liebe Kätzchen für liebe Menschen

 


© Renate Wald, Ciara's Ragdolls


Kater Kastration, Katzen Sterilisation
(Kater kastrieren, Katze sterilisieren)

 

Es hat sich zwar eingebürgert, beim Kater vom "Kastrieren" und bei der Katze vom "Sterilisieren" zu sprechen, aber tatsächlich ist der bei beiden Geschlechtern üblicherweise durchgeführte Eingriff eine Kastration, d.h. die operative Entfernung der Hoden bzw. der Eierstöcke. Eine Sterilisation wird allenfalls auf ausdrücklichen Wunsch des Katzenbesitzers ausgeführt, denn hier werden Kater und Katze lediglich mittels Durchtrennung der Samen- bzw. Eileiter unfruchtbar gemacht, ihr Geschlechtstrieb bleibt jedoch erhalten - mit all seinen negativen Begleiterscheinungen.

 

 

 



Warum kastrieren? oder: Das Geschlechtsleben von Katze/Kater


Rund um die "Katzenhochzeit" - kein Vergnügen, sondern für alle Beteiligten echter Stress!

So manch frischgebackener Katzenbesitzer fühlt sich bei dem Gedanken recht unwohl, sein Kätzchen später einmal kastrieren zu lassen. Man will "nicht in die Natur eingreifen" oder möchte seinem Vierbeiner "den Spaß nicht verderben". Die Natur ist jedoch nur auf die Arterhaltung ausgerichtet und kümmert sich nicht darum, ob den Tieren das Fortpflanzungsritual Spaß macht oder nicht. Egal ob Katze oder Kater, für beide bedeutet das Geschlechtsleben vor allem Stress! Und auch für den Besitzer ist die Haltung eines potenten Tieres nicht immer ein pures Honigschlecken...


Katzen werden durchschnittlich mit 9 - 10 Monaten geschlechtsreif, was teilweise auch rassebedingt ist, d.h. kompakte Langhaarkatzen tendieren zu einem späteren Termin, agile Schlank- bzw. Kurzhaarrassen sind da eher frühreif. Es ist jedoch zu beobachten, dass sich dieser Zeitraum - wie beim Menschen auch, wo die Pubertät heutzutage immer früher einsetzt - mehr und mehr verkürzt. In extremen Einzelfällen schießen die Hormone nun sogar bereits im Alter von 4 - 6 Monaten ein.


Bei Katern macht sich das gerne mit vorwiegend nächtlichen "Gesängen" bemerkbar - bevorzugt an der Haustüre oder im Bad, wo es schön hallt, damit auch alle anderen Hausbewohner von den sehnsüchtigen Rufen nach einer kätzischen Braut etwas mitbekommen. Oft gehen diese Katergesänge mit den ersten Markierversuchen einher: Alles Mögliche wie Wände, Möbel, Teppiche wird mit einem gezielten Strahl scharfriechendem Urin eingeduscht. Die Hinterlassenschaften noch recht junger Kater bzw. Kater mit weniger ausgeprägtem Hormonspiegel müffeln meist deutlich weniger bis kaum wahrnehmbar, aber auch solche Urinflecken oder -spritzer überall sind nicht gerade lustig. Ich glaube, das Gesicht des Katerbesitzers, der um 4 Uhr morgens aufwachte, weil ihm sein Jungspund gerade haarscharf neben das Kopfkissen gepinkelt - UND während der Nacht unbemerkt bereits rundum die gesamte Bettdecke versifft hatte, kann man sich nur zu gut vorstellen... Bei einem freilaufenden Kater hat der Besitzer gelegentlich das Glück, dass der häusliche Bereich verschont bleibt, aber dafür im Katerrevier draußen umso stärker markiert wird, was vor allem die Nachbarn "freut" - wer hat schon gerne Raubtiergeruch an seinen Autoreifen oder an der Terrassentür?


Unkastrierte Kater können launisch oder depressiv werden, wenn sie keine Möglichkeit zum Decken haben. Mitkatzen oder -kater in der Wohnung, egal ob willig oder nicht, werden gerne für "Übungszwecke" (Aufreiten) missbraucht oder auf andere Weise belästigt (plötzliche "Überfälle" und Rangeleien). Freigänger überwinden auf der Suche nach einer geeigneten Katzendame oft große Entfernungen und sind dabei besonders gefährdet, überfahren zu werden oder auf sonstige Art zu verunfallen bzw. auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden. Die manchmal monatelange Abwesenheit oder das dauerhafte Verschwinden eines unkastrierten Katers kann aber auch daran liegen, dass besonders jüngere Tiere die ständigen Auseinandersetzungen mit einem überlegenen Kater scheuen und sich deshalb entscheiden, aus dem umkämpften Gebiet "auszuwandern".


Echte Revier- und Konkurrenzkämpfe mit anderen Katern sind der Gesundheit nicht gerade zuträglich: unwiderruflich zerfledderte Ohren, ein zerkratztes Auge oder Abszesse unter der Haut, die sich durch einen gezielten Krallenhieb eines kätzischen Gegners gebildet haben, verursachen hohe Tierarztkosten. Ganz zu schweigen von lebensbedrohlichen Krankheiten wie Leukose oder FIV (Felines Immunschwäche-Virus), die beim direkten Kontakt mit fremden Katzen/Katern übertragen werden können.


Die Paarungsbereitschaft der Katze nennt man "Rolligkeit". Typische Rolligkeitsmerkmale: die Katze hat eine zeitweise erhöhte Temperatur, sie presst sich flach an den Boden, streckt ihr Hinterteil in die Höhe, mit einem seitlich gestellten Schwanz. Zwischendurch stößt sie gurrende bis röhrende Klagelaute aus, die teilweise schon an Lärmbelästigung grenzen. Sie wälzt/rollt sich wie wild auf dem Boden, frisst kaum oder nichts, oder erbricht ihr Futter nach jeder Mahlzeit, manchmal gibt es auch Durchfall. Rollige Katzen urinieren häufig, putzen sich oft am Hinterteil oder haaren stark. Es kam schon vor, dass unerfahrene Katzenbesitzer bei diesen Symptomen eine schwere Erkrankung ihres vierbeinigen Lieblings befürchteten und eiligst den Tierarzt aufsuchten.


Viele rollige Katzen vermitteln den Eindruck, sie wären "ferngesteuert" - ihr ganzes Trachten ist auf das Gedecktwerden ausgerichtet. Selbst vor dem Futternapf wird da noch der Schwanz seitlich gehalten, es könnte ja ein Kater vorbeikommen. Andere wiederum müssen sich erst an diesen besonderen Zustand gewöhnen und wirken - besonders während ihrer ersten Rolligkeit - mehr oder weniger hilflos und verwirrt. Im Gegensatz zu läufigen Hunden bluten rollige Katzen übrigens nicht, denn der Eisprung wird erst mit dem Geschlechtsakt ausgelöst. Ein rötlicher (oder gelblicher = Eiter) Ausfluss könnte daher auf eine Gebärmutterentzündung oder ähnliches hinweisen, hier ist definitiv ein umgehender Tierarztbesuch angeraten.


Die Ohren und die Maske dieser Pointkatze ist übersät mit "gebrindelten" Haaren. An eine Ausstellungsteilnahme ist hier frühestens nach dem nächsten Fellwechsel wieder zu denken
Jede Rolligkeit ist für die Katze Stress in Reinkultur, was auch Auswirkung auf das aktuelle Immunsystem haben kann (Schwächung der Abwehrkräfte). Da viele rollige Katzen kaum Futter aufnehmen oder bei sich behalten, ist in dieser Zeit eine deutliche Gewichtsabnahme nicht ungewöhnlich. Bei Pointkatzen wie Ragdoll, Siam und Birma werden während der Rolligkeit gerne die Blutbahnen an der Rückseite der Ohren durch eine Fellaufhellung deutlich sichtbar, oder sie bekommen sogar "gebrindelte", d.h. abwechselnd weiß und farbig gestreifte Haare in der Gesichtsmaske und an den Ohren (vermutlich alles durch die Temperaturerhöhung/eine stärkere Durchblutung der Haut), und es dauert eine ganze Weile, bis sich die Fellfarbe wieder normalisiert. Andere Katzen in der Wohnung, selbst wenn sie ebenfalls unkastriert sind, fühlen sich durch das Verhalten von rolligen Katzen oft genervt und können ziemlich sauer reagieren - was nicht unbedingt zum Frieden in der Katzengruppe beiträgt.


Rollige Katzen sind übrigens ebenfalls wahre Experten darin, die geeignetsten Plätze auszuwählen, damit ihre durchdringenden Rufe nach einem Bräutigam weithin Gehör finden (Nachtruhe ade!) und in der ganzen Wohnung zu markieren, um durch ihren "Duft" potente Kater von nah und fern anzulocken (die sich wiederum markierenderweise auf Ihrem Grundstück oder - falls sie die Möglichkeit haben, irgendwie ins Haus einzudringen - sogar in Ihrer Wohnung "verewigen" können).


Zum Glück markieren nicht alle rolligen Katzendamen (gleich stark), sonst wäre eine Katzenzucht in der Wohnung überhaupt nicht denkbar. Aber im Laufe der Jahre kann man als Züchter die tollsten Sachen erleben. Z.B. eine Katze, die im Wohnzimmer ca. alle 30 cm zwei, drei Tröpfchen Urin auf dem Teppichboden versprühte, und das alle Wände entlang. Oder eine andere, die zack-zack genau 1 x pro Rolligkeit einen Riesensee mitten auf die Bettdecke setzte - und die es *immer* irgendwie schaffte, egal wie sehr man aufgepasst hat. Oder total verrückt: das "Rollweib" hüpfte zum Markieren extra in die obere Etage eines Regals - was ihr sonst nicht mal im Traum eingefallen wäre, denn Ragdolls springen nicht sehr gerne oder hoch - und verewigte sich stets an der gleichen Stelle, nämlich hinter einer silbernen WMF-Anbietschale, ein Erbstück der Oma...


Und auch für freilaufende rollige Katzen ist ein erhöhtes Gesundheits-/Verletzungsrisiko nicht zu unterschätzen. Allein schon der sog. Nackenbiss des Katers, mit dem die Kätzin bei der Paarung festgehalten wird, kann zu einer ernsthaften Wundinfektion/einem Abszess im Genickbereich der Katze führen und ist - neben dem eigentlichen Deckakt - gleichzeitig ein idealer Übertragungsweg für Leukose- oder FIV-Viren.


Die Rolligkeit dauert ca. 3 - 7 Tage. Eine Katze wird normalerweise 2 - 3 Mal pro Jahr rollig, und wenn sie nicht gedeckt wird, auch öfter bis hin zur Dauerrolligkeit. D.h. die Rolligkeitssymptome hören überhaupt nicht mehr auf, oder eine Rolligkeit folgt der nächsten, mit nur einer kleinen Pause dazwischen. Die ständigen Hormonschwankungen können zu einer lebensgefährlichen eitrigen Gebärmutterentzündung (Pyometra) oder anderen Gesundheitsproblemen führen, unkastrierte Katzen sind auch für Krebserkrankungen, besonders in der Gesäugeleiste, anfällig.


