich schon das Schicksal seines eigenen Kätzchens schwer zu denken geben... Sicher ist es damals nicht zufällig im Tierheim gelandet - und ich gehe einfach mal davon aus, dass Sie weiteren Katzen, insbesondere Kätzchen, für deren Geburt *Sie* verantwortlich wären, dieses Schicksal ersparen möchten. Es gibt wirklich schon viel zu viele heimatlose Katzen, leider sind hier besonders Hauskatzen betroffen.
alls Sie nun sagen, "Die muss ja gerade reden, ist sie doch selbst Züchterin und sorgt damit für weiteren Katzennachwuchs!", haben Sie gar nicht so unrecht. Ich habe es schon mehrmals in diversen meiner Artikel ausgeführt - Rassekatzenzucht ist eine echte Gratwanderung und allenfalls akzeptabel, wenn man nicht einfach "vermehrt", sondern nur sorgfältig überlegt und geplant züchtet, d.h. zum Wohle, Erhalt und Verbesserung der Rasse. Und das geht nur mit seriöser Zucht und Abstammungsnachweis, sprich Papiere und der Mitgliedschaft in einem Verein, sowie Interesse an und Wissen in Genetik und allen anderen die Katzenzucht und -haltung betreffende Themen - deshalb bin ich auch so strikt gegen Rassekatzenverpaarungen ohne Stammbaum! Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch auf meinen Artikel "Rassekatzenzucht trotz überfüllter Tierheime?" verweisen.
s ist natürlich klar, dass man von einem Rassekatzenbesitzer, der überhaupt das erste Mal an Katzennachwuchs denkt und wirklich - zumindest vorerst :-) - "nur mal einen Wurf" plant, nicht erwarten kann, dass er gleich "voll einsteigt". Aber meiner Ansicht nach sollten doch zumindest die Voraussetzungen "Zucht mit Papiere", ein gewisses Zuchtziel im Hinterkopf und der Wille, auch diesen einen Wurf ernst zu nehmen, gegeben sein.
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ie die Deckkatersuche funktioniert, wenn man Rassekatzen mit Stammbaum züchten möchte, habe ich auf der Seite "Rund um die Katzenhochzeit" zusammengestellt (hier finden Sie auch allerlei Infos zum idealen Deckzeitpunkt, wie die Deckung abläuft, woran man erkennt, dass die Katze trächtig ist, und vieles mehr). Aber allgemein gilt: es ist nicht willkürlich aus der Luft gegriffen, dass Katzenvereine einige Mindestvoraussetzungen für ein Zuchttier vorschreiben, z.B. bestimmte Impfungen oder Bluttests, je nach Rasse auch Spezial-Untersuchungen der Augen, Nieren, Hüftgelenke, etc. Daher würde es keinem seriösen, verantwortungsbewussten Züchter einfallen, eine ungetestete Katze ohne Zuchterlaubnis zum Decken anzunehmen, noch dazu wenn deren Besitzer keinem Katzenverein angehört. Ein viel zu großes Gesundheitsrisiko für den eigenen Katzenbestand, außerdem ist es angesichts der übervollen Tierheime einfach nicht vertretbar, wahllos Kätzchen in die Welt zu setzen, s. oben.
as bedeutet, dass Sie also entweder auf einen Züchter/Katerhalter zurückgreifen müssten, der keinerlei Skrupel kennt, Hauptsache Bargeld lacht - die Frage ist allerdings, ob Sie Ihre Katze wirklich solch einem Menschen anvertrauen wollten. Ein Kater, der jede Katze decken darf, egal ob nachweislich gesund oder nicht, ist auch für Ihre Katze eine Gefahr.
der Sie müssten den Besitzer eines Liebhaberkaters finden, der bereit ist, Ihre Katze für eine Verpaarung aufzunehmen, wobei auch er damit ggf. eine Vertragsstrafe in Kauf nimmt. Und auch hier besteht eine latente Gesundheitsgefahr für Ihre Katze und dem möglichen Wurf, wenn weder bei Ihrer Katze noch dem Kater entsprechende Tests durchgeführt wurden (bzw. etwaige Gesundheitstest ewig her sind und der Kater in der Zwischenzeit schon X andere Katzen decken durfte). Bei einer Blutgruppenunverträglichkeit können z.B. alle Babies innerhalb weniger Tage nach der Geburt qualvoll sterben. Zudem sind auch ernste, z.T. tödliche Krankheiten wie Leukose, FIV & Co. immer noch ein wichtiges Thema, ist doch gerade der Deckakt ein idealer Übertragungsweg (das gilt insbesondere für Hauskatzen, die vermutlich eher seltener einem bestimmten Kater zugeführt werden dürften, dafür bei Freilauf früher oder später einfach trächtig nach Hause kommen - und da Katzen nicht monogam sind, ist es wahrscheinlich, dass die Katze dann sogar von verschiedenen Katern gedeckt wurde). Aber es reicht ja schon, wenn sich die Katze beim Kater "nur" Ohrmilben, Flöhe, oder - besonders übel - Hautpilz eingefangen hat...
ind Sie, bzw. der Besitzer des Katers in der Lage, die Stammbäume - falls überhaupt vorhanden - richtig zu lesen? Von einer zu engen Verpaarung ist unbedingt abzuraten, extreme Erbfehler wie Missbildungen oder Immunschwäche sind nicht auszuschließen (Geschwisterverpaarungen - also die Verbindung von Katzen mit der größten Genübereinstimmung - verbieten sich daher von selbst. Aber auch wenn beide Elterntiere in spe aus völlig verschiedenen Zuchten stammen, die auch noch jeweils im entgegengesetzten Ende des Landes beheimatet sind, und die aufgelisteten Katzennamen im Stammbaum für einen Laien ziemlich unterschiedlich aussehen, ist das noch lang keine Garantie dafür, dass Kater und Katze nicht trotzdem fast übereinstimmende Vorfahren haben). Kennen Sie sich mit den "Schwachstellen" Ihrer Katzenrasse wie evtl. rassetypische Krankheiten aus, ist Ihnen bekannt, wie man diese in der Zucht vermeiden kann?
enn Sie Pech haben, klappt es nicht gleich beim ersten Versuch, die Katze wird nicht trächtig, also die ganze Deckungsprozedur nochmal von vorne. Und dann nochmal, und nochmal... (es gab schon Katzenbesitzer, die sechs Anläufe oder mehr auf sich genommen haben, bevor die Katze Babies bekam, bei anderen hat es überhaupt nicht funktioniert).
ypische Annoncen, gefunden in den beiden zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels aktuellen Ausgaben einer Haustierzeitschrift und im Internet - und glauben Sie mir, das ist nur ein minimaler Auszug:
"Hilfe unsere (Katzenrasse) Katze (2 J.) ist öfters rollig u. sucht (gleiche Katzenrasse) Kater zum 1-maligen 'anschmusen' zwecks Nachwuchs. Keine Zucht."
- Ein einmaliges Decken ist für eine erfolgreiche Verpaarung nicht unbedingt ausreichend, siehe oben. Und wer unter einer rolligen Katze "leidet", muss sie nicht decken lassen - es gibt noch eine andere Alternative, die alle Probleme auf einen Schlag löst - die Kastration... Und von wegen "keine Zucht"... also Vermehrung???
"Vater gesucht! Saarländische (Kurzhaar-Katzenrasse) Katze, ohne Papiere, kerngesund, möchte einmal Mama werden. Kurzhaarassen gewünscht. Bitte bei meinem Herrchen melden"
- Man sucht einen Kurzhaar-Rassekater, warum eigentlich? Sofern der Kater nicht selbst der Rasse der Katzenbraut in spe angehört, werden es auf jeden Fall Mischlinge (immer kurzhaarig, auch mit einem Langhaarpartner - außer die Katze ist selbst nicht ganz reinrassig und trägt bereits das Gen für Langhaarigkeit) und je nach Genetik ggf. sogar mit dem Aussehen einer Hauskatze.
"Ich suche für meine (Stammbaumname der Katze) einen Deckkater. Allerdings möchte ich die Jungtiere ohne Papiere verkaufen, da ich leider keine Zeit habe auf Ausstellungen zu fahren und meiner Katze den Streß nicht zumuten will"
- Es gibt zwar ein paar Vereine, die zumindest eine Ausstellungsteilnahme zur offiziellen Zuchtzulassung vorschreiben. Aber man kann durchaus einen Katzenverein finden, bei dem dies nicht der Fall ist. D.h. nicht an Ausstellungen teilnehmen zu wollen, ist sicher kein Hinderungsgrund, um seriös zu züchten.
"Süße (Katzenrasse)-Kreuzungen suchen neues zu Hause, leider konnten wir sie noch nicht vermitteln, sie sind z.Z. 4,5 Monate alt. Preis 150 Euro VB"...
- Kommentar erübrigt sich...
- und hier noch die Steigerung, entzieht man sich in diesem Fall doch selbst der Verantwortung für das zukünftige Wohlergehen der Kätzchen und überträgt sie rücksichtslos auf andere:
"Wir haben megasüße getigerte Hauskätzchen, leider hat sich noch kein Plätzchen gefunden. Bitte helft alle mit, dass sie ganz schnell vermittelt werden, sonst müssen sie ins Tierheim"
(es passt zwar nicht ganz zum Thema, aber beim Durchsehen der verschiedenen Katzenannoncen sind mir auch solche aufgefallen, die vermuten lassen, dass der Züchter null Ahnung von seiner Rasse haben muss. Da klappen einem wirklich die Zehennägel hoch, wenn man z.B. bei Ragdolls Bezeichnungen wie "Middet" anstatt Mitted, oder "Blässe" anstatt Blesse liest. Das hat nichts mit "Rechtschreibproblemen" zu tun, man sollte als Züchter schon wissen, dass Mitted von englisch für "behandschuht" kommt, und die Katze nicht bleich im Gesicht (Blässe) ist, sondern lediglich einen weißen Streifen (Blesse) in der Maske hat. Exakt mit diesen Bezeichnungen steht's auch im Rassestandard, und der sollte einem Züchter eigentlich geläufig sein... )
der ein paar verlockende "Deckanzeigen" gefällig?
(Kurzhaar-Rasse) x (Langhaar-Rasse)-Kater. Biete netten, gesunden Katzendamen meine Dienste an. Ich bin ein 3 Jahre alter Kater und wohne in einem Haus mit meinem Dosenöffner
zusammen. FP 150,00 Euro
[ Also Mischling aus zwei völlig unterschiedlichen Rassen mit völlig unterschiedlichen Charakteren... Welchen Vorteil soll das für eine heiratswillige Katze geben? ]
(Langhaar-Rasse)-Kater. Steht gesunden Katzen aller Rassen inklusiv Hauskatzen [ ! ] gerne zur Verfügung. Er hat schon seine Erfahrungen und kann schöne Babys vorweisen
[ Sorry, aber wenn das keine sinnlose Vermehrung ist, dann weiß ich auch nicht mehr... Außerdem schielt der Kater lt. Bild.
