liebe Kätzchen für liebe Menschen

 


© Renate Wald, Ciara's Ragdolls


Rund um die Katzen-Hochzeit


Auf dieser Seite habe ich allerlei Interessantes zum Thema "Katzen-Hochzeit" für Sie aufgeschrieben (geplanter Wurf mit Papiere), angefangen von der Überlegung, "Kommt für mich ein eigener Deckkater in Frage?" bzw. "Wie komme ich an eine Fremddeckung?", über die Verpaarung an sich, bis zu den Anzeichen, ob die Katze auch aufgenommen hat, sowie die Bestimmung des voraussichtlichen Geburtstermins inkl. Trächtigkeitskalender (noch in Planung: "Die Katzengeburt"). Es wäre schön, wenn ich mit diesem Artikel gleichzeitig ein wenig dazu beitragen könnte, dass es bei einer Fremddeckung keine Missverständnisse zwischen Kater- und Katzenbesitzer gibt.


P.S: Für Katzenliebhaber, die sich einfach mal so Katzenkinder wünschen, d.h. geplanter Wurf ohne Papiere, finden auf "Nur mal einen Wurf... oder: Wir wollen auch mal züchten / Züchter werden" weitergehende Infos. Auch da geht es u.a. um die Suche nach einem Deckkater, es wird aber auch Grundsätzliches wie die Geburt, Abgabe der Jungtiere, usw. behandelt. Der eine oder andere Punkt könnte somit auch für angehende Züchter recht aufschlussreich sein, die mit Stammbaum und allem drum und dran züchten möchten - auch ein einziger Wurf Kätzchen ist ein verantwortungs- und anspruchsvolles Unternehmen und will gut überdacht sein.

 

 

 

 


Eigener Deckkater?


Zur Entstehung von Katzennachwuchs braucht es - logischerweise - eine Katze und einen Kater. Deshalb liegt es auf der Hand, dass man sich zwecks Aufbau einer Katzenzucht auch einen eigenen Deckkater halten möchte (oder muss, da die Suche nach einem Kater für eine Fremddeckung nicht erfolgreich war). Tatsächlich ist aber die Katerhaltung gar nicht so einfach, und schon so mancher Neuzüchter musste irgendwann frustriert feststellen, dass er sich die ganze Sache eigentlich ganz anders vorgestellt hatte.


Für die Mehrheit der Katzenbesitzer ist es selbstverständlich, dass sie eng mit ihren schnurrigen Lieblingen zusammenleben. Die Würfe sollen mit viel Menschenkontakt im Schlaf- oder Wohnzimmer aufgezogen werden, ein dauerhaftes Wegsperren irgendwelcher Tiere kommt nicht in Frage. Allenfalls wenn eine Katze rollig ist, die nicht gedeckt werden soll, kann man ja mal den Kater für ein paar Tage von der Damenwelt trennen, ansonsten soll auch er es sich mit der kompletten Katzenfamilie auf dem Sofa oder sogar im Bett gemütlich machen dürfen und zum Schmusen kommen können, wann immer er mag. Soweit die guten Vorsätze...


(viele Züchter setzen auch gerne auf Hormone zur "Ruhigstellung", aber die meisten Tierärzte sind sich inzwischen einig, das dies möglichst auf spezielle Fälle beschränkt bleiben sollte, z.B. bei Dauerrolligkeit, in denen die "Pille" allenfalls eine gewisse Überbrückungszeit lang verabreicht wird. Denn gerade bei routinemäßiger Langzeitbehandlung steigt das Risiko von Nebenwirkungen wie Unfruchtbarkeit, Diabetes, Gebärmuttervereiterung und Krebs ganz erheblich. Aufgrund zahlreicher Erlebnisberichte anderer Züchter und meiner persönlichen Erfahrung möchte ich an dieser Stelle zumindest eindringlich von Hormongaben für Kater abraten. Bei handelsüblichen Produkten ist die Wirksamkeit oft mehr als bescheiden, da stehen die überdurchschnittlich häufigen Negativ-Folgen wirklich nicht dafür. Es gab aber auch schon Katerbesitzer, die ihren Tieren "Sedativa" für Sexualstraftäter verabreicht haben, bewusst oder unwissentlich. Leider gibt es immer wieder mal jemanden, der sich ein kleines Zubrot verdienen möchte und solche "Geheimmittelchen" unter der Hand an andere abgibt. Lose Tabletten ohne Begleitzettel sind immer bedenklich, oder würden Sie einfach etwas einnehmen, von dem sie eigentlich nicht genau wissen, um was es sich handelt? Nachdem solche Hormonhammer vermutlich nicht einfach so beim Tierarzt oder über den Apothekencounter erhältlich sind, kommt hier auch noch der illegale Beschaffungsweg hinzu...).


 Nur selten wird eine Pieselstelle vom Kater gleich so praktisch platziert...

anfangs, d.h. bis die Zuchttiere älter geworden und ordentlich die Hormone eingeschossen sind, klappt dies meist auch ganz gut. Deshalb werden "Warnungen" erfahrener Züchter oft belächelt, so nach dem Motto, ach was wissen die denn schon. Doch ruckzuck kann man sich in der Situation wiederfinden, dass man plötzlich 2 oder 3 Katzengruppen strikt getrennt voneinander halten muss, sonst gibts Mord und Totschlag. Rangordnungsprobleme unter unkastrierten Tieren sind gar nicht so selten. Außerdem kommt es früher oder später zu Tage: Die meisten Kater sind für ihre durchdringenden Katergesänge berüchtigt, markieren wie die Weltmeister und lassen den Macho raushängen, was bedeutet, entweder ständig hinter ihnen herputzen zu müssen (da ist man echt superhappy, wenn der Kater sich immer die gleichen Stellen aussucht, so dass man sich entsprechend wappnen kann - befreundete Katerbesitzer haben z.B. eine "Pissrinne" unters Treppengeländer eingebaut, mit einem Wisch ist alles weg. Oder die Küche sieht aus wie ein Christo-Gesamtkunstwerk: bevorzugte Pissobjekte wie Toaster, Kaffeemaschine, etc. sind mit Tüchern abgedeckt, die sich problemlos waschen lassen. Manche Züchter behelfen sich auch mit "Katerhöschen", d.h. eine Art umgebundene Windel, damit dem "Megapinkler" wenigstens zeitweise Freigang in der Wohnung gewährt werden kann. Allerdings muss man aufpassen und rechtzeitig reagieren, damit nicht auch noch das große Geschäft buchstäblich "in die Hose" geht...) und/oder sie eben doch in eigenen, leicht zu reinigenden Katergemächern bzw. in einem abgetrennten Teil der Wohnung unterzubringen, aber so, dass sie weder vereinsamen noch unglücklich sind. Zudem muss man bei einem eigenen Kater natürlich auch Sorge tragen, dass die Katzen nur gedeckt werden (können), wenn sie auch gedeckt werden sollen - und wollen.