Mit der Verabreichung von Hormonen kann man zwar versuchen, sowohl Katze als auch Kater "ruhigzustellen", aber während die Katze tatsächlich mit der "Pille" nicht mehr rollig wird (es scheint aber auch Katzen zu geben, bei denen die Pille nach längerer Gabe nicht mehr anschlägt), zeigen Hormone bei Katern nur selten die gewünschte Wirkung. Außerdem ziehen Hormongaben bei beiden Geschlechtern stets ein stark erhöhtes Gesundheitsrisiko nach sich (vor allem Krebs, Diabetes, bei der Kätzin auch Gebärmutterentzündung, vor allem wenn z.B. die Pille in punkto Dosierung und Häufigkeit der Eingabe nicht richtig auf die jeweilige Katze abgestimmt wurde - unterschwellige Rolligkeitsanfänge, die immer wieder durch die nächste, routinemäßige Hormoneingabe abgewürgt werden, sind brandgefährlich!!) und sind daher nur in Ausnahmefällen empfehlenswert. Falls wirklich einmal irgendwelche Hormongaben nötig werden sollten, würde ich persönlich jederzeit Tabletten bevorzugen, da man die Wirkungsweise und -dauer bei Hormonspritzen nur wenig einschätzen kann.


Aber selbst wenn man zu den wenigen glücklichen Katzenbesitzern gehört, deren erwachsene unkastrierte Tiere die "Unarten" nicht oder nur sehr abgeschwächt zeigen, die für potente Kater/Katzen typisch sind und man damit problemlos mit ihnen zusammen leben kann, gibt es einen weiteren wichtigen Punkt, der für die Kastration spricht: die Katzen-Überpopulation.


Interessehalber haben Katzenfreunde mal ausgerechnet, wieviele Nachkommen ein einziges Katzenpärchen mit "Kindern und Kindeskindern" nach 10 Jahren produzieren könnte, wenn man von nur 2 Würfen im Jahr mit durchschnittlich 4 Jungen ausgeht, inkl. Berücksichtigung einer entsprechenden Verlustrate durch frühzeitigen Tod, Unfruchtbarkeit, usw. - und sind trotzdem noch auf die unglaubliche Zahl von rund 70 Millionen Tiere gekommen! Wo und wie sollten so viele Katzen ein neues Zuhause finden, liebevoll umsorgt und verpflegt werden?


Angesichts der überquellenden Tierheime verbietet sich der Freilauf von unkastrierten Tieren daher eigentlich von selbst, und auch eine bewusst in Kauf genommene Verpaarung will gut überlegt sein. "Den-Kindern-einmal-das-Wunder-der-Geburt-zeigen-wollen" ist gewiss kein guter Grund für "nur mal einen Wurf". Leider gibt es immer wieder Katzen, die wegen ihrer Trächtigkeit ausgesetzt wurden, einige hatten wenigstens das Glück, auf die eine oder andere Weise bei einer Tierschutzorganistation zu landen. Wer unbedingt eine Katzengeburt erleben möchte und gleichzeitig etwas wirklich Gutes tun will, sollte sich einmal beim örtlichen Tierschutz umsehen. Vielleicht ist es Ihnen möglich, dort eine trächtige Katze auf Lebenszeit zu adoptieren, die Jungtiere aufzuziehen und in Zusammenarbeit mit dem Tierheim im richtigen Abgabealter ein super Plätzchen für sie zu finden. Manche Tierheime sind aber auch schon froh, wenn sich wenigstens eine zeitweise Pflegestelle für die Katzen bietet, bis sie in ein endgültiges Zuhause vermittelt werden können.


Ich gehöre zwar selbst der Gilde der "Rassekatzenzüchter" an, trotzdem bin ich der Ansicht, dass auch die gezielte Rassekatzenzucht eine Gratwanderung und nur akzeptabel ist, wenn man deren Ziel in der Verbesserung der Rasse sieht, anstatt in der Produktion und dem Verkauf von möglichst zahlreichem Nachwuchs. Jemand der seine Würfe aufzieht, ohne sie in einem seriösen Katzenverein registrieren zu lassen, sich sonst keinerlei Gedanken zur Rasse macht, und dem es letztendlich auch egal ist, wo die Kätzchen später landen, Hauptsache Bargeld lacht, ist in meinen Augen nur ein sinnloser Vermehrer und kein Züchter.


Dass eine Katze vor der Kastration wenigstens einmal Junge gehabt haben muss, ist ein altes Ammenmärchen. Ein Wurf trägt weder zur charakterlichen Festigung, noch zum körperlichen Wohlbefinden bei, ganz im Gegenteil. Hat die Mutterkatze einen Charakterfehler, ist z.B. scheu oder aggressiv, so kann sich das durchaus auf den Nachwuchs vererben. Und wenn man Pech hat, gibt es vor, während oder nach der Geburt Komplikationen, wie z.B. ein notwendiger, teurer Kaiserschnitt, die im Ernstfall sogar das Leben der Mutterkatze gefährden können. Oder falls die Mutter ganz ausfällt, müssen die Babies wochenlang rund um die Uhr versorgt werden (Fütterungen alle 2 Stunden, usw.) - eine wirklich nervenzehrende, erschöpfende Aufgabe. Alles in allem sollte möglicher Katzennachwuchs gut überlegt sein, wenn Sie mögen und Zeit haben, lesen Sie doch mal meinen Artikel "Nur mal ein Wurf...
oder: Unsere Katze soll auch mal Nachwuchs haben!
". Übrigens werden besonders im Frühjahr und Sommer viele Katzen nochmal rollig, wenn ihr Wurf so um die 5 - 6 Wochen alt ist. Es gab aber auch schon Fälle, wo die Mutterkatze nur wenige Tage nach der Geburt wieder rollig - und ungeplant gedeckt wurde...


Es liegt in der Natur der Sache, dass ein Züchter sich mit dem gesamten, z.T. recht unangenehmen Verhaltensrepertoire und den eventuellen Problemen unkastrierter Tiere herumschlagen muss. Als Nicht-Züchter kann man sich und seinen schnurrigen Fellträgern deshalb gar nichts besseres antun, als sie im richtigen Alter kastrieren zu lassen. Bei kastrierten Tieren verschwindet der Sexualtrieb (speziell bei Katern kann die Umstellungszeit ca. 3 - 4 Wochen oder länger dauern), und all die oben genannten Schwierigkeiten gehören normalerweise der Vergangenheit an.


In einer Studie der Universität München anhand fast 4.000 untersuchter Katzen wurde übrigens festgestellt, dass kastrierte Kater die im Durchschnitt höchste Lebenserwartung hatten, gefolgt von kastrierten Kätzinnen. Unkastrierte Kater wurde dagegen durchschnittlich nur 5,1 Jahr alt. Somit trägt die Operation (natürlich i.V.m. den wichtigen Schutzimpfungen) auch deutlich dazu bei, dass man viele, viele schöne Jahre mit seinem vierbeinigen Liebling genießen kann.


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In welchem Alter kann eine Katze/ein Kater kastriert werden?


Bis vor ein paar Jahren galt allgemein der Grundsatz, Katzen/Kater erst nach Eintritt der Geschlechtsreife zu kastrieren - d.h. Katzen frühestens nach der ersten Rolligkeit und Kater, sobald es im Katzenklo etwas strenger zu riechen beginnt oder der Kater anfängt zu markieren bzw. andere "Vollkater-Anzeichen" zeigt. Auch heute noch sind einige Leute der Ansicht, dass erst ab einer gewissen Reife/einem gewissen Alter, z.B. ein Jahr, der Harntrakt so ausgebildet ist, dass Kater später weniger zu Harngrießproblemen neigen. Außerdem wird befürchtet, dass bei einer zu frühen Kastration bei beiden Geschlechtern der Kopf der Tiere zu klein bleiben könnte. Auf der anderen Seite sagt man früh kastrierten Tieren zuweilen nach, sie würden länger wachsen und damit größer werden, da sich die Wachstumsfugen der Knochen erst später schließen, wenn die Keimdrüsenhormone fehlen.


Langjährige Studien weisen jedoch zwischenzeitlich darauf hin, dass das Alter des Tieres bei der Kastration keinen Einfluss auf die Gesundheit und die weitere Organentwicklung des Katers/der Katze hat. Und was die Größe betrifft, so kann man wahrscheinlich nicht unbedingt erwarten, dass ein sehr jung kastrierter Kater die typischen Katerbacken entwickelt, die sich auch bei Vollkatern normalerweise erst im Lauf der Zeit herausbilden. Ansonsten konnte ich, zumindest bei meiner Rasse, den Ragdolls, noch keine deutlichen Unterschiede zwischen früher oder später kastrierten Tieren feststellen. Katzen/Kater, die bereits als Jungtier groß zu werden versprachen, wuchsen auch zu mächtigen, eindrucksvollen Vertretern ihrer Rasse heran, egal wann kastriert wurde. Und eher zierliche Exemplare blieben meist auch später so. Trotzdem mag es rasse- oder linienbedingte Unterschiede geben. Falls Sie Ihren schnurrigen Liebling vom Züchter haben, fragen Sie doch einfach mal nach den Erfahrungen Ihres Züchters.


Meiner Meinung nach gibt es eigentlich keine Faustregel für das ideale Kastrationsalter, es kommt stets auf das jeweilige Tier und die jeweilige Situation an. Ich selbst tendiere zwar rein gefühlsmäßig für eine eher spätere Kastration, so ab 10 - 12 Monate, aber manchmal ist ein früher Eingriff einfach nötig, und bis jetzt habe ich dabei auch noch keine negativen Erfahrungen gemacht. Eine frühzeitige Kastration ist z.B. anzuraten, wenn man ein Geschwisterpärchen aufgenommen hat, und der Kater rutscht schon bald und andauernd auf seiner Schwester herum - diese ständigen Belästigungen sind sehr stressig für ein Katzenmädchen. Außerdem sind solch frühe und vor allem viel zu enge Verpaarungen unter allen Umständen zu vermeiden. Der Kater merkt es i.d.R. als Erster, wenn sich eine Gelegenheit bietet, egal ob verwandt oder nicht. So schnell kann man gar nicht schauen, bis eine Katze gedeckt ist (d.h., wenn man eine Verpaarung unbedingt verhindern möchte. Aber wehe, der Katzennachwuchs ist sorgfältig geplant - dann klappt es oft ewig nicht...).


Auch bei einem sehr willensstarken sog. "Alphatier", das sich schon bald als "Rudelchef" etablieren möchte, oder ein Kater, der frühzeitig geschlechtsreif wird und mit seinem Verhalten die ganze Familie nervt, würde ich nicht mehr allzulange mit der Kastration warten. Weibliche Tiere kann man ggf. noch eine Weile mit Hormonen "herüberretten", aber wenn man später nicht mit der Katze züchten möchte (Achtung: Hormongaben sind nicht ungefährlich - siehe die Ausführungen bei "Warum kastrieren? oder: Das Geschlechtsleben von Katze/Kater"), warum dann mit der Kastration warten?


Die meisten Tierärzte sind heutzutage gerne bereit, eine Kastration bereits ab dem 6. bis 8. Lebensmonat vorzunehmen, vorausgesetzt das Tier ist gesund und körperlich und seelisch entsprechend entwickelt. Man hat herausgefunden, dass bei Hunden eine Kastration vor Eintritt der Geschlechtsreife dazu beitragen kann, spätere Krebserkrankungen zu vermeiden. Ob das auch für Katzen gilt, ist noch etwas unklar. Aber Kater, die kastriert wurden, bevor sie hormonbedingt zu markieren begannen, hatten jedenfalls auch später keine Probleme damit. Je länger ein Kater markieren "darf", desto größer ist die Gefahr, dass er auch nach der Kastration nicht mehr damit aufhört.