- Apropos Bild... letzthin entdeckte ein eingetragener Züchter zufällig ein offenbar von seiner Homepage gestohlenes Foto seines eigenen Deckkaters, als Illustration des angebotenen Deckkaters einer ensprechenden Internet-Annonce. Also rechnen Sie lieber immer damit, dass der angepriesene Kater in Wirklichkeit doch gaaaanz anders aussieht als abgebildet... ;-) ]
Hallo liebe Katzendame!!! Mein Name ist XYZ und ich wurde am (Datum) geboren. Ich bin ein reinrassiger (Langhaar-Rasse) Deckkater mit Nase. Ich bin gesund,geimpft und entwurmt. Ich freue mich jederzeit auf eine Damen Besuch. Ich habe schon Erfahrungen mit anderen Katzen und bin bereits Papa. Die Decktaxe beträgt bei Rassenkatzen 80,- Euro inkl. Nachdeckung und bei Hauskatzen 50,- Euro inkl. Nachdeckung.(falls erforderlich) Die Dame sollte am 1-3 Tag der Rölligkeit bei mir vorbeikommen und bleibt 2 Tage übernachten. Bei Interesse einfach melden!!!!
[ Die geforderte Decktaxe ist ja ein echter Schnäppchenpreis, und für Hauskatzen gehts sogar noch billiger. Da wundert es mich nicht mehr, dass die Tierheime immer stärker aus allen Nähten platzen.
P.S. Nur mal so zum Vergleich - ein eingetragener Ragdollzüchter muss (Stand 2009) mit mindestens 400 - 500 Euro Deckgebühr für einen korrekt gezüchteten und registrierten Ragdolldeckkater rechnen, vorausgesetzt er hat das Glück, überhaupt angenommen zu werden... ]
Potenter (Katzenrasse)-Kater ohne Papiere hat noch Termine frei! Faire Bedingungen!
Ich bin (Kater-Rufname), ein 3 Jahre alter Papa von über 50 Babys, alle gesund. Frauchen schickt Euch gerne Fotos. Ich bin, sagt der blöde Mann mit dem Pieks, HD- und HCM-negativ, très chic, sagt Frauchen, und (Farbe), zeigt der Spiegel. Je nachdem, wie Du aussiehst, werden unsere Kinder (diese oder jene Farbe) oder mit Maske auf die Welt kommen. Du kommst bei meinem Frauchen am 1. oder 2. Tag Deiner Rolligkeit für ein paar Tage in eine wirklich liebevolle Pension alleine mit mir, Deinem Traumkater. Es wird Dir bei mir gefallen: Lecker Futter, frisches Wasser, reichlich Streicheleinheiten, hervorragende Minne mit Gesang und Platz zum Toben, Tollen und Ruhen. Ach ja: Frauchen will den Verkaufspreis eines Babys für meine Dienste haben - das ist für Deinen All-Inklusive-Liebesurlaub wirklich geschenkt! Also: Wann besuchst Du mich in (Stadt)? Miau mich an!
[ Die Rasse des angebotenen Deckkaters darf überhaupt keine Maskenzeichnung haben. Wenn also zusammen mit einer Pointkatze pointkatzenfarbiger Nachwuchs fallen kann, ist schon alleine der genetische Hintergrund - reinrassig??? - des Katers durchaus fragwürdig... Nachtrag: Vor einiger Zeit bekam ich eine Mail, dass dieser Kater keineswegs in solch paradiesischen Zuständen lebe, wie diese Annonce Glauben machen will, ganz im Gegenteil. Nun, das kann ich nicht beurteilen, aber zumindest ist das mal wieder bestes Beispiel dafür, dass Papier und der Computerbildschirm geduldig ist und man sich von den tatsächlichen Gegebenheiten stets selbst überzeugen sollte anstatt allem blind zu vertrauen - und als tierlieber Mensch auch auf dem Absatz umdrehen sollte, wenn einem nicht gefällt, was man da sieht... ]
Reinrassiger (Katzenrasse) Blue-point Deckkater! Deckkater mit wunderschöner blauen Maske und Augen steht gesunden Katzen zur Verfügung. Vererbt viel Blue und seal-point., FP 150 Euro
[ Angesichts dieser genetischen Ahnungslosigkeit sträuben sich jedem seriösen Katzenzüchter die Haare... Ein Blue-point kann überhaupt kein seal vererben (somit gibts sealfarbene Katzenkinder allenfalls bei einer seal Mutter), und blue ist der Nachwuchs auch nur, wenn das Muttertier entweder ebenfalls blue oder zumindest Blauträger ist! ]
Mein {Katzenrasse)-Kater ist nun geschlechtsreif und ich möchte ihm die Gelegenheit bieten, endlich die körperliche Liebe erfahren zu dürfen. Außerdem möchte ich ihn nicht kastrieren lassen, weil er nur durch Kratzen markiert. Er ist ein absoluter Traumkater, hat einen muskulösen Körperbau für eine XYZ und ist sehr menschenbezogen, verschmust und verspielt. Mein Kater ist kerngesund und geimpft und besitzt als reinrassiger XYZ-Kater auch Papiere. Mein Kater ist zwar reinrassig, aber ich lege keinen Wert darauf, dass er ebenso nur reinrassige Weibchen mit Papieren deckt. Wieso sollte sich eine normale Hauskatze nicht auch mit einem Rassekater paaren dürfen? Ich empfinde das als Unsinn. Ich möchte mich nur davon überzeugen, dass ihre Katze einen gesunden Eindruck macht und Sie vertrauenswürdig sind. Außerdem nehme ich daher eine Schutzgebühr. Bei Interesse schicken Sie mir am besten eine Mail. Bitte beachten: Kater ist noch unerfahren, daher keine Erfolgsgarantie. Er übt aber tüchtig...
[ So so, die Katze soll also "einen gesunden Eindruck machen"... Wieder mal der Beweis, dass Tierärzte vollkommen überbewertet sind, denn offenbar ist es auch einem Katzenlaien problemlos möglich, sich mit einem Blick von der Gesundheit einer Katze zu überzeugen. Sicher gibt es genauso viele Interpretationen, was einen "vertrauenswürdigen Besitzer" ausmacht, wie für einen "vertrauenswürdigen Katerkäufer" (für mich wäre das z.B. ein Käufer, der seinen als Liebhabertier gekauften Kater spätestens bei Eintritt der Geschlechtsreife kastrieren lässt, anstatt absichtlich mit ihm potentiell kranke Mischlinge zu produzieren, wo doch schon allein alle möglichen Tierschutzeinrichtungen von solchen Kätzchen überschwemmt sind). Aber offenbar adelt ein Bündel Geldscheine ("Schutzgebühr") jeden Menschen... doch wer oder was soll damit "geschützt" werden? Der Kater übe bereits fleißig - an was eigentlich? Sofakissen, hauseigene Familienkatzen, oder allerlei bereits erfolglos gedeckte Katzen anderer Leute??? Hmm, "Ohne Garantie" lässt nicht gerade vermuten, dass man die hart verdiente Kohle bei Nichtschwangerschaft der Gastkatze wieder herausrückt oder eine kostenlose Nachdeckung einräumen wird. Und last but not least - möglicherweise naht der Tag mit großen Schritten, an dem der angebotene "Deckkater" *wirklich* geschlechtsreif wird, mit allen Konsequenzen, inkl. Markieren mittels Einduschen der gesamten Wohnung mit durchdringend stinkendem Katerurin... ]
(Katzenrasse)-Deckkater. Ich biete selbstverständlich NICHT den Kater an
sich an!!! Aber evtl. tausche ich den Deckakt gegen irgendetwas anderes.
Machen Sie mir doch, (PLZ) einfach ein Angebot! :)
Vielleicht ein Kratzbaum? Oder eine Sisal-Kratztonne?
Es sollte aber schon einen gewissen Wert haben!
Bin gespannt auf Ihre Angebote! :)
und noch so was in der Art:
FRÜHLINGS-Rabatt!!! Nur 3 Woche!!!Bis 01.05.
Unser Kater ist sehr aktiv und patent [ sollte vermutlich 'potent' heißen?? Und auch sonst scheint man mit der Rechtschrift eher auf dem Kriegsfuß zu stehen bzw. hat sich bei der Verfassung dieser Annonce keine besonders große Mühe gegeben... ]. Frühling. Wir bitten Ihn als Deckkater bis 01.05. für 80,- Euro.
[ Ich kann mir nicht helfen, aber solche Annoncen erwecken in mir ganz stark die Assoziation, Katzen wären nur billige Ramschware anstatt Lebewesen... ]
m sich die lästige Suche nach einem aushäusigen Deckkater zu sparen, schaffen sich heutzutage viele Leute ruckzuck ganz einfach einen eigenen Kater an (ohne zu überdenken, dass man sich damit ggf. auch gleich die typischen "Katermucken" ins Haus geholt hat, sobald der Kater geschlechtsreif wird... wie lautstarke Katergesänge am Tag und oft mit besonderer Leidenschaft des Nachts, Markierungsstrullen in der ganzen Wohnung, allgemein fettig-strähniges Fell bis hin zu Entzündungen an der Schwanzwurzel, unzufrieden-launisches Wesen, ständige "Überfälle" auf andere Katzen, egal ob sie heiratswillig sind oder nicht, d.h. ggf. auch auf Kastraten und Jungtiere, Katerkämpfe besonders bei freilaufenden Tieren, was schnell mal zu zerfledderten Ohren und anderen ernsthaften Verletzungen führen kann, etc).
eider ist immer häufiger zu beobachten, dass Interessenten dabei versuchen, den Züchter schon vor dem Kauf mit Absicht hinters Licht zu führen. Dabei wird dem Züchter der eigentliche Grund für den Kauf verschwiegen, angeblich sucht man nur ein knuddeliges Katerchen zum Liebhaben. Dass aber zu Hause zwei Katzen warten, die sobald wie möglich mit dem Liebhaberkater verpaart werden sollen, wird natürlich mit keiner Silbe erwähnt. Oder der umgekehrte Fall - man hat bereits einen Kater und sucht nun ein passendes Katzenmädchen. Aber wie schon oben erwähnt, nicht jede Katze/jeder Kater eignet sich für die Zucht, und auch hier gilt: Die Katzenwelt ist sehr klein!
a muss man sich nicht wundern, dass es auch bei uns immer mehr Züchter gibt, die eine Frühkastration ihrer Kätzchen in Erwägung ziehen - oder sogar schon praktizieren. Viele Leute sind zwar schockiert, wenn sie hören, dass ein Jungtier bereits mit 12 Wochen kastriert wurde. Aber wenn die Unehrlichkeit der Interessenten im gleichen Maße zunimmt, ist die ausschließliche Abgabe von kastrierten Kätzchen langfristig vielleicht wirklich der einzige sichere Weg, um eine unerwünschte Verpaarung und Ausbeutung der abgegebenen Katzen zu verhindern.