Zusätzlicher Auslauf in einem Freigehege ist ideal für einen markierenden Deckkater - mit etwas Glück verewigt er sich dann vorwiegend draußen und verschont die Wohnung

*Wie* potent ein Kater ist, kann auch rasse- oder linienbedingt sein. Manchmal hat man tatsächlich das Glück, einen Kater zu bekommen, der die typischen "Katermacken" nicht oder kaum zeigt, bzw. erst spät damit anfängt. Aber darauf verlassen sollte man sich nicht, selbst wenn einem der Kater mit der Versicherung angepriesen wurde, dass auch seine Vorfahren nicht markiert haben. Tragisch, wenn ein Kater allen guten Absichten zum Trotz anstatt kastriert zu werden, schließlich doch sein Leben im Bad (manchmal sogar fensterlos!!) oder in irgendeinem Kellerverschlag fristen muss, wenn er plötzlich zu markieren beginnt, denn "es wäre ja eine Schande, diesen schönen Kerl kastrieren zu lassen" (der überdies einträgliche Deckgebühren bringt und dem Katerhalter eben komplizierte, teure aushäusige Deckungen erspart).


Vielleicht gehen hier die Meinungen auseinander, aber ich bin der Ansicht, dass sich vor allem Neuzüchter mit der Anschaffung eines eigenen Deckkaters möglichst Zeit lassen sollten, in der sie Erfahrung in der Katzenzucht sammeln und in aller Ruhe überlegen können, ob sie tatsächlich langfristig züchten möchten. Außerdem ist von Haus aus zu überlegen, ob sich für eine Minizucht ein eigener Deckkater überhaupt lohnt. Ausgesprochen potente Kater sind mit nur ein oder zwei Katzenbräuten wahrscheinlich nicht ausgelastet, was zu unangenehmen Verhaltensproblemen führen könnte.


Ansonsten ist es erstaunlich, wieviele Leute sofort groß einsteigen, sobald sie sich einmal entschieden haben, selbst zu züchten (nur wenige Züchter in spe berücksichtigen, dass man ja auch mal schönen eigenen Nachwuchs behalten will, meist gleich etwas aus dem allerersten Wurf. Und dann vielleicht noch ein Kätzchen und noch eines... Nur zu schnell hat man sich da "zugebaut" bzw. gehen einem die Verpaarungsmöglichkeiten aus, weil zu eng verwandt). Wer sich auf einen Schlag gleich mehrere Katzen und mindestens ein, wenn nicht zwei Kater anschafft, möglicherweise sogar Voll- oder Halbgeschwister darunter, dem könnten mit all seinen Tieren im ungefähr gleichen Alter etliche Probleme ins Haus stehen. Einige Kater sind schon sehr frühreif, manche versuchen bereits im zarten Alter von 6 Monaten zu decken, zuweilen sogar mit Erfolg. Pech, wenn das gedeckte Katzenmädchen selbst erst 6 oder 7 Monate ist... So eine unerwünschte Frühdeckung passiert schneller als man denkt, der Kater merkt es i.d.R. als erster, wenn die Katze rollig wird. Wie oft hat man schon die Aussage gehört "Ich hätte nie gedacht, dass der Kater bereits deckt bzw. die Katze schon so früh rollig wird".


Mindestens die Hälfte aller Neuzüchter gibt spätestens nach 3 Jahren die Zucht wieder auf, weil ihr Katzenbestand zu groß geworden, das Zusammenleben mit all den potenten Tieren einfach nicht mehr tragbar, oder ihnen eben alles, was mit der Zucht zusammenhängt, über den Kopf gewachsen ist.


Frühreife Kater, die nicht konsequent von ihren Mitkatzen getrennt werden, können einer Zucht aber auch in anderer Hinsicht schaden. So gab es mal einen langjährig erfahrenen Züchter, der sich seine Zucht über etliche Katzengenerationen hinweg aufgebaut hatte, indem er immer wieder einmal ein besonders schönes Katzenmädchen aus seinen eigenen Würfen behielt, das mit einem sorgfältig ausgesuchten Fremdkater verpaart wurde. Eines Tages ergab es sich, dass er etwa zur gleichen Zeit zwei Würfe hatte - in dem einen war ein vielversprechendes Katerchen, in dem anderen ein vielversprechendes Katzenmädchen, beide würden vom Aussehen und den Linien her wunderbar zusammenpassen. So kam es, dass dieser Züchter das erste Mal diesen einen besonderen Kater behielt, der im richtigen Alter einmal diese eine besondere Katze decken sollte.


Aber: der Kater dachte gar nicht daran, so lange zu warten. Er bedrängte die arme Katze wo immer es nur ging. Der Jungkater wurde schließlich kastriert, ein akzeptables Leben wäre mit ihm ansonsten nicht mehr möglich gewesen. Doch zu spät, die Katze hatte sich vor den ständigen Avancen so gefürchtet, dass sie sich auch später von keinem anderen Kater mehr decken lassen wollte. Diese beiden, der Jungkater und die Jungkatze, waren aber die einzigen noch unkastrierten Nachkommen des Züchters gewesen, der daraufhin seine Zucht aufgab. Das bedauerliche Ende züchterischer Arbeit über viele Jahre hinweg, aber ich glaube es ist verständlich, dass man unter solchen Umständen nicht nochmal ganz von vorne beginnen möchte. Bei dieser Gelegenheit gleich noch eine alte Züchterweisheit hinterher - die ich auch erst "auf die harte Tour" lernen musste :-) : Sofern die Linie erhalten bleiben soll, Elterntiere erst kastrieren, wenn deren Kinder sich bereits erfolgreich und wunschgemäß fortgepflanzt haben!


Selbst wenn man grundsätzlich zur Haltung eines eigenen Deckkaters bereit wäre (die ggf. auch in finanzieller Hinsicht recht aufwändig sein kann), müssen also auch die Wohnverhältnisse berücksichtigt werden, die recht unterschiedlich ausfallen können. Nicht jeder ist mit einem Haus und entsprechendem Grundstück gesegnet - und es würden vielleicht gar nicht mehr allzuviel Züchter übrig bleiben, wollte man die Katzenzucht davon abhängig machen.


In einigen Ländern, vor allem in Übersee, sind Fremddeckungen dagegen mehr als verpönt und die absolute Ausnahme. Somit ist eigentlich jeder Züchter gezwungen, mindestens einen eigenen Deckkater zu halten, und nicht selten hat man als Zuchtanfänger nur Chancen auf eine Zuchtkatze, wenn man entweder gleich ein Zuchtpärchen erwirbt, oder zumindest nachweisen kann, dass man bereits einen Kater von einem anderen Züchter in Aussicht hat. Allerdings wird die Katzenzucht überwiegend professionell - und im großen Stil - betrieben (da spricht man selbst bei 10 - 15 Zuchtkatzen noch von einer "kleinen Zucht", somit lohnen sich zwei, drei oder mehr Deckkater allemal), die spezielle Zuchtstätte ist oftmals vom restlichen Wohnbereich abgetrennt. Käfig- oder zumindest Zwingerhaltung ist gang und gäbe, was die Deckkater- und Zuchtkatzenhaltung erheblich vereinfacht. Das soll nun keinesfalls heißen, dass die Katzen weniger geliebt werden als bei uns, aber andere Länder, andere Gewohnheiten. Doch wollen wir das auch für uns? Ich jedenfalls nicht.