Allerdings konnte ich feststellen, dass einiges im geschlechtlichen kätzischen Verhaltensrepertoir auch angeboren sein muss und sich scheinbar nicht erst entwickelt, wenn die Hormone einschießen. So war ich anfangs sehr erstaunt, dass unser American Curl-Kater, den ich im Alter von 5 Monaten und bereits kastriert aus den USA nach Deutschland geholt hatte, als Erwachsener ganz genau wusste, wann eine Katze rollig war und was damit zu tun sei. Sofern es sich nicht um eine ranghöhere Katzendame handelte, vor der er großen Respekt hatte, saß er promt und professionell wie ein echter Deckkater auf, obwohl er nie gelernt haben kann, "wie es geht". Jedes Mal nach Beendigung der Rolligkeiten erlosch das Interesse unseres Curls am "Decken" wieder vollständig.


Echte Frühkastrationen sind hierzulande noch recht umstritten und werden bis dato auch nur von sehr wenigen Tierärzten praktiziert, meist ausschließlich auf ausdrücklichen Wunsch des Züchters. Die USA war Vorreiter der Methode, Kätzchen bereits im zarten Alter von 7 - 12 Wochen zu kastrieren.


Während unser Tierschutzgesetz untersagt, gesunde Katzen und Hunde einzuschläfern, ist in den USA die massenhafte Tötung von herrenlosen Vierbeinern an der Tagesordnung, um das Tierelend wenigstens einigermaßen unter Kontrolle zu halten. Tatsächlich werden pro Jahr in den USA Millionen von heimatlosen Katzen und Hunden eingeschläfert, die nicht innerhalb einer bestimmten Zeit, oft nur ein paar Tage, ein Zuhause finden. Sog. "No-Kill Shelters", d.h. Tierheime, die wie bei uns üblich alle aufgenommenen Tiere füttern und pflegen, bis sie vermittelt werden können, sind eher selten. Dabei haben vor allem Jungtiere eine Chance, "adoptiert" zu werden. Und damit diese in ihrer neuen Familie nicht wiederum für neuen Nachwuchs sorgen, begann man, bereits Hunde- und Katzenwelpen vor der Abgabe zu kastrieren. Nachtrag: Im März 2008 wurde in Los Angeles/USA sogar ein Gesetz verabschiedet, das jeden Hunde- und Katzenhalter zur Kastration seines Tieres bis spätestens zum Alter von 4 Monaten verpflichtet!


Aber selbst in den USA sind längst nicht alle Tierärzte bereit, Tiere in einem so jungen Alter zu kastrieren, und es ist zuweilen recht schwierig, eine entsprechende Praxis zu finden, die nicht nur willig, sondern auch kompetent ist. Die Kastration von solch jungen und kleinen Kätzchen stellt in der Tat spezielle Anforderungen an die Narkose und Operationsmethode. Und es ist sicher auch nicht immer ganz so einfach, potentiellen Käufern ein frühkastriertes Kätzchen "schmackhaft" zu machen. Viele sind erst mal schockiert, wenn sie hören, dass das Kätzchen bereits unfruchtbar gemacht wurde. Abgesehen davon können die Katzenkinder natürlich auch erst etwas später als sonst in ihr neues Zuhause umziehen. Eine gleichzeitige Impfung, Kastration und Abgabe wäre mit knapp 3 Monaten wahrlich zu stressig für das Tier.


Trotzdem setzen sich Frühkastrationen in den USA immer stärker durch und sind mittlerweilen nicht nur im Tierschutz, sondern auch unter Züchtern sehr beliebt. Ein Jungtier bereits kastriert abzugeben, ist sicherlich eine exzellente Maßnahme, um zu verhindern, dass mit dem Tier später unter der Hand gezüchtet bzw. "vermehrt" wird und es somit vor skrupellosen Geschäftemachern zu schützen. Außerdem wird berichtet, dass um die 12 Wochen alte Kätzchen den Eingriff viel problemloser und schneller verarbeiten würden, als 5 Monate alte oder ältere Tiere. Für den neuen Besitzer wiederum hat es den Vorteil, dass er sich nicht mehr selbst um die Kastration seines Lieblings kümmern muss. Gegner der Frühkastration führen an, dass noch nicht ausreichend geklärt ist, ob auch Spätfolgen im Alter ausgeschlossen sind. Nun, es wird sich zeigen, ob im Lauf der Zeit die Frühkastration auch bei uns Fuß fassen wird.


Im Gegensatz zum Menschen kommen unsere Feliden nicht in die Wechseljahre. D.h., noch mit 15 Jahren und länger sind sie fortpflanzungsfähig und es kann zu unerwünschtem Nachwuchs kommen. Hier gibt es z.B. die fast unglaubliche aber wahre Geschichte einer 18 Jahre alten Perserkatze, die wegen ihrer sehr seltenen und kaum merklichen Rolligkeiten nie kastriert wurde. Eines Tages war sie bei der Tochter der Besitzerin in Urlaubspflege, die vom unkastrierten Zustand der Perser keine Ahnung hatte und deren eigener junger Kater auch noch nicht kastriert war. Es kam wie es kommen musste - die Perser wurde trächtig und bekam auf ihre alten Tage auf einen Schlag 7 (!) Junge, ihr allererster (und letzter) Wurf... Zum Glück hat sie die Geburt unter Aufsicht eines Tierarztes und die Aufzucht der Babies trotz ihres hohen Alters problemlos überstanden, es hätte aber auch ganz anders ausgehen können. Übrigens: Die Perserkatze wurde fast 23 1/2 Jahre alt.


Was das Höchstalter für eine Kastration angeht, so gibt es keine bestimmte Grenze. Unser ältester "Neukastrat" bisher war unsere Neala, die im Alter von 8 Jahren kastriert wurde (siehe Operationsfotos unten). Aber auch der Eingriff bei einem weitaus älteren Tier sollte eigentlich kein Problem darstellen, solange es vor der Kastration gründlich vom Tierarzt durchgecheckt und für operationsfähig erklärt wurde.


Eines möchte ich nach einigen Anfragen noch ergänzen: Sollte eine Katze "versehentlich" gedeckt worden sein, z.B. weil man nicht damit gerechnet hat, dass sie schon so früh rollig wird und man möchte den Wurf vermeiden (die Katze ist noch zu jung für eigenen Nachwuchs, man möchte nicht zum Tierelend beitragen/hat erkannt, dass die optimale Aufzucht eines Wurfes ein sehr verantwortungsvolles, zeitaufwändiges und ggf. auch teures Unternehmen ist, dem man derzeit nicht gerecht werden kann), kann sie noch locker nach einer beobachteten Deckung oder je nachdem selbst merkbar trächtig kastriert werden. Hat man seine Katzen gerade "in flagranti" erwischt, würde ich Katze und Kater umgehend voneinander räumlich trennen bzw. eine Freiläuferin ab sofort sicher im Haus behalten und gleich nach Beendigung der Rolligkeit einen OP-Termin ausmachen. Ist die Katze dagegen schon in einem fortgeschrittenen Stadium der Trächtigkeit, erkundigen Sie sich bitte bei Ihrem Tierarzt über das weitere Vorgehen (evtl. ist eine vorherige Untersuchung angesagt, oder ähnliches).


Und noch ein Nachtrag aufgrund einer Anfrage, ob man eine gerade säugende Katzenmami problemlos kastrieren lassen könnte bzw. sollte, die Babies wären zum vom Tierarzt empfohlenen Termin rund 1 Monat alt, der keinerlei Vorbehalte hätte - "die Babys kommen mit, dürfen vor der OP noch mal trinken und danach geht es normal weiter" (Katze war trächtig zugelaufen, nun sollte eine weitere Trächtigkeit natürlich möglichst vermieden werden). Hmm, bei einer reinen Wohnungskatze, bzw. einer Freigängerin, die man relativ problemlos während der Aufzuchtszeit im Haus behalten kann, ist dies einfach zu beantworten. Hier würde ich auf jeden Fall warten, bis die Kätzchen selbstständig und alt genug sind, am besten bis nach der vollständigen Impfung der Kleinen.


Hinsichtlich der Milchproduktion ist eine Kastration wahrscheinlich kein Problem. Ich konnte es kaum glauben, aber die Katze eines anderen Züchters wurde anlässlich eines nötigen Kaiserschnitts sozusagen gleich in einem Aufwasch kastriert und konnte anschließend trotzdem ihre Babies ganz normal säugen und aufziehen (eine gewisse Wartezeit mag allerdings nötig sein, bis zumindest die Narkose vollständig abgebaut ist, damit die Stoffe nicht über die Milch an die Babies übertragen werden und die Mami richtig "ausgeschlafen" ist, hier kann der Tierarzt sicher Aukunft geben). Allerdings darf man nicht vergessen, dass eine OP doch eine körperliche Belastung und damit zusätzlicher Stress ist, den eine Katzenmama in der Aufzuchtsphase nicht unbedingt braucht. Ältere Kätzchen sind wesentlich aktiver als Neugeborene, wenn es um die Einnahme und Behauptung der persönlichen Zitzen geht. Ob bei dem Gerangel am Bauch der Mutter eine frische OP-Wunde, sei sie auch noch so klein, da so angenehm ist? Dann bleibt natürlich auch ein gewisses Restrisiko, dem man die Mutter und die Katzenkinder aussetzt, was etwaige Krankheitserreger betrifft, die immer, selbst in einer noch so gepflegten Praxis, vorhanden sein können (genauso wie in einem Krankenhaus). Von daher ist es sicher ebenfalls ein Vorteil, wenn die Babies bereits älter - oder noch besser - eben schon geimpft sind. Mit 7 oder 8 Wochen steckt man z.B. einen simplen Durchfall viel einfacher weg (oder bekommt ihn erst gar nicht) als mit 3 oder 4 Wochen, da könnte es nur zu leicht lebensgefährlich werden.


Handelt es sich - wie in dem Anfragefall - jedoch um eine eingefleischte Freigängerin (oder wird die Katze alsbald nach der Geburt gar dauerrollig, was echte Probleme bereiten kann), kann man als Außenstehender schlecht raten. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Katzen einen ganz schönen Aufstand machen können, wenn sie sich "eingesperrt" fühlen, insbesondere rollige Tiere :-). Hier muss man schon seeeehr entschlossen sein, die Katze im Haus zu behalten. Außerdem wird - wie schon oben erwähnt - gerade der Rolligkeitsanfang oft übersehen und ein Draußenkater nutzt ratzfatz seine Chancen, bevor der Besitzer überhaupt gemerkt hat, dass die Hormone umgeschlagen haben. Am besten man lässt sich in aller Ruhe sämtliche "Für und Wider"- Punkte durch den Kopf gehen, und - ggf. nach einer eingehenden Beratung beim Tierarzt - entscheidet dann einfach das, bei dem man das beste Bauchgefühl hat.

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Ist die Kastration gefährlich, gibt es negative Auswirkungen?


Eine Kastration gehört zwar zu den absoluten Routineoperationen, aber wie bei jedem Eingriff besteht doch immer ein gewisses Operationsrisiko, das sich vor allem auf unvorhersehbare Narkose-Nebenwirkungen und Nachblutungen bezieht. Um wenigstens im Vorfeld alle vermeidbaren Risiken auszuschließen, sollte man seinen vierbeinigen Liebling deshalb im Idealfall nur einem erfahrenen Tierarzt mit gut ausgerüsteter Praxis anvertrauen, der auch einfache Operationen wie eine Kastration ernst nimmt, und für den es selbstverständlich ist, alle nötigen Untersuchungen (Überprüfung der Herztätigkeit, etc.) vor und während der OP durchzuführen und die Narkoseart und -dosierung sorgfältig dem jeweiligen Tier anzupassen.