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önnen Sie es nervlich und finanziell verkraften, sollten vor, während, oder nach der Geburt irgendwelche Komplikationen auftreten? Natürlich muss es einen nicht (gleich) treffen, manche Züchter haben sogar das Glück, viele Jahre lang verschont zu bleiben, bis es sie schließlich doch einmal erwischt. Andere Leute dagegen müssen schon bei ihrem allerersten Wurf mit einschneidend schlimmen Erlebnissen fertig werden.
ei einer Fehlgeburt, z.B. ausgelöst durch Stress oder hormonelle Störungen, kommen die Babies zu früh zur Welt und sind nicht lebensfähig, obwohl sie vielleicht schon voll entwickelt aussahen und sogar lebend geboren wurden. Missgebildete Babies kommen zum Glück eher seltener vor, sind aber wie bei allen Lebewesen durchaus möglich und bei Katzen immer noch erheblich häufiger als z.B. beim Menschen, da die Reproduktion ja in viel kürzeren Abständen und in wesentlich größerem Umfang (i.d.R. gleich mehrere Jungtiere in einem Wurf) abläuft. Der DNA-Bauplan eines Lebewesens ist höchst komplex, da kann es während der Entwicklung schon mal einen "Fehler" geben. Aber auch Erkrankungen der Mutterkatze oder Einwirkung durch Chemikalien während der Trächtigkeit wie fötenschädigende Impfungen oder Medikamente, unverträgliche Stoffe in Putz- und Insektenvernichtungsmittel, Farben, Lacke, Baustoffe, etc. können verantwortlich sein - oder eben auch genetische Hintergründe, s. oben.
e nach Art der Missbildung ist besondere, zuweilen lebenslange Fürsorge nötig, manchmal ist es aber auch unumgänglich, das betroffene Kätzchen schnellstmöglichst einzuschläfern, um ihm weiteres Leid zu ersparen (und man sollte sich auch gut vorher überlegen, was man tun würde bzw. ob man den Anblick ertragen könnte, würden z.B. einzelne Babies oder gar alle im Wurf mit offenem Rücken oder Bauch mit herausquellenden Innenorganen geboren, die aber noch leben... Sie glauben, das habe ich mir ausgedacht, um Sie von einem Wurf abzuschrecken? Leider nein. Seien Sie versichert, sowas ist durchaus schon vorgekommen und ein absoluter Horror!!! Jeder der nicht total abgebrüht ist, wird lange Zeit brauchen, um über so eine schreckliche Erfahrung hinwegzukommen).
ber fast noch schlimmer ist es, wenn ein Kätzchen erst nach ein paar Tagen bis Wochen verstirbt oder eingeschläfert werden muss. Jedenfalls lange nachdem es einen bereits mit offenen Augen angesehen, vielleicht schon angeschnurrt, mit einem gekuschelt oder gespielt hatte und man bereits mit ganzem Herzen an ihm hing. Z.B. wegen einer latenten Lungenentzündung, Spätfolge der Geburt, als das Kleine damals ein wenig Wasser in die Lunge bekam, einfach nur Durchfall/Erbrechen, was bei kleinen Kätzchen ganz schnell lebensgefährlich werden kann (und insbesondere bei Umstellung auf festes Futter oder erneuter Rolligkeit der Mutterkatze während der Säugeperiode - scheint die Milch "sauer", d.h. unverträglich zu machen - nicht ungewöhnlich ist). Oder aufgrund eines angeborenen Organ- /Skelettschadens, der sich erst im Laufe der Entwicklung bemerkbar machte, wie eine angeborenen Gaumespalte (hier klappt das Milchsaugen nicht, da durch die Öffnung im Gaumen kein Unterdruck erzeugt werden kann - was man aber eben oft erst nach einer gewissen Zeit bemerkt, speziell wenn die Gaumenspalte eher klein ist. Denn i.d.R. fällt zuerst auf, dass das betroffene Kätzchen nicht zu- oder gar abnimmt, was ja viele Ursachen haben kann. Meist bringen es erst Handfütterungen zu Tage, wenn die vorsichtig verabreichte Milch regelmäßig wieder aus der Nase kommt, und/oder eine tierärztliche Untersuchung).
ar dabei eine mehr oder weniger intensive Tierarztbehandlungen nötig, so kann man den finanziellen Verlust, sprich Behandlungskosten, die in kürzester Zeit ganz erhebliche Ausmaße annehmen können, je nachdem noch verschmerzen. Aber der emotionale Schaden - dieses vielleicht gar wochen- oder monatelange Hoffen und Bangen, evtl. verbunden mit einer besonderen Pflege rund um die Uhr, und dann die Enttäuschung, dass doch alles vergebens war - kann einen ganz schön mitnehmen und seelisch in den Grundfesten erschüttern (14 Jahre hatte ich überhaupt kein Problem, habe *nie* ein Kätzchen verloren, bis es mich eben auch mal erwischte. 2000 Euro Behandlungskosten, rund 6 Monate Intensivpflege, aber obwohl es zwischendurch wirklich gut aussah, war doch am Ende alles vergebens und unser liebes Ragdollmädchen musste schwersten Herzens eingeschläfert werden :-(... )
robleme bei der Geburt... - da kann man wirklich dankbar sein, wenn es gerade noch ohne tierärztlicher Hilfe ausgeht, bzw. eine Wehen fördernde Spritze ausreicht und einem ein Kaiserschnitt erspart bleibt, für den man locker ein paar hundert Euro einrechnen kann.
(seit 2009 - und mehr als 500 Euro später - kann ich hier aus eigener Erfahrung mitreden, wobei ich nur zu gerne darauf verzichten hätte. Der Tierarzt wollte kaum glauben, dass ich seit Anbeginn meiner Zucht, d.h. 17 Jahre lang, ohne einen einzigen Kaiserschnitt ausgekommen bin. Scheint wohl wirklich ungewöhnlich zu sein, aber ich führe das auf gute homöopathische Vorsorge und Behandlung - sowie ganz wichtig! - eine gehörige Portion Glück zurück. Aber wie gesagt, auch in punkto Kaiserschnitt trifft es jeden einmal, den einen früher, den anderen später. Außer einer Riesenmenge Fruchtwasser, das in Intervallen über mehrere Stunden abgegangen war und für mindestens 4 Kätzchen gereicht hätte, hatte sich geburtsmäßig überhaupt nichts getan, keine Wehentätigkeit, nix. Da die Ultraschalluntersuchung zeigte, dass die beiden noch lebenden Babies bereits so trocken lagen, dass sie auf normalem Weg nie und nimmer mehr auf die Welt gekommen wären, wurde eiligst ein Kaiserschnitt anberaumt. Doch hier zeigte sich, dass die Blockade einen echten und ziemlich fiesen Grund hatte... Bei einem der beiden Babies hatte sich während der Entwicklung die Nabelschnur um ein Hinterbeinchen gewickelt - was zusätzlich eine richtige Knochenbildung, Fell- und Hautanlage an dieser Stelle verhinderte. So verwickelt war der kleine Unglückswurm einfach "zu dick", um problemlos den Geburtskanal zu passieren. Wenn das Baby nicht wg. Erschöpfung bereits beim Tierarzt für immer eingeschlafen wäre, hätte ich mir die nächsten Tage noch ordentlich den Kopf zerbrechen müssen, was man mit dem Beinchens unternehmen kann/soll - vorausgesetzt, es hätte aufgrund der fehlenden Haut nicht sowieso von Haus aus üble Komplikationen gegeben. Aber auch so hat mir der "Wurf", oder besser gesagt, die Mamakatze noch einige graue Haare bereitet. Gerade frisch operiert hatte sie erst mal keine, und dann eher sparsam Milch, was eine rund-um-die-Uhr-Handfütterung bedeutete. Außerdem mochte sie die Wurfkiste nicht leiden, das Interesse an ihrem verbliebenen Einzelkind hielt sich erst mal in Grenzen, das mit Vorliebe in die ausgefallensten, ungeeignetsten Verstecke geschleppt wurde, bis auch die letzten Ritzen und damit Versteckmöglichkeiten gesichert waren. Usw. usf....)
edenfalls gibt es in der Katzenzucht nichts, was es nicht gibt - und insbesondere während der Geburt sollte man daher in der Lage sein, schnell und richtig zu entscheiden und auch entsprechend zu handeln.
o sollte man sich tunlichst schon vorher seelisch und moralisch auf die am häufigsten vorkommenden Komplikationen vorbereiten, sprich, fehlende Wehentätigkeit und ein feststeckendes Baby im Geburtskanal. Steißgeburten (das Baby kommt mit dem Hinterteil/Schwanz zuerst auf die Welt) sind bei Katzen gang und gäbe, aber ich denke stets mit Schaudern an die von mir erlebten Steißgeburten zurück, wo sich die Mutterkatze besonders quälen musste. Da gab es z.B. die Katze, die vor Schmerz ständig aus der Wurfkiste sprang - sie wollte wohl dem Ort des Schreckens entkommen. Und als das Baby endlich den Geburtskanal passierte, biss sie in ihrer Verzweiflung mit aller Kraft in den untersten Schubladenknauf der neben der Wurfkiste stehenden Kommode (ähnlich wie es in Hollywoodfilmen gezeigt wird, wenn Menschen bei Operationen ohne Narkose ein Stück Holz zwischen die Zähne bekommen, auf das sie beißen, um die Pein besser ertragen zu können). Ich habe es wohl nur dem lieben, menschenfreundlichen Charakter dieser Katze zu verdanken, dass sie sich den Porzellanknauf und nicht meine Hand ausgesucht hat (und es soll auch Katzen geben, die in einer solchen Situation versuchen, das eigenen Baby, d.h. die Schmerzursache, zu beißen).
der der Fall, wo ein Baby in Steißlage die ganze Geburt blockierte. Die Wehen kamen und gingen, aber nichts geschah. Die Mutterkatze plagte sich fast 6 Stunden lang, hechelte und ächzte, begleitet von einem andauernden - und in dieser Situation recht unangenehm klingenden - Schnurren (zur Selbstberuhigung und Ablenkung vom Schmerz). Allein diese grässliche Geräuschkulisse würden Sie Ihren Kindern sicher nicht zumuten wollen, von wegen "das Wunder der Geburt". Der Tierarzt war natürlich längst informiert, und ich tat alles in meiner Macht stehende, der Katze beizustehen und ihr die Geburt zu erleichtern. Gerade als die vom Tierarzt gesetzte Stunde X angebrochen war und ich den Kennel schon in der Hand hatte, um die Katze in die Praxis zu fahren, kam endlich das erste Baby zum Vorschein, danach ging's Schlag auf Schlag, bis alle 4 Neugeborenen gesund und munter in der Wurfkiste lagen. Nochmal Glück gehabt!