Wer sich als Neuzüchter trotzdem sofort auf das Abenteuer "eigener Deckkater" einlassen möchte, sollte auch berücksichtigen, dass ein Kater während seines Vollkaterlebens meist ungleich mehr Nachkommen produziert als eine einzelne Katze, und die Auswahl deshalb wirklich in aller Ruhe erfolgen sollte (was natürlich nicht heißen soll, dass die Auswahl der richtigen Zuchtkatze weniger Zeit braucht). Viele Züchter scheuen sich, speziell Kater in die Zucht zu geben, weil deren Haltung eben nicht immer so einfach ist. Leider trägt das auch dazu bei, dass besonders Anfänger - aber nicht nur ;-) - durch das geringe Angebot schneller mal dazu verleitet werden, nicht immer ganz so genau zu prüfen. Schielen, Schwanzfehler oder eine katastrophale Ohrstellung bleiben da gerne mal unberücksichtigt bzw. fallen überhaupt nicht auf, Hauptsache es zieht endlich ein eigenes Katerchen ein (wenn man mal durch diverse Websites rund um die Welt surft, ist es schon überraschend, wieviele solche Zuchttiere schon ver- und gekauft bzw. im- und exportiert wurden).


Verständlich, dass man sich bei dem Mini-Angebot an Katern mehr oder weniger zwangsweise bevorzugt an die bereits als "zuchttierverkaufswillig" bekannten Catteries wendet. Was absolut ok ist. Nur wenn es sich dabei um Großzüchter handelt, die mit recht engen, d.h. ziemlich verwandten Linien züchten oder ein oder zwei Saisonen lang immer den gleichen Deckkater einsetzen und aus diesen Verpaarungen dutzendfach (manchmal sogar hundertfach...) Jungtiere weltweit in die Zucht verkaufen, wird's bedenklich. Denn das kann die genetische Basis einer Rasse ganz schnell nicht nur erheblich verkleinern sondern möglicherweise sogar gefährden. Man denke nur mal an den "Supervererber", bei dem sich Jahre später herausstellt, dass er einen genetischen Fehler an seine Nachkommen weitergegeben hat... Wenn schon eigener Deckkater, lohnt es sich also auf jeden Fall, seine Fühler vor allem auch nach weniger verbreitete Linien auszustrecken.


Aber nochmal kurz zurück zum Ausgangsthema... Als Anfänger kann man sich wirklich glücklich schätzen, wenn einem ein erfahrener Züchter auch bei der Auswahl eines geeigneten Zuchtkaters oder überhaupt Zuchttier beratend zur Seite steht. Allerdings hat bekanntlich jeder seine ganz eigenen Vorlieben, deshalb sollte man sich nicht überfahren lassen, persönliche Vorstellungen dürfen durchaus weiterverfolgt werden bzw. mit einfließen. Jedenfalls mutet es schon etwas befremdlich an, wenn z.B. eine ganze Gruppe Züchter, die den Neuling wohl gerade in ihren Kreis aufgenommen hat, zusammen mit ihm sozusagen eine Sightseeing-Tour durch verschiedene andere fremde Katzenzuchten startet, um DAS Idealkätzchen auszusuchen - für ihn oder für die Gruppe? Bei den meisten Verkäufer wird sich die Begeisterung da eher in Grenzen halten und möchten lediglich dem direkten Vertragspartner, d.h. dem Käufer verpflichtet sein, nicht aber noch dem Wohl und Wehe eines halben Dutzends anderer Züchtern.


Last but not least ein Punkt, der immer aktueller wird - vertragliche Einschränkungen für Zuchttiere. Erfolgreiche Züchter in den USA mit zahlreichen Showerfolgen ihrer Tiere waren hier Vorreiter, und auch bei uns setzt es sich immer mehr durch: Zuchttiere, insbesondere Deckkater, werden nur noch mit Vertrag verkauft, in dem z.B. festgelegt wurde, dass aus jeglichen Verpaarungen mit diesem Tier allenfalls etwas selbst zur Weiterzucht behalten, jedoch keinesfalls ein Kätzchen - oder nur weibliche Tiere - an andere Züchter abgegeben werden darf (was gleichzeitig kategorisch den Ausschluss von Fremddeckungen für andere Züchter, sowohl durch den Original-Kater als auch dessen Nachwuchs beinhaltet, d.h. nicht mal ausnamsweise erlaubt für enge Freunde und Züchterkollegen).


Während einem Außenstehenden als Motivationsgrund vielleicht spontan einfallen könnte, "Der Verkäufer will, dass Interessenten, die sich für ein Kätzchen aus seinen Linien interessieren, direkt bei ihm kaufen anstatt bei anderen Züchtern", d.h. böse ausgedrückt - er will den Reibach selber machen ;-), begründen Züchter, die nur noch mit diesen Zuchteinschränkungen verkaufen, ihre Entscheidung meist damit, dass es so viele ungeeignete und unseriöse Züchter gibt; man möchte einfach seine Linie vor Geschäftemachern schützen und fühlt sich überdies für das Wohlergehen auch seiner "Enkelkinder" verantwortlich. Wobei man hier wiederum argumentieren könnte, wenn der Verkäufer dem Käufer nicht 100% vertraut, dass dieser später die Nachzucht des verkauften Tieres verantwortungsvoll weitergibt, wäre es vielleicht besser, von vornherein erst gar nichts in die Zucht abzugeben. Und muss man sich wirklich auch noch für die X-te Generation Abkömmlinge seiner Katzen verpflichtet fühlen?


Auf der anderen Seite mussten etliche Züchter in der Vergangenheit tatsächlich schon arge Enttäuschungen hinnehmen und haben ihre Entscheidung, ein Zuchttier zu platzieren, schwer bereut. Da ist es hoch anzurechnen, dass man überhaupt noch bereit ist, in die Zucht abzugeben, wenn auch mit vertraglichen Einschränkungen. Zusammengefasst ist es die höchstpersönliche Entscheidung und das gute Recht eines jeden Züchters, nur sollte sich jeder Käufer wirklich gut *vorher* überlegen, ob er sich auf solche Einschränkungen einlassen will - und wenn nicht, sich woanders nach einem Zuchttier ohne vertragliche Einschränkungen umsehen (und sich auch nicht auf schwammige Zusagen verlassen wie, er könnte den Kater später zur Zucht einsetzen, *wenn* er sich gut weiterentwickelt, was vom Verkäufer bestimmt wird. Oder: Man könnte ja dann darüber sprechen, ob und an wen Nachwuchs doch mal ausnahmsweise zur Zucht verkauft werden darf. Unter solchen Umständen muss stets damit gerechnet werden, dass der Verkäufer sich letztendlich "ungünstig" entscheidet...). Es versteht sich von selbst, dass gegenseitige Vereinbarungen honoriert werden müssen. Verträge sind überdies ggf. gerichtlich einklagbar - aber soweit sollte es eigentlich gar nicht kommen, immerhin sollte Katzenzucht ein schönes und erfreuliches Hobby sein und bleiben, ohne Kleinkriege und andere zwischenmenschliche Auseinandersetzungen.