Aktuell rollige Katzen sollten nur ausnahmsweise kastriert werden (z.B. bei absoluter Dauerrolligkeit, oder bei Verdacht auf "versprengtes Eierstockgewebe", siehe Rollig trotz Kastration?). Bei einer Rolligkeit ist das Gewebe stark durchblutet, was das Operationsrisiko um ein vielfaches erhöht (und in der Rolligkeit könnte es eher mal vorkommen, dass Eierstock-Gewebe während der OP leichter einreißt, was gerade zu diesem ominösen "versprengtes Eierstockgewebe" führen kann). Früher war es gang und gäbe, einer rolligen Katze, die ja sowieso kastriert werden soll, Hormontabletten vom Tierarzt zu geben, um die Rolligkeit vorzeitig abzubrechen. Nach einer Wartezeit von ca. 1 Woche bis 10 Tage nach den letzten Rolligkeitssymptomen konnte die Katze dann problemlos operiert werden. Inzwischen sind aber einige Tierärzte so gegen Hormongaben, nicht mal kurzzeitig, dass sie lieber eine rollige Katze kastrieren als irgendwelche eventuellen Spätfolgen durch die Hormone zu riskieren. Andere Tierärzte weigern sich dagegen strikt, eine rollige Katze auf den OP-Tisch zu legen, hier muss man als Katzenbesitzer dann doch selbst entscheiden und sich ggf. bei verschiedenen Tierärzten umhören.


Einmal war es auch bei mir so weit - meine Begeisterung hielt sich sehr in Grenzen, als eine Katze ausgerechnet am Morgen ihres Kastrationstermins erste Rolligkeitsanzeichen zeigte. Da sie von Haus aus in recht kurzen, d.h. 2-Wöchigen Abständen rollte, war es schon schwierig gewesen, diesen bestimmten Termin "dazwischen" auszumachen. Somit war es doch sehr fraglich, ob da eine OP-Verschiebung etwas gebracht hätte. Wie es der Teufel gewollt hätte, wäre es beim nächsten Mal vielleicht wieder ganz genauso ausgegangen. Ein Anruf beim Doc ergab, dass es für ihn kein Problem war, ob rollig oder nicht. Also kam das Katzenfräulein trotz Rolligkeit unters Messer, Gott sei Dank klappte auch alles wie üblich. Trotzdem würde ich weiterhin "freiwillig" keine rollige Katze operieren lassen (und keinesfalls in der Hochrolligkeitsphase), aber in diesem Fall war es vermutlich das Sinnvollste gewesen.


Einige Katzenbesitzer befürchten, ihr Tier könnte nach der Kastration fett und faul werden. Tatsächlich legen die einen oder anderen Katzen und Kater nach dem Eingriff ganz schön an Gewicht zu, besonders wenn es sich um ein reines Wohnungstier handelt. Meiner eigenen Erfahrung nach liegt das weniger darin begründet, dass Kastraten Futter besser verwerten oder sich plötzlich weniger bewegen würden, sondern sie scheinen wirklich mehr Hunger zu haben oder beginnen, aus Langeweile zu futtern. Viele unkastrierte Katzen/Kater sind eher zu dünn und deshalb schadet es eigentlich nichts, wenn sie endlich mal etwas "auf die Rippen bekommen". Daher sollte man einfach mal beobachten, ob sich eventuelle anfängliche "Fressanfälle" nach einiger Zeit normalisieren und ein erreichtes, noch akzeptables Gewicht langfristig beibehalten wird.


Etliche Vertreter sehr großer und schwerer Rassen entwickeln überhaupt erst nach dem Wegfall der Geschlechtshormone den gewünschten massiven Körperbau. Besonders bei Langhaarkatzen wird einige Zeit nach dem Eingriff auch die Verbesserung der Fellstruktur deutlich - nicht selten überraschen Kastraten ihre Besitzer mit einer vorher noch nie dagewesenen Haarpracht. Kurz gesagt - normalerweise sieht ein kastriertes Tier einfach besser aus, da sich der Körper nicht mehr mit den ständigen Hormonschwankungen auseinandersetzen muss. Aus diesem Grund werden auf Ausstellungen kastrierte und unkastrierte Katzen auch stets getrennt voneinander gerichtet.


Übrigens habe ich es auch schon erlebt, dass eine Katze nach der Kastration erst so richtig "aufgeblüht" ist. Bereits als wir unsere Tora als Jungtier bekamen, war sie unheimlich träge. Alle Versuche, sie zum Spielen zu animieren, schlugen fehl. So hatte sie sich im Laufe der Zeit doch ein ganz schönes Ränzlein angefuttert, bis Tora im Alter von 4 Jahren kastriert wurde. Plötzlich wurde sie aktiv, hatte Freude am Spiel - und nahm ganz von alleine ab. Heute hat sie eine perfekte Figur und frisst nur so viel, wie sie auch braucht.


Besonders in ländlichen Gebieten werden Katzen nicht nur als Schmusetier gehalten, sondern erfüllen auch eine wichtige Aufgabe als Mäusefänger. Bedenken, dass ein kastriertes Tier weniger oder vielleicht gar nicht mehr jagen würde, sind normalerweise unbegründet. Da die zeitaufwändige Braut-/Bräutigamsuche und die Jungtieraufzucht bei einem Kastraten wegfällt, bleibt viel mehr Zeit und Muße, sich der Jagd zu widmen. Außerdem verstärkt sich die Bindung zum Haus.


Zuweilen wird eine Kastration auch aus Angst vor möglichen Charakterveränderungen der Katze/des Katers herausgezögert. Tatsächlich kann nach der Kastration häufig eine Änderung des Verhalten beobachtet werden, allerdings deutlich hin zum Positiven. Die meisten Kastraten sind noch viel anhänglicher, verschmuster, ausgeglichener und verträglicher als vorher - manchmal ist es wirklich erstaunlich, was ein paar Hormone - oder besser: das Fehlen davon - bewirken können.


Ein einziges Mal habe ich von einem Kater gehört, der seit der Rückkehr vom Tierarzt nach der Kastration völlig verstört sein soll. Aber ehrlich gesagt kann ich mir nicht ganz vorstellen, dass dies von der Kastration an sich hervorgerufen wurde. Wenn die OP ausschlaggebend war, dann vermutlich eher durch ein Negativ/Schock-Erlebnis in der Narkose oder Aufwachphase, wo die Sinne der Katzen leicht überstrapaziert werden können. Denkbar wäre z.B., dass die Narkose nicht richtig dosiert war, d.h. das Tier doch das eine oder andere mitbekommen hat. Oder es mag schon reichen, wenn sich neben der Katzen-Aufwachbox zufällig ein Hund die Seele aus dem Leib gejault oder gebellt hatte bzw. etwas mit lautem Karacho heruntergefallen ist (oder, so wie es mir ein Katerbesitzer schilderte, eine schlechte Erfahrung vor der eigentlichen OP: Dem Tier war es noch vor der Narkosespritze gelungen, vom Behandlungstisch herunterzuspringen und sich in der hintersten Ecke zu verstecken. Der Tierarzt fing den armen Kater recht unsanft mit dem Kescher ein, der diesen Horror sicher nicht so schnell vergessen wird... Hier hilft nur viel Geduld und Verständnis, evtl. auch eine Behandlung mit Bachblüten). Deshalb ist es auch in dieser Hinsicht wichtig, eine erfahrene und gut organisierte Praxis auszusuchen, wo jeder seinen Job ernst nimmt und stets im Interesse der Patienten handelt.


Bestimmte Erfahrungen in einer einflussreichen Phase nach der Narkose können ggf. aber auch sehr positive Auswirkungen haben... Unser damaliger Cockerspaniel musste, erst 9 Monate alt, wegen eines irgendwo gefressenen Stück Drahtes leider am Magen operiert werden. Da ich ja in der Praxis arbeitete, assistierte ich auch während der OP und dachte mir, na dann kann ich bei der Gelegenheit gleich noch nach dem Gebiss sehen. Einmal kurz mit den Ultraschallgerät über die Zähne, mit liebevollem, beruhigendem Lob, denn Sandy wurde langsam wach. Große Überraschung und Freude, Sandy ließ sich von da an willig und problemlos stets ohne Narkose per Ultraschall die Zähne reinigen - sonst kaum denkbar - was dazu beitrug, dass sie selbst in hohem Alter noch schneeweiße, bestens erhaltene Zähne hatte.


Katzen-Zoff ist allerdings vorprogrammiert, wenn sich sensible Mitkatzen vor dem anhaftenden "Tierarztgeruch" und den unbeholfenen oder ruckartigen Bewegungen der von der Restnarkose noch etwas benebelten Katze so graulen oder gar bedroht fühlen, dass sie ungewöhnlich aggressiv auf den gerade nach Hause gekommenen Katzenkumpel reagieren. Im schlimmsten Fall ist das zwischenkätzische Verhalten auf Dauer so gestört, dass die Tiere nur noch mit Müh' und Not, manchmal aber auch gar nicht mehr, aneinander gewöhnt werden können. Dieses Problem kann man aber bestens umgehen, indem man die frisch kastrierte Katze für ca. 24 Stunden, zumindest aber bis zum nächsten Morgen, strikt von ihren Mitkatzen trennt, bis sich die Narkose vollständig abgebaut hat und auch der gewohnte Eigengeruch der Katze zurückgekehrt ist. Ein allen Tieren ins Fell eingeriebener, intensiv duftender Babypuder (reines Talkum) überdeckt evtl. vorhandene Rest-Fremdgerüche und schafft einen neuen, einheitlichen "Familiengeruch".


Sollte allerdings der extreme Ausnahmefall eingetreten sein, dass sich die Tiere auch nach ein, zwei Tagen noch deutlich feindlich gegenüberstehen (bitte unbedingt darauf achten, dass es dabei zu keinen Kampfhandlungen kommt, daher die erste Zusammenkunft zwar entspannt, aber stets aufmerksam und eingriffsbereit beobachten), muss konsequent so lange getrennt werden, bis sämtliche Feindseligkeiten verschwunden sind, mit Schritt-für-Schritt-Annäherung, z.B. mittels Unterbringung der Katzen, so dass sie sich zwar sehen, hören und riechen, aber keinesfalls zu nahe kommen, geschweige denn angreifen können. In einem solchen Fall kann auch Homöopathie bzw. Bachblüten-Gaben recht hilfreich sein. Weitere Infos unter Verhaltensprobleme bei Katzen - Die Zusammengewöhnung von zwei oder mehr Katzen.


Speziell in einem Mehrkatzenhaushalt mit "gemischtem Bestand", d.h. kastrierte und unkastrierte Katzen/Kater, kommt es gelegentlich vor, dass ein Tier nach der Kastration seinen angestammten Platz in der Katzengruppe verliert und in der Hierarchie mehr oder weniger nach unten abrutscht. Normalerweise spielt sich die neue Rangordnung in der nächsten Zeit auch problemlos von selbst ein. Auseinandersetzungen zwischen Katzen sehen oft gefährlicher aus als sie tatsächlich sind, je weniger der Mensch sich einmischt, desto besser. Bedenklich wird es nur, wenn der neue Kastrat plötzlich unübersehbar und andauernd von anderen Mitkatzen traktiert und/oder unterdrückt wird. In einer solchen Situation muss rasch eingeschritten werden, um ernsthafte Verletzungen an Leib und Seele der Tiere zu verhindern.


Allgemeine Tipps einer Verhaltensexpertin: Den Stärkeren in seiner Stellung unterstützen, ihn also zuerst begrüßen, zuerst füttern, zuerst streicheln (ich persönlich bin allerdings der Ansicht, dass man den Aggressor auch ausbremsen muss und kann - immerhin bin *ich* hier sozusagen die Oberkatze in der Familie und bestimme, was abgeht. Aber welche Methode am erfolgreichsten erscheint, ist wohl von Fall zu Fall verschieden und muss vom Besitzer entschieden werden, der sein Tier selbst am besten kennt). Jedenfalls muss es für den Unterlegenen stets genügend Rückzugsmöglichkeiten geben. Psychisch unterstützend kann eine Bachblütentherapie wirken, außerdem tragen evtl. Wohlfühl-Pheromone (Felifriend) zur Entspannung bei, das es als Spray oder Zerstäuber für die Steckdose beim Tierarzt gibt. Ggf. die Katzen bei einem Spezialisten für Verhaltenstherapie vorstellen.