ber es kann auch ganz anders enden, Geburtskomplikationen kommen in allen möglichen Versionen vor... Vergangenes Jahr gab es in meinem Bekanntenkreis einen Fall, wo die Leute - allerdings mit Erlaubnis und Unterstützung des Züchters - mit ihrer Katze den sprichwörtlichen "nur mal einen Wurf" machen wollten. Sie hatten sich schon so auf die Kätzchen gefreut, aber dann brauchte die Katze einen Kaiserschnitt, in der Narkose hat sie einen Schlaganfall erlitten, war blind und auf einer Seite gelähmt, das einzige Baby hat nicht überlebt... (bei einem einzigen Kätzchen ohne weitere Geschwister sind verstärkt Geburtsprobleme zu erwarten. Offensichtlich fehlt hier der Schub nachfolgender Babies, der die Geburt ordentlich in die Gänge bringt). Schon allein die Deckung als auch die Geburt sind totaler Stress für eine Katze, und wie man sieht, nicht ohne Risiko - sind Sie immer noch der Ansicht, eigene Babies wären gut für die Entwicklung und Seele Ihrer Katze?
nd ein anderes Erlebnis eines Züchters: bis auf das tote Baby, das den Geburtskanal blockiert hatte, überlebten alle Kätzchen den notwendigen Kaiserschnitt, allerdings starb die operierte Mutter unerwartet auf dem Nachhauseweg von der Tierarztpraxis. Der Tierarzt hatte nicht bedacht, dass die Mutterkatze während der ersten, normalen Geburt instinktsicher die Plazenta gefressen hatte (enthält wichtige Nährstoffe und regt die Milchproduktion an), die sie nun als Nachwirkung auf die Narkose während der Fahrt erbrach und an der sie schließlich erstickte. Mitten auf der Autobahn war es dem Züchter unmöglich, umgehend anzuhalten, ansonsten hätte man die Mamakatze vielleicht noch retten können. Abgesehen vom Schock, auf diese schreckliche Weise ein innig geliebtes Tier zu verlieren, bedeutete dies gleichzeitig Handaufzucht der Babies, also wochenlang rund um die Uhr alle zwei Stunden füttern, auch nachts (da kann schon mal ratz-fatz der gesamte Jahresurlaub des Katzenbesitzers dafür draufgehen).
enn man nicht zufällig eine Großfamilie hat, wo man sich mit der Fütterung und Säuberung der Babies abwechseln kann, oder noch besser - man eine willige Katzenamme findet, was aber gar nicht so einfach ist, ist das für alle Beteiligten ein echter Knochenjob. Es reicht aber schon, wenn die Katze "nur" zu wenig Milch hat, damit eine für den Menschen ziemlich erschöpfende Handaufzucht nötig wird. Geht man mal von durchschnittlich 9 - 12 Mahlzeiten pro 24 Std. aus, sind es auf 3 Wochen gerechnet bereits mindestens 189 - 252 Mahlzeiten (und 189 - 252 x manuelle Anregung der Verdauung...), die Sie zubereiten und verabreichen müssen. Und das so, dass es möglichst keimfrei und sauber abgeht, damit sich kein lebensgefährlicher Durchfall oder ähnliches einstellt - dadurch schnellt auch der Strom- und Heißwasser-Verbrauch deutlich in die Höhe. Danach wird es etwas einfacher, da man auch ein wenig hochwertiges, leichtverdauliches Dosenfutter einmischen kann, was länger anhält).
an sollte vielleicht noch erwähnen, dass Handfütterungen für Ungeübte nicht ganz ungefährlich sind. Schon so manches Baby wurde von Anfängern unabsichtlich in den Katzenhimmel geschickt, ein winziger Schluck, der in die Lunge bzw. Atemwege gerät, genügt.
an hat zwar schon öfter davon gehört, dass besonders menschenbezogene Katzen die Geburt "verdrücken" können, bis ihr geliebter Mensch zu Hause ist, aber darauf verlassen würde ich mich nicht. Nicht selten fällt die Geburt in die unmöglichsten Tages- und Nachtzeiten (würden Sie Ihre Kinder tatsächlich mitten in der Nacht aufwecken oder die Schule schwänzen lassen, nur damit sie die lang erwartete Katzengeburt miterleben können, die sich leicht Stunden oder gar den ganzen Tag bzw. die ganze Nacht hinziehen kann?). Und selbst wenn man den genauen Decktermin kennt, ist es durchaus möglich, dass die Katze die Standardtragezeit von 63 - 65 Tagen deutlich unter- oder überschreitet (bis 70 Tage, also fast 1 Woche später, ist noch als "normal" anzusehen, danach könnte ein Kaiserschnitt angesagt sein, sonst sind die Babies für eine natürliche, problemlose Passage des Geburtskanals zu groß).
erufstätige sollten sich in dieser Zeit also unbedingt Urlaub nehmen können, es ist empfehlenswert, die Wurfkiste so aufzustellen, dass man auch im Tiefschlaf mitbekommt, wenn sich dort nachts etwas tut. Überhaupt ist es ein absolutes Muss, eine Katze nur decken zu lassen, wenn man zum erwarteten Geburtstermin zu Hause sein und sich die kommenden Wochen Mutter und Kinder ausreichend widmen kann. Außerdem sollte voraussichtlich auch sonst nichts anstehen, z.B. lautstarke Renovierungsarbeiten, das eine ungestörte Aufzucht beeinträchtigen könnte.
ir stellen sich heute noch die Haare auf, wenn ich an den Rassekatzenzüchter - Anfänger, es war sein erster Wurf - zurückdenke, der wissentlich am Abend des errechneten Geburtstermins das Haus für eine Party verließ und sich dann beim Nachhausekommen wunderte, nur noch ein totes Kätzchen in der Wurfkiste vorzufinden. So konnte man nun nicht mal sagen, ob das Baby bereits tot auf die Welt gekommen war, oder nachträglich gestorben war, evtl. weil es die allein gelassene, unerfahrene Mutter erdrückt hatte. Und es bleibt auch die Frage offen, ob es nur das eine Kätzchen gewesen ist, oder ob es mehrere, vielleicht totgeborene Geschwister hatte, die die Mutterkatze instinktsicher aufgefressen hatte - in der Natur wichtig, um keine Feinde an das Wurflager zu locken (es kommt aber auch vor, dass eine Katze ihre Jungtiere frißt, wenn sie sich extrem gestresst oder in höchster Not fühlt. Erst letzthin berichtete mir ein Katzenbesitzer entsetzt, dass Kater und Mutterkatze sich vielleicht in die Haare bekommen hatten, oder der Kater wollte, dass sich seine Gene weitervererben anstatt die seines Rivalen (= der zweite Deckkater des Züchters), so wie es schon Verhaltensforscher von Löwen in Afrika berichteten. Jedenfalls fand der Züchter die Wurfkiste nur noch leer vor, als er sie das nächste Mal kontrollierte, der bereits 1 Wochen alte Wurf war vollständig aufgefressen worden...).
iele Leute sind der Ansicht, dass Bauernhofkatzen ja normalerweise auch ohne menschliche Hilfe ihren Nachwuchs zur Welt bekommen, warum sollte man sich dann bei der Geburt seiner Katze einmischen? Nun, auch bei einer Bauernhofkatze können Geburtskomplikationen auftreten, aber wer merkts, wen störts? Ein Kätzchen mehr oder weniger, eine tote Mutterkatze mehr oder weniger... es gibt ja genug Katzen in der Gegend, das ist die "natürliche Auslese". Sie finden, das klingt ganz schön zynisch? Aber leider entspricht dies der Wahrheit. Ich bin der Ansicht, wir Menschen, die schließlich dafür verantwortlich sind, wenn unsere als Familientiere gehaltenen Katzen Nachwuchs erwarten (durch rechtzeitige Kastration zu verhindern!), sind auch dafür verantwortlich, der Mutterkatze in ihrer schwersten Stunde beizustehen und dafür zu sorgen, dass ihr Wurf möglichst problemlos auf die Welt kommt und sie und ihre Kinder gesund und glücklich bleiben.
"
inmischung" ist auch gar nicht gefragt, wenn die Katze die Geburt selbst meistert, umso besser. Aber schon allein die Anwesenheit des Besitzers und beruhigendes Zureden tun den meisten Katzen gut und gibt besonders noch unerfahrenen Tieren Sicherheit. Und manchmal sind es nur minimale Eingriffe, die aber einen ganz erheblichen Unterschied machen. Z.B. kommt es immer mal wieder vor, dass eine Mutterkatze vom Geburtsverlauf so erschöpft ist, dass sie vergisst oder es einfach nicht mehr schafft, eines ihrer Babies oder den ganzen Wurf "auszupacken" (gleich nachdem ein Baby auf die Welt gekommen ist, wird es normalerweise von seiner Mutter von oben bis unten geputzt. Dabei reißt die Fruchtblase, die Atemwege des Kleinen werden gereinigt und von Schleim befreit, so dass das Baby erstmals frei atmen kann). Greift nun niemand ein, ersticken solche Babies in kürzester Zeit.
uch ein Kater aus meinem allerersten Wurf (1992) wäre ohne meiner Anwesenheit vielleicht schon in der Wurfkiste verblutet. Zur Vorbereitung hatte ich rings um mich herum alle möglichen Geburtsanleitungen ausgebreitet :-) - die ich dann doch nicht brauchte, sämtliche Utensilien lagen in Griffweite. Darunter war auch ein blutstillender Stift, den ich kurz vorher - ich weiß eigentlich gar nicht so recht warum eigentlich - noch in der Apotheke besorgt hatte. Bis zum zweiten Baby ging auch alles glatt, die reinste Bilderbuchgeburt. Aber dann kam das dritte und sofort darauf das vierte Baby auf die Welt, ohne dass die Nachgeburt des vorherigen Katzenkindes schon zum Vorschein gekommen wäre. Die Nabelschnur wäre auch für einen erfahrenen Züchter nicht lang genug gewesen, um das Baby davon trennen zu könne, und so schnell konnte man gar nicht schauen, wie die Nabelschnur des dritten Kätzchens direkt am Bauch abriss. Das Blut spritze nur so, geistesgegenwärtig holte ich sofort den Stift hervor, der den Blutstrom umgehend stoppte. Und auch sonst hatte ich unglaubliches Glück - weder gab es einen Nabelbruch, noch kam es zur gefürchteten Nabelinfektion, die nur zu leicht auch ein paar Tage nach der Geburt noch zum Tod des betroffenen Babies führen kann.