Rund ein Jahr bevor ich diesen Artikel verfasst habe, hatte ich mich übrigens selbst einmal für ein Kätzchen mit Zuchteinschränkungen aus den USA interessiert. Diese Zucht ist richtig berühmt, das Ragdollmädchen hätte mich in der Verbesserung meiner Katzen wahrscheinlich weit gebracht. Und da ich bis dato nur selten etwas in die Zucht gegeben habe, weil ich schon mal vom Potential des Kätzchens überzeugt sein muss, bevor es für mich für einen Verkauf an andere Züchter in Frage käme, wäre es auch kein großes Opfer gewesen. Aber dann habe ich bei einem europäischen Züchter dessen Nachwuchs aus diesen Linien gesehen - geradezu überwältigend toller Nachwuchs, aber eben mit Verkaufsverbot an andere Züchter. Es muss ja nicht gleich alles oder überhaupt etwas in die Zucht gehen, aber da blutet einem schon das Herz, wenn man grundsätzlich und von vornherein nicht darf.


Zweifellos ist sowas ein Verlust für die ganze Rasse und trägt nicht zu ihrer Verbesserung bei. Da wurde mir klar, dass das für mich nicht in Frage kommt, ich möchte schon noch selbst über meine Jungtiere entscheiden können (bei einer einmalige Fremddeckung kann ich gut mit vertraglichen Einschränkungen für daraus entstehende Kätzchen leben, aber nicht bei einem *eigenen* Tier). Noch dazu, wo man für solch eine Katze aus diesen Linien ein erkleckliches Sümmchen hinblättern darf, i.d.R. deutlich mehr als für andere Zuchttiere - eigentlich erstaunlich, was man als Katzenzüchter oft bereit ist auf sich zu nehmen. Im täglichen Geschäftsleben würde es wohl kaum jemand akzeptieren, für etwas fast den doppelten Preis zu bezahlen, wenn er nur sehr eingeschränkten und streng vorgeschriebenen Nutzen daraus ziehen könnte - ganz im Gegenteil: je geringer der Nutzen, desto niedriger der Preis. Jedenfalls gilt, je mehr Käufer bereit sind, vertragliche Einschränkungen zu akzeptieren, desto stärker wird sich diese Praxis verbreiten. Aber wo kann man dann überhaupt noch etwas für die Zucht bekommen, wenn irgendwann so ziemlich alle Katzen und Kater einer Verkaufseinschränkung unterliegen? Wohl nur noch bei Vermehrern und rücksichtslosen Geschäftemachern...

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Deckkater-Suche (Fremddeckung)


Von München bis ins Tessin/CH - eine ganz schöne Strecke bis zum Papa dieses Wurfes... Es war zwar keines der Katzenkinder für Ausstellungen oder die Weiterzucht geeignet, trotzdem bin ich unendlich dankbar, dass mir diese spezielle Verpaarung ermöglicht wurde. Eines der Babies (links, unser Shannahlein, leider waren uns nur knapp 10 Jahre mit unserem ganz besonderen Schatz vergönnt) blieb als Liebhabertier bei uns - ein bezauberndes Kätzchen fürs Herz!

Wie selbst langjährige Züchter erfahren müssen, ist es gar nicht so einfach, einen geeigneten Deckkater für eine Fremddeckung zu finden. Nicht jeder gibt seinen Kater für fremde Katzen frei, und wenn, dann meist nur ausnahmsweise an befreundete Züchter, bzw. Züchter, die bereits für ihre Seriosität und einen gesunden Katzenbestand bekannt sind. Außerdem passt längst nicht jeder Kater zu jeder Katze. Deshalb kommt es nicht selten vor, dass ein Züchter lange Strecken, manchmal bis zu 4, 5 oder mehr Stunden Fahrtzeit, plus Hotelaufenthalt auf sich nimmt, oder besser gesagt nehmen muss (und selbst dann ist es nicht gewiss, ob die Katze auch gleich aufs erste Mal oder überhaupt jemals trächtig wird...). Gerade Zuchtanfänger tun sich in punkto erfolgreicher Deckkatersuche schwer, aber so könnte es klappen:


Besitzer einer reinrassigen Katze mit Zuchterlaubnis würde ich raten, sich erst mal an den Züchter seiner Katzendame zu wenden. Dieser sollte eigentlich in der Lage sein, einen geeigneten Kater zu vermitteln. Der Verkauf eines Zuchttieres ist mit einer großen Verantwortung verbunden (die viele nur sehr ungern oder gar nicht auf sich nehmen möchten, dies ist ein weiterer Grund dafür, dass eine ganz Reihe Züchter kaum oder gar nichts in die Zucht abgibt), und schließt meiner Meinung unbedingt mit ein, den Käufer auch später in punkto Zuchtplanung mit Rat und Tat zu unterstützen. Eine Zuchtkatze zu verkaufen und dann den neuen Besitzer einfach im Regen stehen zu lassen, wäre ein echtes Armutszeugnis und spräche wohl eher für einen Geschäftemacher als für einen seriösen Züchter, dem die Rasse wirklich am Herzen liegt. Deshalb bewährt es sich, sich bereits *vor* dem Kauf einer Zuchtkatze zu erkundigen, ob der Züchter willens und in der Lage ist, die neuen Besitzer seiner Kätzchen auch nach dem Kauf kompetent zu beraten.


Die meisten Katzenvereine und Rasseclubs, manchmal auch unabhängige Katzenmagazine und entsprechende Internetrubriken, bieten ein Deckkaterverzeichnis an. Ein Versuch, auf diesem Weg einen Deckkater zu finden, lohnt sich also auf jeden Fall. Aber gerade bei weniger verbreiteten Rassen wie z.B. der Ragdoll sollte man seine Erwartung nicht zu hoch stecken, hier wird man eher selten fündig, zumindest wenn man einen ordentlich registrierten Kater mit Stammbaum und offizieller Zuchterlaubnis erwartet. Viele Katerbesitzer fürchten, dass sie verpflichtet sind, jede Katze anzunehmen, egal von wem und woher, sobald sie einmal in irgendeinem Verzeichnis gelistet sind. Außerdem ist es wirklich nicht gerade lustig, am Sonntag Morgen um 7 Uhr von wildfremden Leuten mit einem Telefonanruf aus dem Tiefschlaf gerissen zu werden, á la "Meine Katze ist gerade rollig geworden, kann ich gleich bei Ihnen vorbeikommen?"


Besser ist es, bereits eine ganze Weile vor einer geplanten Deckung mit einem Deckkaterbesitzer Kontakt aufzunehmen, ihm Zeit zu geben, einen selbst mitsamt seinem Katzenbestand richtig kennenlernen zu können und ihn von der eigenen Seriosität zu überzeugen. Vielleicht haben Sie sich ja in das Foto eines Katers verliebt, das in einem Katzenmagazin oder Buch veröffentlicht war, oder es ist Ihnen ein toller Kater im Internet aufgefallen. Natürlich spricht nichts gegen eine schriftliche oder telefonische Kontaktaufnahme mit dessen Besitzer, doch sind Treffen, die gelegentlich von den jeweiligen Rasseclubs ausgerichtet werden, oder Katzenausstellungen fast noch idealer, da man sich hier schon einmal persönlich und unverbindlich "beschnuppern" kann.