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Operationsvorbereitung und -nachsorge


Verschiedene Quellen empfehlen homöopathische Arnika D 30-Gaben ab ca. 3 Tage vor der Operation, was Blutergüsse und Schwellungen verringern und eine rasche Wundheilung unterstützen soll, und ich habe auch bei mir selbst (Bauch- und Knie-OP) sowie bei meinen Katzen nur gute Erfahrungen damit gemacht. Mittlerweile gibt es aber Hinweise darauf, dass Arnika vor der Operation gegeben gerade eine erhöhte Blutungsneigung auslösen könnte und deshalb zur Sicherheit erst nach der Operation verabreicht werden sollte. Ich mache es daher seit einigen Jahren so, dass ich erst ca. 1 Std. vor dem tatsächlichen Eingriff 1 x Arnika gebe (das jeweilige Tier wird immer erst unmittelbar vor der OP abgeliefert, damit es nicht noch etliche Wartezeit in der Klinik verbringen muss und ist dank des Arnikas nach dem Eingriff bereits im "Heilungsmodus"), und wieder (dann plus Traumeel-Tablette, siehe Info weiter unten), sobald die Katze richtig wach und belastbar ist. Da Homöopathie sowieso am Besten wirkt, wenn die Gabe über die Schleimhaut aufgenommen wird, weiche ich auf einem Untertellerchen eine Tablette mit 1 - 2 Tropfen Wasser gerade so auf, dass das ganze mit dem Finger zerdrückt nicht flüssig davonschwimmt, sondern noch problemlos an der Fingerkuppe haftet und mit einem schnellen Wisch von der Seite her in die innere Backentasche oder auf die Zunge gestrichen werden kann.


Genauso sollte man wohl vorsichtshalber von der vorherigen Gabe von Bachblüten (Notfalltropfen/Rescue) für ängstliche Tiere absehen. Denn auch hier gehen die Meinungen sehr auseinander. Während einige Tierärzte den Einsatz der Tropfen vor einem Eingriff befürworten, raten andere neuerdings davon ab, mit der Begründung, dass die Notfalltropfen ggf. dazu beitragen, dass das Narkosemittel nicht oder nur sehr verzögert wirkt. Das kann jedoch dazu führen, dass erst mal nachdosiert werden muss, wobei die volle Wirkung des Narkotikums vielleicht erst Stunden später eintritt und es dann im schlimmsten Fall durch die Überdosierung zu einem Herzversagen des Patienten kommt.


Manche tun es zwar als Aberglauben ab, aber selbst einige renommierte Chirurgen aus der Humanmedizin halten sich an den Mondkalender. Vielleicht ist ja tatsächlich etwas Wahres daran (der Mond hat durch seine Anziehungskraft nachweislich großen Einfluss auf jegliches Wasser, siehe allein Ebbe und Flut. Und Mensch und Katze bestehen mit rund 60 % doch aus einer ganz erheblichen Menge Wasser...), ich achte jedenfalls stets darauf, dass chirurgische Eingriffe (außer Notfall-OPs natürlich) niemals bei Vollmond oder Neumond durchgeführt werden. Man sagt, dass Wunden in dieser Zeit länger und stärker bluten, Verletzungen langsamer und schlechter heilen als sonst. Außerdem gibt es weitere Mondphasen, die für Eingriffe in bestimmten Körperregionen als ungünstig gelten - z.B. bei Kastrationen, wenn der Mond im Skorpion steht. Falls Sie mehr über den Mondkalender erfahren möchten, sehen Sie sich doch mal - besonders am Jahresanfang - im Buchhandel um oder stöbern Sie im Internet.


Normalerweise werden bei der Kastration der Katze nur die Eierstöcke entfernt. Theoretisch könnten also auch kastrierte Katzen später mal eine Gebärmutterentzündung bekommen, obwohl sowas eher weniger zu erwarten ist. Die übliche OP-Methode "nur Eierstöcke" ist damit grundsätzlich nicht verkehrt. Sollte Ihre Katze allerdings schon mal irgendwann in ihrem Leben Hormone bekommen haben oder andere zusätzliche Risikofaktoren vorliegen, wäre es schon weitaus überlegenswerter, ob zur Sicherheit auch gleich die Gebärmutter rausgenommen wird. Das macht eine OP jedoch aufwändiger (die Katze wird einen längeren Schnitt mit etlichen Fadenknoten mehr haben, da die Bauchdecke deutlich weiter geöffnet werden muss) und damit entsprechend teurer. Und da eine zusätzliche Gebärmutterentfernung eben von den meisten Tierärzten nicht routinemäßig durchgeführt wird, muss sie i.d.R. auch extra in Auftrag gegeben werden. Ihr Tierarzt wird Sie bei Bedarf zu diesem Thema gerne weitergehend beraten - und sollte Ihnen eigentlich auch Bescheid geben, falls er bereits vorab der Ansicht ist, dass während des Eingriffs irgendwelche Abweichungen zur sonstigen OP-Routine zu erwarten sind, die sich insbesondere finanziell auswirken werden


(so wurde ich einmal von einem Katzenbesitzer gefragt, ob es stimmt, dass sich die Kastration eines Rassetiers von der Kastration einer Hauskatze unterscheiden würde. Sein Tierarzt hätte ihm nach der OP erklärt, dass "etwas mehr" hätte gemacht werden müssen, eben weil es eine Rassekatze war. Hier war ich doch etwas überrascht, so etwas hatte ich noch nie gehört. *Natürlich* können während des Eingriffs jederzeit irgendwelche unvorhersehbare Komplikationen zu Tage treten. Und wie oben erwähnt, jede Katze mit "Vorgeschichte" - z.B. bekannte hormonelle Probleme oder irgendwelche Hormongaben in der Vergangenheit - könnte ein Kandidat für einen aufwändigeren Eingriff sein. Aber das gilt eigentlich für *alle* Katzen, egal ob mit oder ohne Stammbaum).


Wenn Sie den Kastrationstermin ausmachen, wird man Sie sicher auch gleich darauf hinweisen, dass Ihr Tier etwa 8 - 12 Stunden vor dem Eingriff nichts mehr fressen darf (nach neuesten Erkenntnissen muss der Wassernapf vor der Operation nicht mehr weggestellt werden. Halten Sie sich im Zweifelsfall ganz einfach an die Weisungen Ihres Tierarztes, ich persönlich lasse meine Katzen ab ca. 1 - 1 1/2 Std vor dem Termin nichts mehr trinken). Auch wenn es vielleicht schwerfällt, den bittenden Blicken seines vierbeinigen Lieblings zu widerstehen, sollten Sie unbedingt durchhalten - und vor allem auch Freilaufkatzen die erforderliche Zeit vor der OP im Haus behalten, um zu verhindern, dass sie während ihrer Touren etwas aufnehmen. Sobald die Narkose zu wirken beginnt und sich der Körper entspannt, löst ein voller Magen nämlich häufig Erbrechen aus (wirklich erstaunlich, was dabei schon alles bei vom Besitzer glaubhaft versichert "garantiert nüchternen Katzen" zum Vorschein kam. Angefangen vom Inhalt einer mindestens 400 g Dose Nassfutter, bis hin zu den leckerschmatzig zerkauten Einzelteilen einer wohl erst kürzlich erbeuteten Maus...). Die Schutzreflexe, die im Wachzustand ein Verschlucken in die Lunge schützen, sind in der Narkose ausgeschaltet und es kann böse ausgehen, wenn der Mageninhalt, insbesondere der saure Magensaft, in die Lunge gelangt. Im schlimmsten Fall entstehen irreparable Schäden, die sogar zum Tod des Tieres führen können.


Überlegen Sie schon im Vorfeld, ob es etwas gibt, das man gleich miterledigen könnte, wenn die Katze schon mal in Narkose liegt. Anbieten würde sich z.B. eine gründliche Zahnreinigung per Ultraschall, eine evtl. Tätowierung (wahrscheinlich kaum mehr durchgeführt) oder - definitiv besser, da fälschungssicher - die Kennzeichnung mittels Mikrochip. Vor einer gleichzeitigen Impfung würde ich allerdings unbedingt abraten. Leider treten heutzutage immer häufiger Impfreaktionen auf, die das betroffene Tier ziemlich beeinträchtigen können. Besonders fatal kann sich dies bei allergischen Reaktionen auswirken, die schon für einen topfiten Organismus eine große Belastung darstellen, von einem durch die Narkose und dem chirurgischen Eingriff geschwächten Körper ganz zu schweigen. Außerdem ist fraglich, ob sich der Impfschutz überhaupt komplett entwickeln kann, solange das Narkosemittel nicht abgebaut ist/sich der Körper noch nicht vollständig von der Operation erholt hat. Deshalb mit der Impfung lieber bis ein paar Wochen nach der OP warten oder zuerst impfen und den Termin der Kastration entsprechend verschieben.


Inklusive Narkose dauert die Kastration bei der Katze etwa 1 Stunde, der Eingriff beim Kater ist dagegen erheblich schneller, d.h. nach ca. 20 Minuten, erledigt. I.d.R. bleiben die frisch operierten Patienten so lange in der Tierarztpraxis, bis sie wieder in der Lage sind, selbst aufzustehen. Bei einem Operationstermin am Morgen kann man seinen vierbeinigen Liebling also normalerweise am Nachmittag unbesorgt wieder abholen. Bis dahin wird der Tierarzt mehrfach überprüfen, wie es der Katze/dem Kater geht und kann bei etwaigen Problemen sofort reagieren. Gibt man Ihnen das Tier dagegen sofort nach dem Eingriff mit, müssen Sie die Aufwachphase überwachen. In jedem Fall sollten Sie Ihren Liebling nur in einem ausreichend großen Transportbehälter abholen, wo er bequem ausgestreckt liegen kann, damit die Atmung nicht behindert wird. Während im Sommer Hitzestau und Zugluft zu vermeiden ist, sollte das Auto in der kalten Jahreszeit entsprechend geheizt und/oder zumindest der Transportkorb warm eingepackt werden, aber natürlich so, dass die Katze auch noch Luft bekommt :-).