ber auch in anderer Hinsicht ist die persönliche Anwesenheit an der Wurfkiste nützlich. Man ist in der Lage zu überwachen, ob auch alle Nachgeburten zum Vorschein gekommen sind (in der Gebärmutter verbliebene Nachgeburten können zu schweren Infektionen der Mutterkatze führen). Die Babies können für ein fortlaufendes Aufzuchtsprotokoll gewogen und ggf. gekennzeichnet werden (wer nicht regelmäßig, d.h. falls nötig gleich mehrmals täglich wiegt, handelt grob fahrlässig. Denn ein Gewichtsstillstand oder gar eine Gewichtsabnahme ist das allererste Alarmzeichen, dass etwas mit den Babies nicht stimmt).
ahrscheinlich ist die Katze auch für ein paar stärkende Häppchen dankbar, die ihr nach der Kräfte raubenden Anstrengung wichtige Energie zuführt - denn nun fängt der Stress für die Katzenmutter erst richtig an... Auch wenn man sie noch so gut und hochwertig füttert, sehen die meisten Muttertiere nach einer gewissen Zeit der Aufzuchtsphase reichlich abgezehrt aus (wer schon mal einen Wurf mit der Hand füttern musste, weiß, welche Unmengen Milch nur ein einziges Kätzchen am Tag verbraucht. Daher ist schon allein die Milchproduktion, noch dazu für mehrere Kinder, absolute Höchstleistung für ein Muttertier!). Pointkatzen sieht man den Stress oft noch deutlicher an, neigen sie doch auch zu einer "totalen Entfärbung", d.h. eine immer heller werdende Gesichtsmaske mit weißen Stichelhaaren über das ganze Gesicht und die Ohren sowie einer extremen Pigmentaufhellung des Nasenspiegels (z.B. bei einer sealpoint von schwarz zu hellbraun).
brigens ist nicht gesagt, dass der Mutterinstinkt auch bei allen Katzen von Anfang an da ist (und sich später noch entwickelt...). Gerade beim ersten Wurf einer noch sehr jungen Mutter kann es durchaus einige Tage dauern, bis sie checkt, was da eigentlich abläuft. Sowas habe ich einmal erleben müssen - und es war *nicht* lustig! Im Gegensatz zu all meinen anderen Katzen, die das "Katzennest" stets willig akeptiert haben, weigerte sich dieses Katzenmädchen standhaft, in der Wurfkiste zu bleiben. Wenn es nach ihr gegangen wäre, hätte sie ihre Babies mitten im Zimmer auf dem Teppich bekommen. Das konnte ich gerade noch verhindern, aber plopp, kaum waren die Kätzchen aus dem Geburtskanal, ließ sie die Kleinen einfach liegen, so wie sie waren. Ich musste alle drei selbst abnabeln, glücklicherweise hat sich eine meiner anderen Katzen erbarmt und die Kätzchen wenigstens gesäubert - aber das war's dann auch mit den "Fremdkinder-Diensten".
ie Mutterkatze war total überfordert, konnte mit ihrem Nachwuchs nicht das Geringste anfangen. Einige Stunden später, d.h. mitten in der Nacht, legte sie mir die Kleinen unter die Bettdecke, was natürlich unmöglich war, wie leicht hätte ich sie erdrücken können oder wären sie von Haus aus erstickt. Als ich die Katze auch weiterhin nicht davon überzeugen konnte, in der Wurfkiste zu bleiben und sie ihre Babies ständig ziellos herumschleppte (eines davon hatte schon eine leicht blutige Schramme auf dem noch sehr weichen Schädel), blieb mir schließlich nichts anderes übrig, als einen großen Transportkäfig aus dem Keller zu holen und die Katze mitsamt ihren Babies dort reinzusetzen. Damit sie nicht ganz so alleine ist und sich ihre Aufregung etwas legt, habe ich das Nachtlager auf einer Matratze neben dem Käfig aufgeschlagen.
olange ich die Mutterkatze mit ausgestrecktem Arm durch die offene Käfigtür in der dort aufgestellten Wurfkiste berührte (sehr bequem...), gings dann so einigermaßen, die Mutter ließ ihre Babies sogar trinken. Aber als ich am nächsten Tag nur für ein halbes Stündchen zum Einkaufen ging, das Käfigtürchen hatte ich in weiser Voraussicht schon zugemacht, traf mich fast der Schlag, als ich nach meiner Heimkehr mitten im Zimmer, d.h. mindesten 2 m vom Käfig entfernt, eines der Babies auf dem Teppich fand! Es war absolut unmöglich, dass das Kleine von selbst aus der Wurfkiste gefallen war, die Mutter muss es in hohem Bogen über die Wände der Wurfkiste, gezielt durch die Stäbe des Käfigs nach draußen geworfen haben... Übrigens war es das gleiche mit der Schramme auf dem Kopf.
ch war heilfroh, als schließlich nach 3 - 4 Tagen endlich der Knoten platzte - von Stund an war sie die liebevollste Mami, die man sich nur vorstellen kann, hat ihre Kleinen gehegt und gepflegt und sogar die beiden 4 Wochen älteren Kätzchen aus einem anderen Wurf "mit-adoptiert". Und das Kätzchen mit der Schramme auf dem Kopf (die man übrigens zeitlebens auf dem Kopf fühlen konnte) ist als Liebhabertierchen zuhause geblieben - unser liebes, liebes Shannahlein, das unser Leben unglaublich bereichert hat, bis sie im Alter von nicht ganz 10 Jahren wegen altersbedingter Nierenprobleme leider die Regenbogenbrücke überschritt. Ein unvergessenes Kätzchen und ein unvergessenes Wurferlebnis...
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och selbst wenn bei der Geburt alles gut gegangen ist, ist man noch lange nicht aus dem Schneider... Viele Mütter entwickeln während der Aufzuchtszeit einen starken Schutztrieb, können überraschend aggressiv auf überneugierige (oder selbst giftelnde, da durch die neue Situation unsicher gewordende) Mitkatzen, Hunde oder Kinder reagieren, was geradezu lebensgefährlich werden kann - da hilft manchmal nur noch, Mutter und Kinder bis zum Kätzchen-Auszug strikt von anderen zu separieren (wobei es jedoch keine Garantie gibt, dass man später alle Tiere auch wieder problemlos miteinander vergesellschaften kann. Manche vertragen sich nie mehr - die einzige dauerhafte Lösung: schnellstmögliche Abgabe einer der streitbaren Parteien). Aber auch sonst brauchen Mutter und Katzenkinder die nächsten Wochen und Monate noch viel Aufmerksamkeit und Pflege. Haben Sie ausreichend Zeit und Geduld dazu? Die Babies sollen schließlich zu gut sozialisierten, gesunden und glücklichen Kätzchen heranwachsen können, die auch ihren neuen Besitzern viel Freude machen.
ie zuverlässige Benutzung des Katzenkistchens und die Aufnahme fester Nahrung lernt sich nicht von alleine. Dann sollen die Kätzchen ja auch nicht verdummen. Damit sie sich an alle möglichen Haushaltsgeräusche und auch an fremde Menschen gewöhnen, muss man ihnen frühzeitig und regelmäßig Gelegenheit geben, ihre Umwelt zu erkunden. Bedenken Sie, dass die Babies dabei bis zur Abgabe allerlei Unsinn anstellen können, da kann schon mal das eine oder andere Möbelstück und die restliche Wohnungseinrichtung wie Tapeten, Teppiche, Kissen darunter leiden. Außerdem muss man ständig auf die Sicherheit der Babies bedacht sein. Nichts herumliegen lassen (Verschluck- oder Verletzungsgefahr), besonders in der Anfangszeit stets beaufsichtigen (der herzhafter Biss mit nadelspitzen Babyzähnchen in ein Stromkabel kann buchstäblich tödlich enden, genauso wie sie nur zu schnell irgendwo hilflos steckenbleiben oder auf andere Art verunfallen können...) und auch ein wenig "trainieren" (kleine Katzenkinder neigen z.B. dazu, so wie die Erwachsenen anstatt auf sicherem Weg hinunterzuklettern, einfach aus großer Höhe vom Kratzbaum zu springen - das "Wie" muss man ihnen erst zeigen) bzw. "erziehen" (sie an die Benutzung des Kratzbaums gewöhnen, ihnen für ihr Spiel vermitteln, dass die Menschenhaut viel empfindlicher ist als die Haut der Katzengeschwister, usw.).
ätzchen wachsen in relativ kurzer Zeit heran, brauchen oft das Doppelte bis Dreifache an Nahrung einer erwachsenen Katze, damit steigt natürlich auch der Streuverbrauch entsprechend. Selbst bei einer nur durchschnittlichen Wurfgröße von 4 Katzenkindern hat man manchmal das Gefühl, man kommt mit dem Kistchen ausräumen und Herankarren von Futter und Streu kaum mehr nach (und auch hier gilt das Sprichwort "du bist was du isst". D.h., spart man bei der Futterqualität für Mutter und Kinder, kann das durchaus negative Auswirkungen auf die Entwicklung der Babies haben).
öchte man kein Risiko eingehen, ist es außerdem unabdingbar, für regelmäßige Entwurmungen und die nötigen Impfungen (gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche) zu sorgen. Katzenschnupfen und -seuche kann man auch an den Schuhen in die Wohnung einschleppen. Katzenseuche rafft einen Wurf in kürzester Zeit dahin, und auch der echte Katzenschnupfen ist lebensgefährlich. Selbst wenn eine befallene Katze den akuten Schnupfen überlebt, kann sie ein Dauerausscheider von Schnupfenviren werden (Gefahr für andere Katzen!) oder unter Folgeschäden wie chronischer Schnupfen und Hornhauttrübungen bis hin zur Erblindung leiden.
atürlich kann man sich viel Mühe und Geld sparen, indem man z.B. die Babies mitsamt der Mutter bis zur Abgabe in einen Zwinger oder in ein "Katzenzimmer" einbuchtet und die Katzenfamilie mehr oder weniger sich selbst überlässt, auf jegliche gesundheitliche Vorsorge/tierärztlicher Versorgung verzichtet und auch am Futter geizt. Aber es dürfte nicht allzu leicht sein, ein krankes, unterentwickeltes oder unsozialisiertes Kätzchen "an den Mann zu bringen", bzw. gibt im Nachhinein ganz schön Ärger. Was gleich zum nächsten Thema führt - der Platzierung der Kleinen...