Auf Ausstellungen kann man die verschiedensten Kater 'live' kennenlernen und miteinander vergleichen

Katzenausstellungen eignen sich überhaupt wunderbar als "Heiratsmarkt", aber fallen Sie bitte nicht gleich mit der Tür ins Haus. Nicht alle Katerbesitzer sind vor Freude überwältigt, wenn - wie schon mal geschehen - ein unbekannter Neuzüchter als Besucher auf einer Ausstellung aufkreuzt, mit dem (von einem Aussteller ausgeliehenen) Katalog in der Hand an den Käfigen entlanggeht, um zu sehen, welches der anwesenden Tiere überhaupt Vollkater sind und dann der Reihe nach die Katerbesitzer abklappert: "Ich bräuchte von Ihnen eine Wegbeschreibung, damit ich meine Katze zum Decken vorbeibringen kann".


Viele Tore öffnen sich erst, wenn man z.B. durch Ausstellungsteilnahmen oder andere Aktivitäten im jeweiligen Rasseclub/Verein bei den anderen Züchtern/Katerbesitzern bekannt ist und ihnen einen positiven Eindruck vermitteln konnte, wie man mit den eigenen Tieren umgeht, wie gut man die Rasse kennt (oder falls Anfänger - wie gut man die Rasse kennenlernen möchte...), wie man es mit dem Verkauf von Zucht- und Liebhabertieren hält, in welchem Rahmen man züchtet, und ob man sich ernsthaft für seine Katzenrasse engagiert oder vorwiegend finanzielle Aspekte eine Rolle spielen.

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Ablehnung der Deckkater-Anfrage....
warum das denn???


Manche Katzenbesitzer reagieren höchst ungehalten oder fühlen sich gar in ihrer persönlichen Ehre gekränkt, wenn ihre Anfrage nach einem Deckkater abgelehnt wird. Haben Sie bitte Verständnis, wenn der Katerbesitzer grundsätzlich kein Interesse daran hat, seinen Kater für eine Deckung freizugeben, oder eben nur für einige wenige Züchterkollegen eine Ausnahme macht. Für die Dauer des Aufenthalts der Katzendame, meist 2 - 3 Tage bis zu einer Woche, ist der Katerbesitzer für ihr Wohlergehen voll verantwortlich, etwas auf das sich nicht jeder leichtfertig einlassen möchte.


Außerdem kann es sein, dass der Katerbesitzer zwar genügend Platz für eine bequeme Haltung seines eigenen Katzenbestandes hat, aber die zusätzliche Aufnahme einer fremden Katze, die zusammen mit dem Kater in einem geeigneten Raum separiert werden müsste, ist einfach nicht mehr oder allenfalls sehr erschwert möglich. Wenn man vor dem Besuch einer Katzenbraut erst die halbe Wohnung umräumen muss, wird man dies wahrscheinlich nur sehr engen Freunden zuliebe auf sich nehmen.


Ein glücklicher Vollkater mit Familienanschluss

Für einen Katerhalter ist es aber auch ein rotes Tuch, wenn er merkt, dass ein Katzenbesitzer, der durchaus die Möglichkeit hätte, einen eigenen Kater zu beherbergen, sich insgeheim über jeden lustig macht - "so doof möchte ich mal sein" - , der die Katerhaltung mit allen damit verbundenen Unannehmlichkeiten auf sich nimmt, aber auf der anderen Seite nur zu gerne die Dienste eines Fremdkaters beansprucht.


Der eine oder andere Katerbesitzer hat aber auch aus eigener bitterer Erfahrung jeden Grund für eine Ablehnung. Es kann einem wirklich alles vergehen, wenn die vorbeigebrachte Katze Flöhe, anderes lästiges Ungeziefer oder gar - für einen Zuchtbestand eine absolute Katastrophe!!!! - Virusschnupfen oder Mikrosporie (Pilz) einschleppt, der Katzenbesitzer verschweigt, dass seine Dame während der Rolligkeit markiert und somit die "Hochzeitssuite" von oben bis unten mit Urin einduscht, so dass anschließend eine mehrstündige Putz- und Waschaktion angesagt ist, oder im schlimmsten Fall sogar renoviert werden muss (besonders "toll", wenn der eigene Kater nicht spritzt, bzw. zumindest bis zum Besuch der "Strullerin" nicht markiert hat, und erst danach damit anfängt).


Übrigens sind auch die Besitzer eines eigenen Deckkaters irgendwann einmal auf eine Fremddeckung angewiesen, möchten sie in ihrer Zucht weiterkommen und nicht ständig einen neuen Kater kaufen. Hier bietet sich ein gegenseitiger Austausch an, d.h. ein Deckkaterhalter wird die Katze eines anderen Deckkaterbesitzers wahrscheinlich eher akzeptieren, wenn er dafür im Gegenzug auch mal seine Katze für eine Verpaarung vorbeibringen kann. Wer allerdings andere Züchter abweist, weil sein eigener Kater ja soooo "exklusiv" ist, braucht sich später nicht zu wundern, dass auch seine Anfragen von allen Seiten abgelehnt werden.

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Die Voraussetzungen


Sicher haben Sie sich bereits im Vorfeld davon überzeugt, bzw. von kompetenter Seite beraten lassen, dass der Kater in jeder Hinsicht zu Ihrer Katze passt, sei es vom Aussehen, der Abstammung oder Genetik her. Zu bedenken ist außerdem das Mindestalter für eine Erstdeckung, das die meisten Katzenvereine in ihren Zuchtrichtlinien festgelegt haben (i.d.R. 10 bis 12 Monate). Eher ist nicht erlaubt (allenfalls mit tierärztlichem Attest, z.B. bei akuter Dauerrolligkeit), ohne ein Bußgeld vom Verein zu riskieren, für manche Katzen, bzw. sich langsam entwickelnde Rassen kann dieses Alter aber immer noch zu früh sein. Hier liegt es in der Verantwortung des Besitzers, seine Katze erst decken zu lassen, wenn sie körperlich und geistig so ausgereift ist, dass sie voraussichtlich problemlos einen Wurf auf die Welt bringen und aufziehen kann. Und es schadet auch nichts, wenn ein verantwortungsvoller Katerbesitzer vor der Aufnahme einer offensichtlich sehr jungen Katze nochmal genauer nachhakt, wie alt sie denn nun tatsächlich ist. Gleiches gilt für "Katzenoldies" - muss man eine 8-Jährige oder gar ältere Katze wirklich noch eindecken??