(es scheint aber auch Tierarztpraxen zu geben, die mit unnötigen verlängerten Klinikaufenthalten und Zusatzuntersuchungen abzocken möchten. Jedenfalls traf mich fast der Schlag, als mir letzthin eine Freundin erzählte, dass die Tierklinik in ihrer Nähe Katzen nur kastriert, wenn diese bereits am Vorabend abgegeben und erst zwei Tage nach der OP wieder abgeholt werden. Nach nochmaligem Nachfragen hätte man sich *ausnahmsweise*, bereit erklärt - aber nur gegen Unterschrift und "auf eigenes Risiko" - auf die beiden zusätzlichen Kliniktage nach der Kastration zu verzichten (der vorabendliche Abgabetermin wäre allerdings immer noch obligatorisch gewesen). Und meine Freundin hätte sich dann in diesem Fall verpflichten müssen, ihre Katze zu einem zusätzlichen Nachuntersuchungstermin einen Tag nach der Kastration vorzustellen. Also das fand ich ehrlich gesagt schon ziemlich krass. Entweder traut man da den Katzenbesitzern eine korrekte Vor- und Nachsorge grundsätzlich nicht zu, oder man zweifelt an den eigenen OP-Fähigkeiten (oder auch beides)... Jedenfalls alles Gründe, die mich dazu bewegen würden, dankend auf die Dienste dieser Klinik zu verzichten, was meine Freundin dann auch getan hat. Bekanntlich leiden die meisten Katzen ganz besonders, wenn sie sich plötzlich allein in einer fremden Umgebung wiederfinden... und erholen sich bei liebevoller Betreuung durch ihren vertrauten Menschen am schnellsten. Schon allein deshalb sollte es zum Wohle des Tieres eigentlich selbstverständlich sein, den Klinikaufenthalt auf das nötigste zu beschränken und auf im Normalfall absolut überflüssige Zusatzuntersuchung zu verzichten, die besonders für eine frisch operierte Katze eine echte Zumutung sind - nochmaliger Transport, ggf. Wartezeit neben anderen Tieren mit vielleicht ansteckenden Krankheiten und erneuter Stress durch den "Weißkittel")


Wurde vom Tierarzt vor der OP eine Venenkanüle gesetzt (siehe Kastrationsbeschreibung weiter unten), könnte es sein, dass zuhause angekommen noch ein kleiner Verband an der Katzenvorderpfote zu entfernen ist. Falls der kleine Patient speziell im Falle einer sofortigen Abholung nach dem Eingriff noch nicht oder nur halbwegs wach ist, wird es noch mehrere Stunden dauern, bis sich die Narkose restlos verflüchtigt hat. In diesem Zustand kann jedoch oft die Blase noch nicht richtig kontrolliert werden. Betten Sie die Katze deshalb auf eine dicke, saugfähige Unterlage, die beim evtl. Einnässen problemlos ausgewechselt werden kann.


Stellen Sie aber trotzdem zur Sicherheit eine saubere Katzentoilette in unmittelbarer Nähe auf, manche Katzen wanken lieber mit letzter Kraft aufs Kistchen, bevor sie ihre Schlafunterlage beschmutzen. Sollte jedoch wirklich ein kleines Malheur passiert sein, möglicherweise schon beim Tierarzt, und der mehr oder weniger deutliche Uringeruch im Fell ist für Sie noch irgendwie erträglich, ist es vielleicht schon ausreichend, einfach einen Tag abzuwarten, bis die Katze anfängt, sich selbst zu putzen. Baden/so richtiges Abwaschen mit Wasser und Shampoo verbietet sich bei einer frischen OP-Wunde von selbst. Abwischen mit einem feuchten Lappen ist i.d.R. leider nicht ausreichend und kann man sich und dem Tier daher auch ersparen, denn es bleibt doch meist ein unterschwelliger Urinmuff zurück. Abhilfe schafft hier ein bisschen Babypuder oder Trockenshampoo für Katzen, das man vorsichtig ins Fell einreibt (OP-Stelle großzügig aussparen) und wieder auskämmt - neutralisiert sowohl Geruch als auch Schmutz.


Überhaupt sollte ein noch etwas narkosebenebeltes Tier möglichst warm, ruhig und etwas abgedunkelt liegen, am besten am Boden, damit es nicht irgendwo herunterfallen kann. Lautes Kindergeschrei, Radiomusik oder Fernseher, sowie grelles Licht und Nikotinschwaden sind in der postoperativen Phase eine echte Belastung für den Patienten.


Besitzen Sie noch andere Tiere, achten Sie bitte genau darauf, wie diese auf die gerade nach Hause gekommene Katze reagieren. Manche haben ihren Katzenkumpel bereits schrecklich vermisst und können es kaum mehr erwarten, ihn zu begrüßen. Die operierte Katze wird von oben bis unten geputzt, es wird gekuschelt und getröstet. Wie schon oben in der Rubrik "Ist die Kastration gefährlich, gibt es negative Auswirkungen?" erwähnt, kann es aber auch ganz anders ausgehen. Bemerken Sie auch nur den Hauch von Aggressionen oder Angstreaktionen gegenüber dem Patienten, trennen Sie die Tiere sofort voneinander, mindestens bis zum nächsten Morgen.


Ein oder zwei Tröpfchen eingetrocknetes Blut auf der Liege-Unterlage sind zwar noch nicht Besorgnis erregend, aber auf jeden Fall ein Grund, das Tier ein wenig intensiver zu betrachten. Echte Nachblutungen sind bei einer Kastration nicht normal. Sollten Sie also feststellen, dass die OP-Wunde Ihrer Katze/Ihres Kater tatsächlich fortdauernd mehr oder weniger stark blutet, kontaktieren Sie bitte umgehend Ihren Tierarzt!


Wasser und Futter erst wieder zur Verfügung stellen, wenn sichergestellt ist, dass der Patient bereits wieder so wach ist, dass er sich nicht versehentlich verschlucken kann. Falls einer Katze buchstäblich der Appetit vegangen ist/die OP sich auf ihren Magen geschlagen hat und sie auch am nächsten Tag nichts zu sich nehmen möchte, kann die Fresslust mit ein paar seitlich ins Mäulchen eingegebene/ganz hinten auf die Zunge geschobene Dosenfutterbröckchen oder anderes leicht schluckbares Futter angeregt werden (und auch gelegentliche Gaben von 2 - 3 ml mindestens zimmerwarmes Wasser per Einmalspritze ohne Nadel können sinnvoll sein). Aber wirklich nur ganz kleine Portionen, immer sanft und ohne Zwang. Ist erst mal der erste Bissen unten, fangen die Tiere dann meist auch schon von selbst wieder an zu fressen und zu trinken.


Es ist zwar eigentlich nicht zu erwarten, trotzdem schadet es nichts, wenn man eine gerade erst operierte Katze die nächsten Tage insgesamt noch ein wenig intensiver beobachtet, ob irgendwelche andere, nur indirekt mit der Kastration zusammenhängende Krankheitssymptome auftreten, wie Husten, Niesen, tränende Augen. Denn aufgrund der OP und Narkose könnte das Immunsystem ausnahmsweise doch mal etwas angekratzt sein.


Die Besitzerin einer Katze aus meiner Zucht berichtete z.B., dass sich ihr Katzenmädchen seit der Kastration täglich erbreche, und das inzwischen schon wochenlang. Der Tierarzt meinte, es wäre wohl ein Haarballenproblem und hatte nach einer Untersuchung in der Praxis lediglich Maltpaste empfohlen (was ich für absoluten Quatsch hielt. Denn sofern sich ein Tier nicht ständig intensivst die Wolle aus dem Fell rupft, kotzt eine Katze selbst bei hartnäckigen Haarballen vielleicht zwei-, dreimal, bis das Ding schließlich draußen ist. Und dann ist wieder für eine ganze Zeit Ruhe. Außerdem kannte ich ja die Katze und wusste, dass sie von Haus aus überhaupt nicht zum Erbrechen neigt). Mein erster Gedanke war, eine Magenverstimmung??? - und das wars dann wohl auch, denn das von mir empfohlene homöopath. Mittel hat umgehend gewirkt. Ja, und bei einer meiner eigenen Katzen hörte man seit dem Nachhausekommen vom Doc (allerdings nach einer Zahnbehandlung unter Narkose, keine Kastrations-OP) ein seltsames Hüsteln. Es war definitiv keine Erkältung, schließlich tippte ich auf einen möglicherweise nicht ganz korrekt gelegten Beatmungsschlauch, der die Bronchien bzw. den Hals übermäßig gereizt hatte, was wohl eine Art Fremdkörpergefühl auslöste (dieses Hüsteln hätte aber auch durch ein ständiges bzw. länger andauerndes, zwangsweise Öffnen des Mäulchen verursacht sein können). Jedenfalls war das ganze nach ca. 2 Wochen von selbst wieder verschwunden, keine extra Behandlung nötig.


Wer mit Homöopathie-Gaben die Wundheilung unterstützen möchte, dem kann ich neben dem bereits erwähnten Arnica D 30 zusätzlich oder alternativ "Traumeel" von der Firma Heel wärmstens empfehlen (in dem Kombimittel Traumeel ist Arnika zwar schon enthalten, aber in einer anderen Potenz. Deshalb bin ich mittlerweile für jegliche operative Eingriffe mit dieser Routinebehandlung *sehr* zufrieden: 10 Tage lang bzw. bis zur kompletten Abheilung 3 x täglich von beiden Mitteln gleichzeitig je eine Tablette). Aufgrund der BSE-Fälle hierzulande wurde in Deutschland - und vielleicht auch in einigen anderen Ländern - bis dato verwendete natürliche Nahtmaterialien wie das sog. "Catgut" aus Schafsdarm verboten und durch Kunstoff ersetzt. Leider wird dieses neue Material nicht von allen Katzen gleich gut vertragen, z.B. können sich als Reaktion auf das Nahtmaterial dicke "Knubbel" unter der Haut bilden. Unsere Jonah hatte nach einer Bauch-OP wochenlang eine fast Tischtennisball große Schwellung in der Unterhaut, nach 3 Tagen Traumeel-Gaben war nicht mehr das geringste davon zu sehen oder zu fühlen. Und auch bestehende Blutergüsse werden mit Traumeel sehr rasch abgebaut. Eine geringfügige Schwellung der OP-Stelle bzw. ein "kleiner harter Knubbel" dort ist jedoch ganz normal, bis sich der Unterfaden von selbst aufgelöst hat, was durchaus einige Wochen bis Monate dauern kann. Da muss man einfach ein bisschen Geduld haben und Traumeel & Co. wird das ganze vermutlich auch nicht beschleunigen. Wenn Sie also eine gewisse Erhebung sehen oder spüren, muss das nicht unbedingt gleich eine allergische Reaktion sein.


Feind Nr. 1 der problemlosen Wundheilung ist ein ständiges Schlecken und Knabbern an den Wundrändern und Fäden. Im Gegensatz zu Hunden neigen Katzen zum Glück kaum dazu, sich neben der normalen, anfangs durchaus etwas intensiveren Reinigung des OP-Bereichs übermäßig mit der Naht zu beschäftigen (bei einer ganzen Reihe Kastrationen innerhalb von 25 Jahren hatte ich nur 3 Katzen, die sich ein, zwei Fäden selbst gezogen hatten, aber erst so spät, dass die Restnaht i.V.m. der Wundheilung noch gehalten hat). Trotzdem muss man damit rechnen, beobachten Sie Ihr Tier deshalb genau. Eigentlich sollte man es gar nicht so weit kommen lassen, aber haben sich einmal nässende, rote Stellen an oder um die Wunde gebildet, oder hat es die Katze gar schon geschafft, einen Faden durchzuknipsen, wird es allerhöchste Zeit, einzugreifen. Sowohl für das Tier als auch für den Besitzer wäre es sehr unangenehm, müsste die Wunde nochmals genäht werden oder würde sie sich ernsthaft infizieren.


Inzwischen gibt es beim Tierarzt fast nur noch Halskrägen aus durchsichtigem Kunststoff - für die Katze wesentlich komfortabler zu tragen. Aber sollte sie sich trotzdem und beim besten Willen nicht mit so einem Plastiktrichter anfreunden können, oder aus irgendwelchen Gründen eine längere Tragezeit nötig sein, lohnt es vielleicht, sich noch schnell im Internet nach einem bequemeren Kragen umzusehen. Solche Teile aus leichtem Nylonmaterial, PVC o.ä. werden z.B. unter den Namen "Mondkragen", "ProCollar", oder "Comfy Cone" vertrieben.

P.S: in keinster Weise ist es nötig, jeder frisch operierten Katzen gleich routinemäßig einen Halskragen zu verpassen, das wäre speziell bei den Hartplastiktrichtern eine echte Quälerei. Aber sollte wirklich mal ein Schleckschutz unverzichtbar sein, ist es ein wahrer Segen.