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alls Sie daran gedacht haben, am besten gleich alle Katzenkinder selbst zu behalten, sollten Sie darauf vorbereitet sein, dass dies vor allem bei reiner Wohnungshaltung selbst bei Miniwürfen und enormen Platzangebot nicht unbedingt möglich ist. Ganz ehrlich - mehrere Kätzchen bringen ab ca. 8 Wochen aufwärts so viel Action in die Bude, haben schon mal den einen oder anderen Unsinn im Hirn, dass man irgendwann froh ist, wenn die Rasselbande ausgezogen und wieder Ruhe eingekehrt ist. Und auch die anderen, erwachsenen Katzen fühlen sich von solch wilden Youngstern oft genervt und können recht sauer reagieren (fauchen, grummeln, sich zurückziehen, aus Frust/Stress Stellen im Fell kahlschlecken, mit Unsauberkeit protestieren...), noch dazu wenn Frauchen oder Herrchen sich doch vorwiegend mit den Kleinen beschäftigt, weil diese eben recht pflege- und zeitaufwändig sind.
o manch erwachsener Kastrat, besonders ältere Tiere, kann sich mit dem ständigen Trubel, der mit einem Zuchtgeschehen einhergeht, einfach nicht abfinden. Kastraten werden auch mal ganz gerne von potenten, sprich ranghöheren Katzen gnadenlos unterdrückt oder gar schikaniert. Auch wenn es noch so schwer fällt, bleibt einem Züchter da nur die Möglichkeit, seinen "Oldies" zuliebe entweder ganz mit der Zucht aufzuhören, oder das entsprechende Tier in ein neues Zuhause zu platzieren. Gar nicht so selten bleibt da die ehemals heißgeliebte Hauskatze oder das erste Rassetier, das lediglich als kastriertes Liebhaberkätzchen erworben wurde, auf der Strecke... Kurz gesagt: Wer sich entschließt, mit der Zucht anzufangen, muss damit rechnen, dass sein Katzenbestand sich über kurz oder lang deutlich verändern wird und die eine oder andere Trennung durchaus nötig werden kann.
ber auch das Behalten von nur einem Kätzchen kann sich schwierig gestalten. In der freien Natur kommt es durchaus vor, dass die Mutterkatze ihrem Nachwuchs, hier insbesondere Kater, früher oder später mehr oder weniger handgreiflich zu verstehen gibt, er möge doch bitte gehen und sich ein eigenes Revier suchen. Daher ist es auch bei "Familienkatzen" nicht automatisch gegeben, dass sich auf Dauer alle mit allen verstehen, selbst Wurfgeschwister können recht unterschiedliche Charaktere haben, die nicht zusammenpassen.
berhaupt sollte sich jeder bewusst sein, dass die Kätzchen nicht genauso schön und lieb sein müssen wie Mutter und Vater, auch wenn eigentlich alle Voraussetzungen stimmen (beeindruckend aussehende, bezaubernde Eltern, liebevollste Aufzucht). Was machen Sie z.B. mit einem sehr ängstlichen, kratzbürstigen, oder gar behinderten Kätzchen, haben Sie für ein solches Tierchen auch schon ein gutes Zuhause parat? Was ist, wenn Sie einen großen Wurf, z.B. 6 Kätzchen oder mehr, platzieren müssten? Gibt es in ihrem Bekannten- und Verwandtenkreis tatsächlich so viele Leute, die gerade jetzt ein neues Katzenkind aufnehmen möchten? Wenn nicht, trauen Sie sich zu, auf einem anderen Weg, z.B. durch Zeitungsannoncen, liebe- und verantwortungsvolle Menschen für Ihren Katzennachwuchs zu finden?
ealistisch gesehen kann man für ein Kätzchen ohne Stammbaum, sei es auch garantiert reinrassig und noch so nett, in punkto Kaufpreis i.d.R. nicht allzuviel ansetzen (ich schreibe hier extra "i.d.R.", denn manche Leute sind wahre Verkaufsgenies und bringen selbst Mischlinge noch für teuerstes Geld an den Mann - manchmal sogar für einen höheren Preis als ein seriöser Züchter für ein reinrassiges Tier je verlangen würde. Aber wie heißt es so schön, ein Dummer geht immer mal vorbei...). Hauskätzchen müssen oft sogar verschenkt werden, um sie platzieren zu können. Dabei ist die Ansicht, was nichts oder nur wenig kostet, ist auch nichts wert, leider noch weit verbreitet.
atsächlich ist der angemessene Kaufpreis für eine Rassekatze mit Stammbaum gleichzeitig auch eine gewisse "Lebensversicherung" für das Tier. Bevor man soundsoviel ausgibt, überdenkt man es doch doppelt und dreifach, ob einem wirklich so viel an einem neuen vierbeinigen Hausgenossen liegt, oder ob es nur eine momentane Laune ist, derer man sich spätestens vor dem nächsten Urlaub bedenkenlos entledigen würde. Leider kann man in die Interessenten nicht hineinsehen, hier ist es recht hilfreich, wenn man schon ein wenig Menschenkenntnis besitzt und auch mal zwischen den Zeilen lesen kann. Auf der Seite Der Kontakt mit dem Züchter oder: Katzeninteressenten, das tägliche Brot des Züchters habe ich mal zusammengestellt, was man bei Jungtierinteressenten so alles erleben kann, bis man seine Kätzchen optimal untergebracht hat.
berlegen Sie, ob es Sie stören würde, wenn der neue Besitzer eines Ihrer Kätzchen mit seinem neuen Tier weiteren stammbaumlosen Katzennachwuchs in die Welt setzt (nachträglich stellt kein seriöser Katzenverein Papiere für ein unregistriertes Tier aus, selbst wenn man die Papiere der Eltern vorlegen könnte), und dabei Ihr Katzenkind als "Gebärmaschine" missbraucht, d.h. so oft es nur eben geht Babies produziert, egal ob die Mutterkatze noch fit ist oder nicht, oder einen Ihrer Kater alles mögliche decken lässt, um einen netten Nebenverdienst einzustreichen und er ansonsten in einem Verschlag oder dunklen Kellerraum dahinvegetieren muss, damit er nicht die Wohnung verpisst oder auf sonstige Weise "nervt". Sie glauben, dass Sie sowas zu verhindern wüssten? - - Könnte es sein, dass der Züchter Ihrer Katze auch nicht wollte, dass Sie mit ihr züchten...???
ch stöbere ja nur selten, und dann eher zufällig, in Internetanzeigen von selbsternannten "Privat- oder Hobbyzüchtern", denn da könnte es einem echt schlecht werden. Auffallend oft wird zusammen mit dem Wurf auch gleich der jeweilige Papa der Kätzchen, manchmal aber auch die Mutter - natürlich unkastriert - gleich wieder zur Abgabe angeboten. Ich vermute mal, nachdem die ersten Haltungsprobleme aufgetaucht sind, die vor allem bei einem 1 - 1 1/2-jährigen voll im Saft stehenden Kater ganz normal sind oder auftreten, wenn man sich selbst übernommen hat bzw. nicht fachgerecht mit unkastrierten Tieren umgeht. Oder man hat sich ein Kätzchen aus dem Wurf behalten, daher sind die Eltern nun überflüssig geworden. Ich glaube, man braucht nicht viel Phantasie, wie es mit solchen abgesägten Katzen abgeht, die - wie praktisch! - da schon zuchtreif, auch mal schnell bei anderen Vermehrern für ein oder zwei Würfen eingesetzt und dann immer noch unkastriert weiter- und weitergereicht werden.
a triefen die Annoncen gewisser "Hobbyzüchter", die ohne Vereinszugehörigkeit oder Papiere ihrer Kätzchen Jungtiere produzieren und in ihren Anzeigen extra hervorheben, man würde selbstverständlich *auf gar keinen Fall* an Züchter verkaufen, denn wer weiß, was sonst mit den Katzen passiert oder wo sie dann landen, geradezu vor Doppelmoral... (übrigens züchten auch die meisten eingetragenen Züchter aus Liebe und Interesse zu ihrer Rasse/ihren Katzen, anstatt zum Geldverdienen, und sind damit auch nichts anderes als Hobbyzüchter!)
eils gerade so schön ist, möchte ich Ihnen auch zu diesem Thema eine nette Anzeige aus dem Internet nicht vorenthalten...
"Wir wurden wieder beschert!!!!
Unsere Ragdoll's haben gerade 2 sehr süße Babys bekommen die wir ab Mitte Oktober
im Alter von 10 Wochen an liebevolle Hände weitergeben müssen. [ müssen??? 10 Wochen ist zumindest schon ein relativ humanes Abgabealter für den Züchter/Vermehrer, der sich hier reichlich Zeit, Nerven und Geld spart, wenn er die Kätzchen bereits platziert, aber für die Kätzchen eigentlich noch zu früh. Wenn Sie sich intensiver zu diesem Punkt informieren möchten, schauen Sie doch mal auf die Seite Wie alt soll die neue Katze sein? ]
Ohne Papiere, ohne Stammbaum, nur an Liebhaber. [ wieder mal das Übliche... ]
Festpreis: 199 Euro [ erinnert irgendwie an einen Supermarktpreis, aber es wirkt bestimmt - 199 Euro hört sich doch gleich wesentlich billiger an als 200 Euro ]
Die Katzen sind bis dahin mehrfach entwurmt und auf Wunsch, gegen Aufpreis,
gegen Katzenschnupfen sowie Katzenscheuche geimpft. [ "Katzenscheuche" - eine neue Katzenkrankheit? Ansonsten gilt: Wer ein ungeimpftes Kätzchen anbietet oder kauft, riskiert ggf. nicht nur hohe Tierarztkosten, sondern - und noch viel schlimmer - auch das Leben des Tieres, s. den Absatz notwendige Impfungen weiter oben ]
Vater: Blue-Colour-Point
Mutter: Blue-Mitted
Das Foto zeigt ein 10 Wochen altes Baby aus dem vorherigen Wurf, jedoch
sehen die kleinen wieder einmal fast genauso aus. Die Farben der Tiere
werden erst im Alter von 4 Wochen richtig sichtbar. [ gerade wenn wie bei dieser Verpaarung nur bluefarbener Nachwuchs fallen kann - wer Genetikkenntnisse hat, ist klar im Vorteil, ist die Farbe schon vor der Geburt der Kätzchen sicher. Was die Zeichnung betrifft, so kann man durchaus bereits nach ein paar Tagen die Version bestimmen, d.h. ob Colourpoint oder Mitted ]
Reservierungen sind gegen Anzahlung von mindestens 50% jetzt schon möglich [ Hut ab vor dieser Geschäftstüchtigkeit, da könnte man sich glatt noch was abschauen... Mir würde im Traum nicht einfallen, 100 Euro Anzahlung für ein Kätzchen zu leisten, wo es lediglich Fotos des letzten Nachwuchses gibt, d.h. ich nicht einmal sehe, für welches Tierchen ich überhaupt zahle. Selbst Vollgeschwister können recht unterschiedlich ausfallen, sowohl vom Äußeren als auch vom Charakter, das gilt für verschiedene Würfe, auch wenn sie die selben Eltern haben, noch viel mehr. Ich persönlich ziehe es übrigens vor, meine Jungtiere erst zu versprechen, wenn sie alt genug sind, um ihren Charakter in etwa einschätzen zu können, was m.E. nicht vor der 8. Woche möglich ist. Auf diese Weise kann ich besser beurteilen, welches Kätzchen ideal in dieses oder jenes Zuhause passen könnte ]
, vereinbaren Sie einen Besichtigungstermin."