Dieser Jungkater sieht zwar nicht besonders begeistert aus, aber in der seriösen Katzenzucht sind Bluttests und - je nach Rasse - auch andere Spezial-Untersuchungen unumgänglich

Die Annahme einer Katze für eine Fremddeckung ist ein großer Vertrauensbeweis, bitte enttäuschen Sie dieses Vertrauen nicht. Seien Sie ehrlich mit dem Katerbesitzer, bringen Sie nur wirklich gesunde Katzen vorbei und wenn auch ihr restlicher Katzenbestand absolut in Ordnung ist (rechnen Sie damit, dass der Katerbesitzer verschiedene Unterlagen wie aktuelles Gesundheitszeugnis, Impfpass, diverse Testergebnisse, aber auch den Stammbaum Ihrer Katze, sowie den Nachweis Ihrer Verbandszugehörigkeit und die Zuchterlaubnis der Katze sehen möchte). Verschweigen Sie nicht, wenn Ihre Katze markiert (weiß der Katerhalter Bescheid, kann er ggf. entsprechende Vorkehrungen treffen, z.B. gewisse Möbelstücke aus dem Zimmer entfernen, Stellen abdecken oder den Kater und die Katze überhaupt in einem anderen Raum unterbringen), oder andere "Macken" hat.


Und halten Sie bitte jegliche Sondervereinbarungen ein, seien sie nun mündlich oder schriftlich getroffen worden. Man kann es wohl keinem Katerbesitzer verdenken, dass er stinksauer ist und es sich 100 Mal überlegen würde, bevor er auch nur daran denkt, nochmal eine Katze zum Decken anzunehmen, nachdem er mit dem Katzenbesitzer ausgemacht hatte, dass aus dieser Verpaarung nichts an andere Züchter abgegeben werden darf, aber alle 5 Jungtiere dieses Wurfes als Zuchttiere verkauft, ja dabei sogar ins Ausland exportiert wurden. Wenn man mit den Voraussetzungen nicht einverstanden ist, unter denen einem der Katerbesitzer eine Deckung einräumt, muss man eben auf diese Deckung verzichten. Außerdem stellt sich ein Züchter, der sich weder an Abmachungen noch Verträge hält, selbst ein Bein. Denn ich kann es nicht oft genug betonen, die Katzenwelt ist sehr klein, eklatante Verstöße gegen die Züchteretikette werden garantiert irgendwann die Runde machen, was dazu führt, dass auch die eine oder andere Tür zukünftig für immer verschlossen bleibt - denn welcher seriöse Züchter will schon mit einem "Betrüger" zu tun haben?.


Obwohl die vereinseigenen Zuchtrichtlinien meist auch vorgeben, wie bei der Abwicklung einer Fremddeckung vorzugehen ist * , sollte man bereits vor der Ablieferung der Katze unbedingt alle Einzelheiten wie z.B. die Höhe der Deckgebühr oder eben spezielle Vereinbarungen besprechen und am besten kurz schriftlich festhalten. Wie hoch die Deckgebühr ausfällt, entscheidet natürlich der Deckkaterbesitzer. Üblich ist entweder ein Pauschalbetrag unabhängig von der späteren Wurfgröße, oder ein bestimmter Betrag pro geborenes Jungtier. Bei zweiter Methode kann die vereinbarte Deckgebühr folglich frühestens nach der Geburt entrichtet werden, was ggf. zu nachträglichen Streitigkeiten zwischen den Parteien führen könnte und daher weniger empfehlenswert ist. Befreundete Züchter halten es oft so, dass Deckgebühr und daraus folgend die Deckbescheinigung erst fällig wird, sobald feststeht, dass die Katze auch aufgenommen hat (aber auch hier schadet es nichts, diese Vereinbarung zumindest formlos niederzuschreiben, mit Signatur beider Parteien).


Angesichts der z.T. recht saftigen Deckgebühren wird den Deckkaterbesitzern gerne mal Wucher unterstellt. Was ab und an durchaus zutrifft :-)... Aber abgesehen davon, dass die Haltung eines eigenen Deckkaters nicht immer angenehm ist und die verlangte Deckgebühr deshalb von vielen Katerhaltern nicht ganz zu Unrecht als eine Art "Kosten-/Aufwandsbeteiligung" angesehen wird, ist dieser Betrag aufgrund des Verhaltens einiger Katzenbesitzer, bzw. deren Katzendamen sowieso des öfteren ziemlich sauer verdientes Geld.


Trotzdem sollte sich jeder überlegen, was einem die Verpaarung wirklich wert ist. Wenn alle Katzenbesitzer ohne mit der Wimper zu zucken bereit sind, wahre Phantasiepreise für den "Superkater" hinzublättern, ist es kein Wunder, wenn die Deckgebühren ins Unermessliche steigen. Schon so mancher Katzenzüchter hat für die Chance auf ein Jungtier aus dieser einen Verpaarung, das er für sich selbst behalten kann, bei seinem Wurf am Ende doppelt und dreifach draufgezahlt (und ob dann auch ein passendes Kätzchen dabei war, steht auf einem ganz anderen Blatt...). Dem durchschnittlichen Katzeninteressenten ist es i.d.R. schnurzegal, ob der Papa seines zukünftigen Kätzchens mehrfach preisgekrönt ist, oder ob er für teures Geld aus Übersee importiert wurde - Hauptsache das Kätzchen ist hübsch, lieb und schmusig. Daher wird man - besonders in der heutigen Zeit und bei kleinen Würfen (wenn man Pech hat, nur ein Kätzchen - und das ist dann auch noch ein Liebhabertierchen, nicht zur Zucht geeignet) - als Züchter eher selten in der Lage sein, eine astronomische Deckgebühr anteilmäßig auf den Kaufpreis der abzugebenden Katzenkinder aufzuschlagen.


Bevor Sie Ihre Katze dem Katerbesitzer anvertrauen, sehen Sie sich bitte genau um, ob Sie auch mit den Haltungsbedingungen des Katers und der anderen Tiere dort einverstanden sind. Außerdem dürfen auch Sie einen kerngesunden Kater für Ihre Katze erwarten. Lassen Sie sich ggf. den Impfpass und evtl. Untersuchungsergebnisse wie z.B. Leukose-, DNA-Tests und Blutgruppenbestimmung vorlegen. Wenn Ihnen der Kater oder die anderen Tiere des Katerbesitzers auf irgendeine Weise krank erscheinen, oder wenn die Unterbringung eher an einen Katerknast erinnert (man möchte es nicht glauben, aber es gibt tatsächlich Besitzer, die ihre Kater dauerhaft in Käfigen, dreckigen Hasenställen, dunklen Kellerverliesen, teilweise sogar fensterlosen Minibädern, Garagen, auf im Sommer überhitzten Dachböden, oder ähnlichem dahinvegitieren lassen) machen Sie bitte auf dem Absatz kehrt - und hier sollte man durchaus auch an eine Mitteilung an den Verein des Katerbesitzers bzw. Tierschutz denken. Wer solche Verhältnisse wissentlich hinnimmt und indirekt unterstützt, indem er seine Katze zum Decken dalässt, weil man sich ja so sehnsüchtig Katzenbabies wünscht, macht sich an dem Katerelend mitschuldig!