Beim weiblichen Tier reicht zuweilen eine Art Verband um die Bauchmitte, um die Operationsstelle zu schützen. Einige findige Katzenbesitzer haben Strümpfe, Strampelanzüge oder Kinder-T-Shirts erfolgreich zu einem Schleck-Schutz umfunktioniert. Manche hartnäckigen "Spezialisten" lassen sich aber auch dadurch nicht vom Schlecken und Knabbern abhalten, hier bleibt einem nichts anderes übrig, als dem Patienten einen Kunststoff-Halskragen vom Tierarzt anzulegen. Bei besonders dicken Katerköpfen ist es manchmal ausreichend, den Kragen ohne weitere Befestigung einfach über den Kopf zu stülpen. Ansonsten empfiehlt es sich, den Kragen mit einer Mullbinde oder ähnlichem am Hals festzumachen, und zwar so, dass nichts abgeschnürt wird, der Halskragen aber auch nicht einfach mit den Pfoten wieder abgestreift werden kann.


Zu Beginn wird die Katze sicher alles versuchen, um das lästige Ding wieder loszuwerden; hat sie dabei ein Erfolgserlebnis, verstärkt das nur den Drang, immer wieder gegen den Halskragen anzukämpfen. Aus diesem Grund sollte man den Kragen zwischendurch auch nicht abnehmen, man tut der Katze keinen Gefallen damit. Bleiben Sie hart, auch wenn Ihr Liebling anfangs etwas unglücklich dreinsieht oder absichtlich mit Karacho gegen Türstöcke oder Möbelkanten stößt. Katzen finden sich üblicherweise schnell mit einem Halskragen ab, es ist ja nur für ein paar Tage (bitte halten Sie ggf. Rücksprache mit Ihrem Tierarzt, wie lange es in Ihrem Fall wirklich nötig ist, aus der Ferne kann ich das nicht beurteilen). Sie können der Katze in dieser Zeit Klobesuche erleichtern, indem Sie etwaige Toilettenhauben entfernen. Die Futter- und Wasseraufnahme ist i.d.R. nicht beeinträchtig, ansonsten die Schüsselchen von der Größe her dem Halskragen anpassen. Außerdem sollte man bei Langhaarkatzen ab und an das Fell rund um den Halsbereich auf Verknotungen kontrollieren, die sich durch das Tragen des Halskragens bilden können.


Kater sind schon nach kurzer Zeit wieder fit wie eh und je, Katzen dagegen brauchen meist ein paar Tage, um sich vollständig von dem Eingriff zu erholen. Freigänger sollten so lange in der Wohnung gehalten werden, auch damit kein Schmutz in die Wunde gelangt. Sofern der Tierarzt für die Außennaht kein selbstauflösendes Nahtmaterial verwendet hat, können beim weiblichen Tier nach 10 Tagen die Fäden gezogen werden, beim Kater ist ein Fädenziehen nicht nötig. Schon bald ist das Fell nachgewachsen und der Eingriff vergessen.


P.S.: Nach X Kastrationen hatte ich es erstmals erlebt, dass ein dunkles Ministück Faden genau in der Mitte der schon recht gut verheilten Naht rausgeschaut hat. Man sah eigentlich nur einen schwarzen Punkt, und wenn man vorsichtig mit dem Finger drüberfuhr, erinnerte das Gefühl an eine harte Borste oder ein starriges Haar. Ich hatte gleich den Verdacht, dass es sich dabei um einen Teil des Unterfadens handeln könnte, und so war es denn auch. Offenbar ist beim Zunähen der oberen Naht ausgerechnet das Ende des Unterfadens zwischen die Hautlappen geraten und quasi dort mit eingewachsen. Zur Sicherheit ließ ich das ganze vom Tierarzt abchecken, denn ich hatte keine große Lust, dass ein festsitzender Faden (möglicherweise noch ein Rest Oberfaden, denn diesmal hatte sich die Katze selbst 2 Fäden gezogen) am Ende rauseitert oder durch das Fadenstück evtl. Keime von außen nach innen geraten - und ich bin dann schuld. Aber da keine Entzündung vorlag und eben wirklich schon alles sehr schön am Abheilen war, musste und konnte man auch nichts machen. Besagter Faden war ja mit der Unterhaut verbunden und konnte nicht einfach rausgezogen werden, weiteres Kürzen war auch unmöglich. So blieb nun nichts anderes übrig, als abzuwarten. Lt. Tierarzt sollte sich der Unterfaden tutti kompletti innerhalb von einigen Monaten auflösen, d.h. der schwarze Punkt irgendwann von selbst weg sein. Ich gehe mal davon aus, dass es auch so ablief, denn nachdem das Fell drübergewachsen war, hat dies natürlich alles überdeckt.


Witzigerweise hat es mich bei der nächsten Kastration gleich wieder erwischt (obwohl anderer Tierarzt, aber selbe Tierklinik). Da konnte ich es mir doch nicht ganz verkneifen, mal nachzufragen, ob es sich denn hier um eine neue OP-Methode handele. Angeblich nein. Hmmm.... Jedenfalls war das rausschauende Fadenstück diesmal deutlich länger, mindestens 1/2 cm lang, und hatte eine bläuliche Farbe. Telefonisch bekam ich die Auskunft, ja dies sei eindeutig der Unterfaden und ich könne das Stück selbst entsprechend kürzen. Irgendwie bin ich aber dann nie richtig dazugekommen, die Katze hat es nicht gestört, und nach 2 - 3 Wochen war das Ding wie auch immer von selbst verschwunden.

 


Ach ja, noch etwas. Ich werde öfters gefragt, wieviel eine Kastration kostet... Da die OP-Kosten je nach Tierarztpraxis recht unterschiedlich ausfallen können, erkundigen Sie sich bitte direkt beim Tierarzt Ihres Vertrauens, er wird Ihnen sicher gerne Auskunft geben.


Eine Katzenbesitzerin aus Norddeutschland wollte wissen, ob ich ihr einen guten Tierarzt für die Kastration ihrer beiden Katzen nennen könnte. Sorry, aber das ist mir beim besten Willen nicht möglich, ich bin nicht mal mit sämtlichen Tierärzten in unserer unmittelbaren Nachbarschaft vertraut :-). Aber wenn Sie im Großraum Münchner Süd-Osten wohnen, kann ich Ihnen aus eigener Erfahrung wärmstens die Tierklinik Oberhaching empfehlen. Dort wurden meine Katzen stets sehr schonend operiert, und es war jedesmal erstaunlich, wie problemlos und schnell sie den Eingriff weggesteckt haben.


Und eine letzte Ergänzung, nachdem ich schon so oft um persönliche Beratung gebeten wurde, ob ich die Katze(n) des Besitzers mit dieser oder jenen Vorgeschichte bzw. unter diesen oder jenen Umständen für operationsfähig halte, und welche Vorgehensweise ich dann in diesem Fall für die OP und Nachsorge empfehlen kann. Bitte haben Sie Verständnis, dass ich solche Auskünfte aus der Ferne nicht geben kann. Ich bin kein Tierarzt und kenne weder Ihr Tier noch Ihre Tierarztpraxis. Hier kann ich mich nur wiederholen: Sollten Sie in diesem Artikel keine passenden Infos zu Ihrem Problem gefunden haben bzw. sind Sie sich immer noch unsicher, tauschen Sie sich bitte rechtzeitig vor dem Eingriff noch mal eingehend mit dem operierenden Arzt aus bzw. holen Sie im Zweifelsfall ggf. eine zweite Tierarztmeinung ein.


Gleiches gilt für Anfragen, ob diese oder jene OP- bzw. Behandlungsmethode des Tierarztes korrekt war. Bitte kontaktieren Sie den ausführenden Tierarzt, wenn Sie Fragen dazu haben, er wird Ihnen sicher gerne Auskunft geben (am besten schriftlich, dann kann man sich sicher sein, dass man nicht versehentlich etwas falsch verstanden hatte), warum dieses oder jenes so und nicht anders gemacht wurde. Im Streitfall kann Ihnen möglicherweise auch die zuständige Tierärztekammer weiterhelfen.


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Die Kastration der Katze


Nachfolgend einige Fotos, die ich damals während der Kastration unserer Neala aufgenommen hatte:



Katzenkastration bzw. 'Katzensterilisation' Nachdem die Katze gewogen und ein entsprechend dem Körpergewicht dosiertes Narkosemittel verabreicht wurde, wird sie nach dem Einschlafen auf den Rücken gelegt und an den Beinen fixiert. Der Bauch wird rasiert, desinfiziert und mit einem sterilen OP-Tuch abgedeckt.


NACHTRAG: in vielen Tierarztpraxen wird die Narkose heutzutage anstatt streng nach Körpergewicht wohl eher "bedarfsgerecht" dosiert, d.h. nach Bedarf/bis zur erwünschten Narkosetiefe, unter Berücksichtigung des Muskeltonus, der Atmung, usw. Dazu wird eine sog. Braunüle (Venenverweilkanüle) in die Vene der Vorderpfote gelegt und nur so viel Narkosemittel gegeben, wie nötig. Über diese Braunüle kann später ggf. behutsam nachdosiert, sowie bequem eine Tropf-Infusion zur Stabilisierung des Organismus/Aufrechterhaltung des Flüssigkeitshaushaltes und Schmerzunterdrückung verabreicht werden. Und ich muss sagen, das macht einen ganz enormen Unterschied!! Normalerweise nehme ich für meine Tiere stets den allerersten OP-Termin am Morgen wahr und hole sie dann abends wieder ab (früher habe ich meine Katzen immer gleich nach dem Eingriff mit nach Hause genommen, aber aus verschiedenen Gründen ist es mir inzwischen anders lieber). Während meine Katzis mit der "alten Narkose-Methode" selbst am späten Abend noch unglaublich groggy waren, sich irgendwie kalt anfühlten und so richtig mitgenommen und buchstäblich ausgetrocknet aussahen, sind sie mit der neuen Methode bei der Abholung schon so fit und gut drauf, dass man sie fast bremsen muss...


Eine bedarfsgerechte Narkose ist aber auch aus anderen Gründen, d.h. zur Vermeidung von etwaigen Überempfindlichkeiten (möglicherweise auch rassebedingt) empfehlenswert. Ich selbst habe es mit meinen Katzen zwar noch nie erlebt, aber ich kenne durchaus einige Fälle, wo z.B. "Maskenkatzen" - Siam, Birma, Ragdoll, Perser Colourpoint... - extrem langsam und extrem spät aus der Narkose aufgewacht sind, so dass man sich schon Sorgen machen musste. Hier war die Narkose nach Körpergewicht eindeutig überdosiert, angeblich soll es am genetisch mit der Farbe gekoppelten Fehlen eines bestimmten Fettstoffes im Blut zusammenhängen, was eine schnellere und intensivere Aufnahme gewisser Narkosemittel im Körper bewirkt (???).

 

Mit dem Skalpell wird vom Nabel aus ein 1 - 2 cm langer Schnitt entlang der hellen Linie in der Bauchdecken-Mitte vorgenommen.

 

Der erste Eierstock wird mit dem sog. Kastrationshaken herausgezogen und unten abgeklemmt.

 

Das untere Ende des Eierstocks wird abgebunden...

 

...und abgeschnitten.                     

 

Danach wird der Eierstock auch an der anderen Seite abgeklemmt, abgebunden und abgeschnitten.

 

Die gleiche Prozedur beim zweiten Eierstock, die abgebundenen Schnittenden gleiten zurück in den Bauchraum.