ätzchen ohne Papiere sind für einen seriösen Züchter in keinster Weise interessant, was sollte er auch damit anfangen? Und andere Vermehrer... nun ja, wie gesagt, weiß denn der ursprüngliche Züchter der Katzen, mit denen gerade so lustig *vermehrt* wird, was mit seinen Tieren passiert? Außerdem sollte einem durchaus bewusst sein, dass ein Wurf ohne Papiere geradezu ein Anziehungsmagnet für andere Katzenvermehrer ist (die dem Besitzer des Wurfes ihre Absichten aber gewiss nicht auf die Nase binden werden). Denn wenn man schon unter der Hand züchten will, dann doch möglichst billig und ohne von einem Anwalt aufgesetzten Kaufvertrag, wie ihn diese eingetragenen Züchter oft haben und der ihnen im Ernstfall eine gute Basis für den Rechtsweg bietet...
ass zumindest die Hemmschwelle bei einem "Billigangebot"/Kätzchen ohne Stammbaum wesentlich niedriger liegt, macht z.B. diese Internet-Annonce ersichtlich: "Suche als Spielkamerad für meinen 6 Monate alten Stubentiger eine Ragdoll, gerne in Blue Bicolour, es ist aber kein Muss. Leider kann ich die hohe Schutzgebühr nicht auf einmal zahlen daher suche ich jemanden der mir auch eine Ratenzahlung anbieten könnte. Muss aber keine Papiere haben. Er oder sie sollte nicht kastriert sein" [ Dreimal dürfen wir raten warum wohl... - Und auch hier wieder das schöne Wort "Schutzgebühr". Anscheinend bürgert sich das langsam als Umschreibung für den Schleuderpreis verantwortungslos vermehrter Kätzchen ein ].
ostenlose Aushänge beim Tierarzt finde ich ok, bei Annoncen auf dem Schwarzen Brett im Supermarkt bzw. in Werbe- und Anzeigenblättchen Marke "Wühltisch" wäre ich allerdings etwas vorsichtig. Ich möchte hier extra betonen, dass man natürlich auch auf diese Weise liebevolle neue Katzeneltern für seine Jungtiere finden kann, die alles für ihr neues Haustier tun würden. Aber die Erfahrung hat doch gezeigt, dass die Seriosität der Interessenten mit dem Renommee der Anzeigenplattform steigt (was auch für Interneteinträge gilt!). Annoncen in namhaften Zeitungen bzw. Katzenmagazinen sind aber relativ teuer und auch keine Garantie auf Erfolg.
üchter, die sich nicht oder nicht nur auf den Werbeeffekt ihrer Website verlassen, falls überhaupt vorhanden, und regelmäßig inserieren, machen oft die Erfahrung, dass es manche Monate, z.B. während der Urlaubszeit, kaum bis gar keine Nachfrage zu verzeichnen gibt. Auch ist die Konkurrenz groß. Schlagen Sie mal den Tiermarkt der Wochenendausgabe einer größeren Tageszeitung auf... besonders vom Frühsommer bis zum Spätherbst wimmelt es dort oft nur so von Anzeigen, die Hauskatzen, Mischlinge und Rassekatzen mit und ohne Papiere anbieten. Bei überregionale Anzeigen, auch oder gerade übers Internet, müssen Sie damit rechnen, überwiegend Anfragen zu bekommen wie "Ihre Kätzchen sehen wirklich süß aus, das ist bestimmt die richtige Rasse für mich. Aber leider wohnen Sie in XYZ, das ist mir viel zu weit weg. Können Sie mir einen Züchter bei mir in ABC nennen?"
ofern es Ihnen nicht egal ist, wo Ihre Kätzchen landen und wie es ihnen später geht, müssen Sie sich die Zeit nehmen, die Interessenten ausreichend kennenzulernen, um entscheiden zu können, ob dies der richtige Platz ist. Schaffen Sie es, auch mal "Nein" zu sagen, wenn Sie bei einem "Bewerber" für Ihre Kätzchen ein ungutes Gefühl haben? - auch wenn das eventuell bedeuten würde, dass Sie Ihre Kätzchen noch längere Zeit, vielleicht sogar Wochen oder Monate behalten müssen, bis sich endlich ein ideales Zuhause auftut? (je älter ein Kätzchen wird, desto schwieriger kann die Platzierung werden). Können und wollen Sie die neuen Besitzer auch nach der Abgabe beraten? Bei kleineren oder größeren unerwarteten Problemen mit dem neuen vierbeinigen Familienmitglied ist die Unterstützung durch den Züchter/Vorbesitzer sehr wichtig, und trägt nicht selten ganz erheblich dazu bei, dass das neue Kätzchen nicht gleich wieder zurückgegeben, weitervermittelt, im Tierheim abgegeben oder gar ausgesetzt wird.
lles in allem ist es extrem zeitaufwändig und möglicherweise gar belastend, allen Interessenten und später vor allem auch den Käufern gerecht zu werden. Denn eines darf man nicht vergessen, je mehr Würfe/je länger man züchtet, desto mehr Katzenbesitzern ist man auch verpflichtet, und das eigentlich über jeweils das ganze Katzenleben lang.
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er eine oder andere Leser dieses Artikels mag nun sagen, "So ein Quatsch! Wenn Katzenzucht wirklich so kompliziert, teuer und anstrengend wäre, würde es doch keiner machen. Die will einen bloß abschrecken. Ist ja klar, Züchter fürchten die Konkurrenz!" Dazu kann ich nur sagen, wer es nicht selbst erlebt hat, kann sich in der Tat oft gar nicht vorstellen, dass die Katzenzucht zwar grundsätzlich viel Freude und Spaß macht, unglaublich interessant ist, man viel dabei lernt und auf tolle neue Menschen trifft, aber das ganze nicht selten auch mit einer ganzen Menge Herzeleid, Frust, Stress und enorme Kosten verbunden ist, ein Züchter muss auch auf vieles verzichten - und all das muss man einfach aushalten können, jeder muss für sich abschätzen, welche Seite überwiegt. Denn je länger man dabei ist, desto häufiger fragen sich die meisten Züchter, warum man das ganze überhaupt auf sich nimmt. Aus diesem Grund ist die Zahl der Züchter, die länger als ein paar Jahre "durchhalten", eher begrenzt. Irgendwann überwiegt ganz einfach das Bedürfnis, die emotionale Achterbahn zu verlassen und wieder Ruhe ins Leben einkehren zu lassen.
ch selbst gehöre zwar zu den Züchtern, die schon relativ lange dabei sind, aber ich züchte auch nur in *sehr kleinem* Rahmen. Und sogar da brauche ich ab und an einfach mal ein oder zwei Jahre Babypause, um mich danach wieder richtig auf neuen Katzennachwuchs freuen und mit neuem Elan "ans Werk" gehen zu können. Denn auch ich hatte in der Vergangenheit schon so einige Momente, wo ich am liebsten alles "hinschmeißen" wollte. Aber noch halte ich durch :-), es wird sich zeigen wie lange...
rgänzung März 2009: Beim Ausmisten habe ich eine vor ca. 8 oder 9 Jahren, jedenfalls gerade noch DM-Zeit, aus einer Münchner Tageszeitung ausgeschnittene herrlich kuriose Anzeige wiedergefunden, über die ich mich auch heute noch scheckig lachen könnte. Ich hab's im Internet überprüft, die angegebene Handy-Nr. ist immer noch aktiv. Also kein Witz oder Aprilscherz. Die Annonce hat man sich damals übrigens richtig was kosten lassen, stand gleich unübersehbar an erster Stelle des Tier-/Katzenmarktes, mit großer Schrift und Rahmen. Also:
"Katzenliebhaber ? Jeden Monat DM 1000,- Einnahme, (Da) Vegetarier verkaufen UNGERN Maine Coon Zucht: 2 weibl.Jungtiere ("Tiger"), jungen Kater (schwarz) mit Papiere! Am liebsten Familie mit Kindern, DM 3000,-. Telefon: XYZ"
ut ab, dass man offenbar gerade noch rechtzeitig gemerkt hat, dass man mit der (lebensnotwendigen!) Fleischfütterung seiner Katzen nicht zurechtkommt und sich für die einzige wirkliche Alternative entschieden hat - die Abgabe der Tiere. Anscheinend wollte man sich mit diesen Katzen selbst eine Zucht aufbauen. Dass man den ursprünglichen Kaufpreis beim Verkauf möglichst wieder reinholen möchte, indem man sie als Zuchttiere weitergibt, ist vielleicht für die Katzen selbst nicht unbedingt ideal, aber auch nicht wirklich verwerflich. Doch der absolute Hammer ist, dass man es mit dieser Anzeige allen Ernstes auf einen unbedarften Katzenliebhaber abgesehen hat, dem man die Katzen für teures Geld aufs Auge drücken kann, indem man ihm weismacht, man könne mit einer Katzenzucht echtes und vor allem regelmäßig eingehendes Geld verdienen.
ch weiß natürlich nicht, ob die Annonce Erfolg hatte und der Anbieter auf diese Weise seine Tiere an den Mann gebracht hat. Aber eines kann ich auf jeden Fall schon mal sagen, nämlich dass der neue Besitzer dann mit Sicherheit nur zu schnell feststellen musste, dass es einfach utopisch ist, mit einer kleinen Zucht mit 1 Kater und 2 Katzen 500 Euro pro Monat, d.h. aufs Jahr gerechnet, 6.000 Euro zu verdienen. Außerdem - jeden Euro, den man möglicherweise durch die Katzenzucht einnimmt, hat man vorher schon mindestens 3 x ausgegeben, vorausgesetzt man betreibt seine Zucht seriös und ausschließlich im Interesse der Katzen. Und die unzähligen Stunden, Tage, Wochen, Monate... die man exklusiv seinen Tieren und deren Nachwuchs widmet, kann einem sowieso niemand zahlen. Wenn ich auf einen Schlag alles Geld zurückbekäme, das ich im Laufe der Jahre für meine Minizucht ausgegeben habe, ginge es mir richtig gut...
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n diesem letzten Absatz möchte ich nun noch einige Fragen zum Thema "Zuchtbeginn" veröffentlichen, die mir im Laufe der Zeit gestellt wurden. Bitte beachten Sie, dass die Antworten meine persönliche Meinung widerspiegeln, andere Züchter machen es vielleicht ganz anders.
Wie oder wo lernt man am besten etwas über Genetik und Zucht?