Beide Tiere - sowohl Katze als auch Kater - sollten nur mit frisch geschnittenen Krallen zusammengelassen werden, um evtl. gegenseitige Verletzungen zu vermeiden. Sofern Sie den Kater nicht schon gut kennen, kontrollieren Sie ihn bitte auch selbst auf vererbbare äußerliche Fehler wie Knickschwanz, Schielerei, bzw. ob und in welcher Weise er dem Rassestandard entspricht (eindrucksvolle Ausstellungsergebnisse und -titel sind nicht unbedingt aussagekräftig...), und überlegen Sie, mit welchen "Mängeln" Sie leben können (es gibt kein "perfektes" Tier, das muss man sich schon selber backen). Wenn man offensichtliche Fehler in Kauf genommen hat, braucht man sich hinterher auch nicht darüber zu beschweren.


Einige Katzenbesitzer neigen allerdings von Haus aus dazu, etwaige Fehler der Jungtiere im Wurf, und sei es nur eine nicht standardgerechte Ohrstellung, später stets dem Deckkater anzulasten, was natürlich völliger Quatsch ist. Auch die Gene der Katze sind zu 50 % an der Vererbung beteiligt. Außerdem werden viele Gene rezessiv (verdeckt) an den Nachwuchs weitergegeben, d.h., nur wenn *beide* Elternteile Träger für dieses Merkmal sind, treten sie in Erscheinung. Daran sollte man stets denken, bevor man den Katerhalter und dessen Tier öffentlich schlecht macht. Und man darf auch nicht vergessen, dass ein Superchampion noch lange keine Garantie für Supernachwuchs ist. Die Eigenschaften eines Ausnahmetieres müssen sich nicht unbedingt weitervererben, zudem bleibt abzuwarten, ob die Gene von Kater und Katze zusammenpassen: Während die Verpaarung mit einer bestimmten Katze sehr vielversprechende Jungtiere hervorbringt, kann man beim Nachwuchs von einer anderen Katze nur noch die Hände über den Kopf zusammenschlagen. Oder eine Verpaarung ist super ausgefallen, aber die Wiederholung davon nur mittelmäßig oder gar katastrophal. Da kann man sich als Züchter noch so bemühen, alles richtig zu machen - eine Prise Glück und Zufall ist auch bei der Katzenzucht immer dabei.


* PS: Ein Auszug der Zuchtrichtlinien des 1. DEKZV: Sobald die gedeckte Katze beim Katerbesitzer/bei der Katerbesitzerin abgeholt wird, ist die geforderte Deckgebühr zu zahlen. Der Besitzer/Die Besitzerin der Kätzin erhält vom Katerbesitzer/von der Katerbesitzerin sofort einen ausgefüllten und unterschriebenen Deckschein und eine Fotokopie des Katerstammbaumes sowie einen Nachweis über die gültige Leukose-Impfung. Der Deckkaterbesitzer/Die Deckkaterbesitzerin bescheinigt damit, dass der angegebene Kater tatsächlich der Vater der zu erwartenden Jungtiere ist. Es ist untersagt, Jungtiere als Deckentschädigung zu versprechen oder sich versprechen zu lassen. Die Vereinbarung eines Vorkaufrechtes für ein Jungtier ist zulässig. Bleibt eine Paarung ohne Erfolg, so ist der Deckkaterbesitzer/die Deckkaterbesitzerin innerhalb von 7 Wochen nach dem Deckdatum schriftlich zu benachrichtigen. In diesem Fall hat der Besitzer/die Besitzerin der Kätzin innerhalb eines Jahres beim Kater mit der gleichen Kätzin noch zwei Nachdeckungen frei. Ist die Annahme der Kätzin in diesem Zeitraum seitens des Deckkaterbesitzers/der Deckkaterbesitzerin nicht möglich, so ist er/sie verpflichtet, fünfzig (50) Prozent der Deckgebühr an den Katzenbesitzer/die Katzenbesitzerin zurückzuzahlen. Nimmt der Katzenbesitzer/die Katzenbesitzerin die kostenlosen Nachdeckungen für seine/ihre Katze nicht in Anspruch, so kann er/sie keinerlei Rückzahlung verlangen.

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Die Katzen-Hochzeit / Katze decken


Gefragte Kater sind schon mal ausgebucht, und auch der willigste Katerbesitzer hat noch ein Privatleben und nicht immer Zeit, eine fremde Katze aufzunehmen. Daher wäre es günstig, wenn man für alle Fälle noch eine andere Kater-Alternative in petto hätte. Wenn es allerdings genau dieser Kater sein soll, muss man eben warten und sein Glück noch einmal bei der nächsten Rolligkeit der Katze versuchen. Aber selbst wenn der Kater frei ist, empfiehlt es sich, eine gewisse Wartezeit von etwa 1 Woche bis 10 Tage einzuhalten, wenn er gerade eben noch eine andere Katze beglücken durfte, um die Gefahr der Übertragung von Scheidenbakterien oder ähnliches zu minimieren.


Die Katze wäre schon paarungsbereit, aber der "Leihkater" ist noch mit der Erkundung des für ihn ungewohnten Raumes beschäftigt...

Üblicherweise wird die Katze zum Kater gebracht, und nicht umgekehrt. Es hat zwar auch schon geklappt, wenn der Kater auf "Deckbesuch" war, aber selbst rollige Katzendamen können ziemlich ungnädig reagieren, wenn sie in ihrem Revier plötzlich mit einem "fremden Eindringling" konfrontiert werden. Kein Kater lässt sich gerne ohrfeigen oder übermäßig angiften. Je nach Temperament wartet er in einem solchen Fall erst mal ab, zieht sich vorsichtshalber zurück, oder wehrt sich. Sollte es schließlich doch noch zu einer freundlichen Annäherung kommen, kann es zum Ende der Rolligkeit hin bereits zu spät sein - die Katze nimmt nicht mehr auf.


Aber auch die ungewohnte Umgebung, unbekannte Geräusche, z.B. von spielenden Kindern draußen auf der Straße, oder fremde Gerüche wie von anderen Katzen oder Hunde, die vielleicht einfach nur neugierig vor der Zimmertür hocken oder bis kurz vorher den Raum bevölkerten, kann einen Kater so ablenken oder gar ängstigen, dass er nur noch halbherzig bei der Sache ist, wenn überhaupt. Oder er ist so mit dem Markieren seines neuen Territoriums beschäftigt, dass er für seine Katzenbraut gar keine Zeit mehr findet - und auch die Nachbarn erfahren vom besonderen Gast, der speziell in der Nacht seine lautstarken Katergesänge zum Besten gibt...


Last but not least ist es auch für den Katerbesitzer ein gewisses Risiko, seinen Kater aus der Hand zu geben, besonders wenn er die "Pflegeeltern" und deren Zuhause nicht bis aufs i-Tüpfelchen kennt. Kann man wirklich 100%ig nachvollziehen, welche und wieviel Katzen der Kater während seines Aufenthalts decken durfte, wie er in der Zeit gehalten und versorgt wurde? Ist es anschließend möglich, den Kater auch wieder problemlos in den eigenen Katzenbestand zu integrieren? Ist man bei einem nicht markierenden Kater bereit, das Risiko auf sich zu nehmen, dass er vielleicht nach seiner Rückkehr damit anfängt?