 

Erst wird die Bauchdecke/Unterhaut mit einem selbstauflösenden Faden zusammengenäht, anschließend die Oberhaut. Von der Anbringung eines zusätzlichen Pflasterverbands zum Schutz der Wunde ist man eher wieder abgekommen. Es heilt einfach besser, wenn Luft an die Wunde kommt. Dagegen kann man bis zur Entfernung eines Verbandes nicht unbedingt erkennen, was sich ggf. darunter tut (eigentlich sollte die obligatorisch nach einer Katzenkastration verabreichte Antibiotika-Spritze Infektionen verhindern, aber bei der Katze einer Züchterkollegin hatte sich unter dem Pflaster unbemerkt eine ziemlich üble Eiterentzündung entwickelt...). Außerdem animiert so ein lästiges Teil die Katze erst richtig dazu, so lange an der frisch operierten Stelle herumzuzupfen, bis man es erfolgreich losgeworden ist. Und auch das gab es schon: bei einem engst geschnürten "Rundum-Bauchverband" konnte sich das arme Tier kaum bewegen, bis die Besitzerin beherzt mit der Schere die Beinausschnitte vergrößerte.

 

Hier sehen Sie die Operationsnaht ca. eine Woche nach dem Eingriff. Der Schnitt heilt ohne Probleme, 10 Tage nach der Kastration können die Fäden gezogen werden, falls es sich nicht um selbstauflösendes Material handelt.

 

So sieht es bei einer ganz frisch operierten Katze mit vollständig selbstauflösender Naht aus (selbst wenn man die Falte behutsam ein wenig auseinderzieht, würde man nur eine "versenkte" Mini-Naht finden - ein prima Schutz vor übermäßiger "Wundenschleckerei" und dem Eindringen von Keimen). Nach einiger Zeit löst sich die Falte von selbst, und ca. 10 - 14 Tage nach der OP ist die Bauchdecke wieder so glatt wie eh und je.

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Die Kastration des Katers...


...am Beispiel eines schwarzen Hauskaters:
(kleine Anmerkung am Rande - jeder Tierarzt hat sicher seine eigene OP-Methode, aber auch bei einer einfachen Katerkastration sollte der Sterilität wegen eigentlich Handschuhe getragen werden!)


Katerkastration Auch dem Kater wird zunächst ein sorgfältig dosiertes Narkosemittel verabreicht. Nach der Betäubung wird er auf den Rücken gelegt und an den Beinen fixiert. Das Fell auf den Hodensäckchen wird entfernt, der OP-Bereich desinfiziert.

 

Mit einem kleinen Schnitt wird der Hodensack geöffnet.

 

Der Hoden wird herausgezogen, am Samenleiter abgeklemmt und fest abgebunden, danach abgeschnitten.

 

Das abgebundene Schnittende gleitet in den nun leeren Hodensack zurück (auf diesem Bild sind bereits beide Hoden entfernt). Für manche Katzenbesitzer mag das auf den ersten Blick so aussehen, als wäre ihr Kater gar nicht richtig kastriert worden, aber das ist schon in Ordnung so - i.d.R. wird tatsächlich nicht alles radikal "abgeschnippelt" :-).

 

Auf die Schnittstelle wird ein Antibiotikum gegegeben - fertig! Es ist kein weiteres Vernähen nötig, die kleinen Hautschnitte an den Hodensäckchen heilen in den nächsten Tagen von selbst zu.

 

Vorsicht: Kater können theoretisch bis ca. 6 Wochen nach der Kastration zeugungsfähig sein, so lange können sich noch aktive Spermien im Samenleiter befinden. Um vor Überraschungen gefeit zu bleiben, sollte man deshalb seinen "Kastrater" in dieser Zeit strikt von rolligen Katzendamen getrennt halten.


Und last but not least ein Eintrag aus meinem Gästebuch: "Hallo, ich suche die ganze zeit im netz wie ein kater nach der kastration heißt? hengste heißen ja z.b. vallach nach dem kastrieren... und ein kater? irgendwie kam ich denn auf diese seite und hoffe das mir das jemand beantworten kann..". Meine Antwort: "Mir ist kein spezieller Name bekannt. Entweder man spricht weiterhin vom "Kater"/"kastrierter Kater" oder im offiziellen Aussteller-/Züchterjargon von "Kastrat männlich" bzw. nur "Kastrat". Wahrscheinlich hat man früher lediglich kastrierten Nutztieren einen extra Namen gegeben, um sie eben deutlich von unkastrierten Tieren unterscheiden zu können. Katzen-/Katerkastrationen waren zu damaligen Zeiten wohl völlig unüblich."


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Rollig trotz Kastration?


In ganz seltenen Fällen kann es vorkommen, dass bei der Kastration ein kleines Stück des Eierstocks oder anderweitig versprengtes Eierstockgewebe zurückbleibt, eine Zyste am Kastrationsstumpf übersehen oder gar ein ganzer Eierstock vergessen wurde. Oder so ein versprengtes Gewebe war bereits embryonal angelegt, d.h. schon bei der Zellteilung als die Katze selbst noch ein Embryo in der Entwicklung war, hatte sich so ein kleines Häufchen Zellen sozusagen als "Irrtum der Natur" abgetrennt und an einer Stelle festgesetzt, wo es eigentlich nicht hingehört. Da kann der Tierarzt natürlich nichts dafür :-). Sofern dieses Gewebe noch Hormone produziert, kann die Katze also tatsächlich weiterhin rollig werden, obwohl sie eigentlich kastriert wurde.


Vorausgesetzt man ist sich ganz sicher, dass die Katze wirklich rollig ist (mittels einer Blutprobe lässt sich der Hormonstatus ermitteln. ACHTUNG: manche erst kürzlich kastrierten Katzen entwickeln bisher unbekannte Verhaltensweisen, bis sich der Hormonspiegel eingependelt hat, die von unerfahrenen Katzenhaltern mitunter mit Rolligkeitsanzeichen verwechselt werden können. So begann z.B. eine unserer Ex-Zuchtkatzen, uns eine ganze Zeit lang laut maunzend ein Stofftier oder ein anderes Spielzeug nachzutragen, ganz so, wie sie früher ihren Katzenkindern stets "Beute" vorgelegt hatte), muss ggf. noch einmal nachoperiert werden.


Normalerweise operiert man wegen der stärkeren Durchblutung der Organe und eines deshalb erhöhten Operationsrisikos nicht während der Rolligkeit. Aber in einem solchen Fall wird man unter Umständen extra die nächste Rolligkeit abwarten, in der Hoffnung, dass das störende Hormon produzierende Gewebe während der Rolligkeit deutlicher hervortritt und damit leichter lokalisiert werden kann. Es kann auch sein, dass der Tierarzt zur Sicherheit die Gebärmutter mit herausnimmt, falls noch nicht geschehen.


Es konnte jedoch auch schon beobachtet werden, dass solche Rolligkeiten trotz Kastration nach einiger Zeit (ca. 3 - 4 Rolligkeitszyklen) von selbst abgeklungen und schließlich ganz verschwunden sind. Oder die Rolligkeiten traten in so großen, unregelmäßigen Abständen auf (z.B. 3 x in 6 Jahren), dass sich das Risiko einer erneuten OP gar nicht gelohnt hätte. Manchmal waren auch zeitweise Hormongaben (Pille) hilfreich. D.h. es mag sich lohnen, nicht gleich zum Skalpell greifen zu lassen, sondern ggf. erst mal abzuwarten, ob sich das ganze nicht doch noch mehr oder weniger von selbst normalisiert.

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Einhoder


Eigentlich sollten sich bei jedem Kater zwei Hoden im außen angelegten Hodensack befinden, manchmal kann man aber nur einen entdecken. Natürlich ist es möglich, dass ein Kater nur einen einzigen Hoden hat, dann spricht man von "Monorchismus". Viel wahrscheinlicher ist jedoch, dass der zweite nur nicht sichtbar ist und sich entweder im Bauchraum, im Leistenkanal oder irgendwo im Zwischenschenkelspalt auf dem Weg zum Hodensack verbirgt ("Kryptochismus"). Dass genetisch bedingt überhaupt kein Hoden angelegt ist, kommt bei Kleintieren äußerst selten vor. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass beim Monorchismus meist der linke Hoden fehlen soll, während beim Kryptochismus häufig der rechte Hoden abgeht.


Beide Hoden liegen bei der Geburt des Katers bereits im Hodensack, da sie aber noch sehr klein und weich sind, können sie nach oben in die Leistengegend zurückgezogen werden. Steigt dann ein Hoden bis spätestens zum 8. Lebensmonat nicht mehr in den Hodensack ab, gibt es Probleme. Im Bauchraum kann der Hoden meist relativ leicht geortet werden. Befindet er sich dagegen an anderer Stelle, braucht es oft besonderes Fingerspitzengefühl, um ihn zu entdecken. Ultraschalluntersuchungen sind nur selten hilfreich, das alles erschwert eine Kastration natürlich enorm. In diesem Fall wird auch beim Kater ein etwas aufwändigerer Eingriff notwendig, bevorzugt durchgeführt von einem erfahrenen Kleintierchirurgen.


Leider kann man einen nicht abgestiegenen Hoden nicht einfach an seinem Platz belassen. Durch die erhöhte Temperatur im Inneren des Körpers ist die Gefahr sehr groß, dass das Hodengewebe ab ca. dem 1. Lebensjahr tumorös entartet. Außerdem ist die Hormonproduktion i.d.R. nicht gestört, so dass der Kater vermutlich über kurz oder lang die üblichen Vollkater-Verhaltensmuster entwickelt, wie Markieren, etc., so dass einem nichts anderes übrig bleibt, als den vermissten Hoden zu finden und operativ zu entfernen.


Vielleicht noch für Züchter interessant: Bei einem Hoden, der sich im Körperinneren befindet, ist die Spermienproduktion vermindert und es gibt Hinweise darauf, dass bei einem einseitigen Kryptochismus auch der andere "normale" Hoden nur eingeschränkt funktionsfähig ist. Trotzdem kann sich das Tier wahrscheinlich ungehindert fortpflanzen, die Frage ist allerdings, ob man dies guten Gewissens zulassen kann. Der Vererbungsmechanismus der Einhodigkeit ist noch nicht völlig geklärt, allerdings spricht vieles dafür, dass es sich um ein rezessiv autosomales Gen handelt. Somit könnte auch ein weibliches Tier unsichtbar dieses Gen tragen und weitervererben. Das bedeutet jedoch, dass nicht immer einhodiger Nachwuchs entstehen muss und damit Trägertiere nur sehr schwer identifiziert werden können.

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Dürfen die Kastrations-FOTOS für eine Praktikumsmappe verwendet werden?


Da ich regelmäßig um Erlaubnis gefragt werde - vielen Dank für die Ehrlichkeit, die ich sehr schätze!! - ob man meine Kastrationsbilder zur Illustration einer Vorgangsbeschreibung in der Praktikumsmappe verwenden darf: Ja, Sie dürfen, aber ausschließlich für diesen Zweck (es ist nicht erlaubt, die Bilder an anderer Stelle zu veröffentlichen), und nur mit Angabe meines Namens (Copyright  &  Fotos: Renate Wald, München/Ciara's Ragdolls) und der Seite, denen die Fotos entnommen wurden (http://www.ciara.de/kastration_kastrieren_kater_katze.html).


P.S: Seit neuestem bekomme ich laufend Anfragen, ob ich auch die Texte freigebe bzw. am besten gleich mittels einer pdf-Datei zur Verfügung stellen könnte. Dies ist leider nicht möglich, der gesamte Text dieses Artikels ist für eine Veröffentlichung außerhalb dieser Website NICHT freigegeben. Auch gesonderte/private Bilderzusendungen sind nicht möglich.

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