Beides lernt man am leichtesten von anderen, erfahrenen Züchtern. D.h. es ist schon mal von ganz großem Vorteil, wenn man seine ersten Zuchttiere bei einem Züchter kauft, der nicht nur schon lange dabei ist und daher auch schon viel gesehen, sondern sich vor allem auch entsprechend intensiv mit diesen Themen befasst hat (leider gibt's auch Züchter, die schon X Würfe produziert haben, aber eigentlich immer noch ahnungslos sind..., genauso wie Leute, die erst relativ kurze Zeit züchten, sich jedoch schon vieles angeeignet haben). Dieser Züchter sollte natürlich auch bereit sein, sein Wissen weiterzugeben und in allen Lebenslagen und für jegliche Fragen u. Probleme jederzeit Ansprechpartner zu bleiben.
Selbstverständlich können auch Infos im Internet u. aus Büchern / Zeitschriften / Clubmagazine weiterhelfen. Aber ich habe doch den meisten Nutzen aus der Freundschaft mit anderen Katzenzüchtern gezogen (nicht unbedingt Ragdoll-Leute, da diese Rasse doch noch eine echte Rarität war). Da es damals noch kein Internet gab, waren z.B. Treffen auf Katzenabenden der örtlichen Gruppe im Verein sowie regelmäßige Ausstellungs-Fahrten zusammen mit Züchtern anderer Rassen - auf diese Weise sieht man auch mal über seinen eigenen Tellerrand - für mich sehr sehr wichtig, interessant und hilfreich (wie Sie vielleicht gelesen haben, war ich die ersten Jahre nur Liebhaber, vielleicht mal mit einer gelegentlichen Ausstellung pro Jahr, erst 5 Jahre später hatte ich meinen ersten Wurf. Trotzdem habe ich vorher - und auch nachher - enorm gelernt, und lerne selbst nach über 20 Jahren Katzenerfahrung immer noch dazu. In der Katzenzucht gibt es tatsächlich nichts, was es nicht gibt...).
Auf was kontrollieren Sie Ihre Katzen, bevor es zur Verpaarung geht?
Bevor ich mit einer Katze züchte, muss sie natürlich rundum gesund sein. Sie muss mir gefallen, ich verspreche mir
etwas aus dieser bestimmten Verpaarung, sie darf keine Fehler haben, mit
denen ich nicht leben kann, Charakter und Immunsystem sollte ok sein. Vor
dem Zuchteinsatz gibt es einen Bluttest auf Leukose, und auch die Blutgruppe
wird getestet. Außerdem wird ein rassespezifischer DNA Test durchgeführt, und
da ich jetzt so langsam chocolate und lilac züchten möchte, ist auch in
dieser Hinsicht der eine oder anderen DNA-Farbtest nötig (außerdem wird nochmal der Impfpass überprüft, vom Verein her ist neben der normalen Katzenschnupfen- und Katzenseucheimpfung zusätzlich eine gültige Leukoseimpfung vorgeschrieben, genauso wie die Kennzeichnung jedes Zuchttieres per Microchip). Jede
Katzenrasse hat ihren Rassestandard, je mehr eine Katze diesem entspricht,
desto besser. Genauso gibt es bei jeder Rasse die eine oder andere
Schwachstelle, auch die sollte man als Züchter kennen und seine Katzen
entsprechend darauf kontrollieren - und ggf. versuchen, diese zumindest
herauszuzüchten.
Wieviel Geld sollte man in der Hinterhand haben, bevor man ans züchten
denkt? Wieviel haben Sie denn zusammengespart?
Ich denke da so an 1000 Euro, oder wäre das zu wenig?
Einen bestimmten Betrag kann man eigentlich nicht benennen, den man parat
haben sollte. Man kann etliche Jahre Glück haben, und außer den
normalen Ausgaben für Futter, Streu und Impfungen sowie eine Ergänzung bzw. Austausch der "Zuchtausrüstung" und des Zubehörs wie Wurfkiste, Wurfeinlagen, Kittenkratzbäume, usw. - und der einen oder anderen evtl. "aufgearbeiteten" Wohnungseinrichtung (Tapeten, Teppiche, Kissen, ggf. aber auch mal ein "richtiges" Möbelstück - oder ganze Böden im Falle eines wirklich übel markierenden Deckkaters...) fällt nichts großartiges
an. Aber es kann einen auch urplötzlich treffen, und völlig unerwartet muss
man ein paar tausend Euro für Tierarzt o.ä. hinblättern. Zumindest sollte
man immer so viel Geld übrig haben, dass man mal für eine größere
Tierarztrechnung gewappnet ist und es einem auch nichts ausmacht, wenn die
Nachwuchskätzchen erst mit 6 Monaten oder gar später einen neuen Platz
finden - oder aus irgendeinem Grund gar wieder zurückkommen und dem Ex-Besitzer der Kaufpreis
zurückzuerstatten ist.
Wie vereinbaren Züchter denn ihre Würfe und die Pflege der Katze mit ihrer Arbeit? Katzenzucht ist soweit ich weiß ein FULLTIMEJOB, zumindestens während der Zeit in der die Jungen noch nicht abgegeben sind. Nun muss man ja damit rechnen, dass man eventuell eine Frühgeburt erfährt, also mindestens 5 Tage vorher daheim sein. Dann 16 Wochen Babys aufziehen, da kommt man auf knapp 4 Monate und ich habe nur 30 Tage Urlaub...
Zucht und Büro lassen sich durchaus vereinbaren, vorausgesetzt man plant seine Würfe nur für diese Zeit, in der man auch tatsächlich Urlaub nehmen kann (Rücksicht auf Kollegen und den Arbeitsbetrieb), und die Arbeitsstelle ermöglicht eine gewisse Flexibilität, z.B. durch Gleitzeit. Es ist aber auch sehr wichtig, dass man im Notfall auch mal zwischendurch kurzfristig freinehmen könnte.
Ein Restrisiko bleibt natürlich, echte Frühgeburten sind möglich, aber ich persönlich würde insbesondere bei "gefährlichen" Geburten wie eine zu erwartende Blutgruppenunverträglichkeit strikt ab dem 63. Tag nach der Verpaarung daheim bleiben, ansonsten "auf Verdacht", wenn ich das Gefühl habe, heute könnte es soweit sein, ganz sicher aber ab dem 65. Tag (und ich würde die Tage vor dem errechneten Geburtstermin zur Sicherheit auch nicht voll ausreizen, d.h. ggf. lieber mal früher Feierabend machen).
Mit Glück - so wie ich es die ersten Würfe erlebt hatte - kann man ca. ein, zwei Tage nach der Geburt, sobald man eben weiß, alles läuft paletti, wieder beruhigt in die Arbeit gehen (aber dann nicht unbedingt Überstunden machen, sondern zur Kontrolle, vor allem in der ersten Woche, möglichst pünktlich/früher heimkommen oder der Katze vertraute Familienangehörige, Nachbarn, Freunde gelegentlich nach Mutter und Kinder sehen lassen). Sofern alles klappt, ist das für den Züchter eigentlich die leichteste Zeit, denn die Katzenmama sorgt vorwiegend für die Kleinen, da gibt's noch nicht so viel zu tun. Aufwändig wird's hier erst, sobald die Kätzchen bei normaler/guter Milchleistung der Mutter ab ca. der 4 Woche zugefüttert werden müssen und außerhalb der Wurfkiste stubenrein werden sollen.
AAABER - und das habe ich in der Zwischenzeit nun schon einige Male erlebt: Sollte die Mutter von Anfang an aus irgendeinem Grund ganz ausfallen oder zumindest ein Katzenkind oder gar alle Babies mit der Hand gefüttert werden müssen, müssen Sie mindestens 3 Wochen lang rund um die Uhr alle 2 - 3 Stunden parat stehen u. füttern (schon nach spätestens 1 Woche fühlt man sich hier wie ein Zombie, der Schlafmangel ist schon ganz erheblich). Nach der 3. Lebenswoche wird's ein bisschen leichter, denn dann kann man bereits ein wenig hochwertiges Dosenfutter mit viel Kalorien (z.B. A/D vom Tierarzt) mit einmischen, das länger anhält. Trotzdem ist es gut, wenn man in einem solchen Fall noch bis zum Ende der 4. Woche ganz zuhause bleiben könnte. Zumindest sollte man bis einschl. der 6. Woche in der Mittagspause mal schnell für eine Zwischendurch-Fütterung nach Hause fahren können (oder jemand finden, der für einen in dieser Zeit einspringt) und vielleicht nicht bis ultimo am Abend im Büro bleiben.
Kurz: Zur Sicherheit sollte man für jeden Wurf rund 4 Wochen Urlaub einplanen, wenn man ihn nicht braucht, umso besser.
Falls Züchter nicht arbeiten gehen (ist sowas möglich?) woher nehmen sie das Geld?
Leider sind nur die wenigsten Züchter finanziell in der Lage, nicht in die Arbeit zu müssen. Wer den ganzen Tag bei seinen Katzen zu Hause ist, ist vermutlich a) ziemlich reich :-), b) der Lebenspartner verdient genug, so dass ein Verdienst ausreichend ist, c) hat einen Job, der von daheim erledigt werden kann, d) nutzt die Erziehungszeit der Kinder für die gleichzeitige Kätzchenaufzucht (hier muss man jedoch sehr aufpassen, auch noch beidem ausreichend gerecht werden zu können), e) ist bereits in Rente, oder f) man ist arbeitslos/lebt von Hartz 4 und verdient sich mit den Katzen ein kleines Zubrot - oder versucht gar von der Katzenzucht zu leben (gilt je nach Höhe der Einkünfte ggf. auch für Punkt e) . Aber da umständebedingt an allen Ecken und Enden gespart werden muss, hat es eben in keinster Weise etwas mehr mit echter, verantwortungsvoller Zucht zu tun sondern nur mit Vermehrung. Und das kann speziell ohne entsprechenden finanziellen Hintergrund ganz schnell ganz böse ins Auge gehen - und geht immer auf Kosten der Katzen und der Käufer).
Ich habe gelesen, dass man beim Verein XYZ eine stammbaumlose Katze
registrieren lassen und dann dieser den eigenen Zwingernamen geben kann.
D.h. man kann einen Stammbaum anfordern. Ich werde versuchen für
meinen Kater einen zu bekommen, also mich bei XYZ
anzumelden.
Einer Katze ohne Stammbaum einen Abstammungsnachweis auszustellen, ist meiner Meinung nach nicht korrekt.
Für mich ist ein Verein eher fragwürdig, der
alles registriert was 4 Beine hat, Hauptsache Bargeld lacht. Es
ist schon seltsam, wenn z.B. die eigene Katze auf einer Ausstellung mit
einem Birma-Ragdoll-Mischling konkurrieren muss, der logischerweise ohne
Stammbaum gekauft wurde. Und obwohl der Verein wusste, dass es ein Mischling
ist, bekam er einen Stammbaum als Ragdoll. Hmm, sowas lässt tief blicken, was die Seriosität eines Vereins betrifft... und da wollte ich persönlich keinesfalls Mitglied sein.
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