Vorsichtige Annäherung des Katers an die hochrollige Katze

Manchmal ist es gar nicht so einfach, den idealen Zeitpunkt herauszufinden, um eine Katze zum Kater zu bringen. Selbst erfahrene Züchter (besonders mit eigenem Deckkater, der oft schon Interesse zeigt - und die Katze ließe ihn - obwohl es noch Tage oder gar Wochen hin sind, bis es wirklich so weit ist) haben sich schon gründlich vertan: die Katze war entweder noch nicht richtig oder überhaupt nicht rollig. Wie heißt es da so schön: "Die Fahrt war nicht umsonst, aber vergebens...". Doch auch nach längerer Anreise kann es vorkommen, dass die Rolligkeitssymptome erst mal wieder verschwinden und der Kater ist frustriert, wenn ihn die Katze abweist, obwohl sie doch schon so gut duftet. Bei einer Katze mit normal ausgeprägten Rolligkeiten hat sich deshalb die Faustregel "am dritten Tag zum Kater" (dann, wenn die Rufe der rolligen Katze richtig durchdringend werden und die kleinste Berührung ausreicht, dass sie in Deckstellung geht) vielfach bewährt. Allerdings gibt es auch mal Katzenmädchen mit kaum feststellbarer und/oder eher kurzer Rolligkeit, da kann es sinnvoll sein, sich lieber doch gleich nach Beginn der Rolligkeit auf den Weg zu machen.


Als Katzenbesitzer sollte man flexibel sein, was das Abliefern und Abholen der (hoffentlich) Mutter in spe betrifft. So muss man schon Glück haben, dass die Katze wirklich gerade zu einem für den Besitzer idealen Zeitpunkt rollig wird. Ist man berufstätig, wird die Katze garantiert unter der Woche rollig, oder ein paar Tage nach Beendigung des Urlaubs, den man sowieso nur gemütlich zu Hause verbracht hatte und eigentlich genügend Zeit für die Fahrt gehabt hätte... Einige Leute geben aber trotzdem die Hoffnung nicht auf. So gab es mal eine Deckanfrage, ob es denn möglich wäre, die Katze in zwei Wochen abzuliefern, wenn man auf dem Weg in den Urlaub sowieso gerade in der Nähe vorbeikäme, und sie dann weitere 2 Wochen später auf dem Rückweg nach Hause wieder abholen würde. Tatsächlich wäre es sehr verwunderlich gewesen, wenn dieser verwegene Zeitplan geklappt hätte, die Katze dachte nicht mal im Traum daran, zum gewünschten Termin rollig zu werden... und zwei Wochen beim Kater ist sowieso viel zu lang - und für alle Beteiligten, egal ob Katz oder Mensch, eine Zumutung!


Nichtsdestotrotz kann es bei schwierig zu deckenden Katzen oder Katzen mit nur wenig ausgeprägter Rolligkeit die einzige Möglichkeit auf Nachwuchs sein, wenn sie längere Zeit - zumindest bis nach der nächsten Rolligkeit, also ggf. Wochen oder gar Monate - bei einem erfahrenen Kater verbringen darf. Der Kater merkt es als erster, wenn die Katze paarungsbereit ist und wird seine Chance nutzen, sofern beide ständig zusammenlaufen dürfen und somit auch schon eng miteinander vertraut sind.


Allerdings sollten sich alle beteiligten Parteien vorher gut überlegen, ob sie sich wirklich darauf einlassen möchten und alles genauestens schriftlich abklären/vereinbaren, z.B. die Haftungsfrage im Schadensfall (egal ob nun die Katze einen Schaden verursacht oder ihr durch Unfall oder Krankheit etwas zustoßen sollte), ob und welche Kosten in dieser Zeit für die Versorgung der Katze berechnet werden, wie und wo die Katze während ihres Aufenthaltes untergebracht wird, etc. Soll, bzw. muss (z.B. aus Platzgründen) die Katze im Haushalt des Katerbesitzer nicht ausschließlich mit dem Kater, sondern im Pulk mit weiteren Katzen laufen, wird der Katerhalter i.d.R. mit den gleichen Problemen konfrontiert werden, die sich ergeben, wenn er für sich selbst eine neue, bereits erwachsene Katze in die Katzenfamilie integrieren wollte. Ziemlicher Stress für alle, ganz besonders jedoch für die Gastkatze, da sie ja letztendlich wieder nach Hause zurückkehrt und dort vielleicht nochmals mit einer ähnlichen Situation fertig werden muss - Wiedereingewöhnung in ihr eigentliches Zuhause und die Eingliederung in der alten Katzenfamilie.


"Professionelle" Katerbesitzer, die regelmäßig fremde Katzen zum Decken annehmen, haben sich oft ein spezielles Deckzimmer oder zumindest ein abgetrenntes Deckabteil mit einigen wenigen qm Bodenfläche eingerichtet. Alles ist einfach zu reinigen und zu desinfizieren, und neben Katzenklo, Futter- und Wassernapf findet sich meist nur ein markierfester Kratzbaum mit einigen Liegeflächen, sowie ein rutschsicherer, waschbarer Teppich, damit Kater und Katze beim Deckakt mit den Pfoten Halt finden. Auf diese Weise hat die Katze keine große Möglichkeit, dem Kater auszukommen, sitzt sozusagen auf dem "Präsentierteller". Was einerseits positiv für einen Deckerfolg sein, aber auch Nachteile für die Katze haben kann...


Es können jedoch auch ein ganz normales Schlaf- oder Wohnzimmer, ein geräumiges Bad mit Fenster, oder ähnliche Räumlichkeiten problemlos zu einem kurzfristigen Brautgemach umfunktioniert werden. Wichtig ist nur, dass der Raum ausbruchssicher und leicht zu überwachen ist, gut gereinigt werden kann, und es für die Katze unmöglich ist, sich irgendwo zu verstecken, wo man sie nicht mehr hervorbekommt. Und auch hier hat sich eine griffige Unterlage (Teppich o.ä.) auf dem Boden bewährt.


Leider gibt es immer wieder mal Besitzer, die vergessen, dass ihre Tiere keine "Maschinen", sondern Lebewesen mit eigenen Gefühlen, Vorlieben und Abneigungen sind. Es kommt durchaus vor, dass die Katze den Kater ablehnt oder sich vor ihm fürchtet. Oder der Kater will aus irgendwelchen Gründen absolut nichts mit einer bestimmten Katze zu tun haben, bzw. deckt sie gerade einmal gnadenhalber ganz zum Schluss. Vielleicht liegt's am fehlenden Duft, evtl. hat der Kater in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit einer Katzendame gleicher Farbe gemacht, wer weiß.


Bei diesem auf dem Bild 5-Jährigen Kater hat sich das Warten gelohnt - ein paar Monate nach Aufnahme dieses Fotos hat er erstmals erfolgreich gedeckt!

Einige Kater sind aber auch absolute Spätzünder, da schießen die Hormone erst so richtig ein, wenn sie bereits drei Jahre oder älter sind. Und manche Kater, die mit älteren Katzen aufgewachsen sind, haben so viel Respekt vor den ranghöheren Katzendamen, dass sie sich nicht rantrauen (hier kann ggf. eine strikte wochen- bis monatelange Trennung von den Katzen, die gedeckt werden sollen, hilfreich sein). Aber einen unwilligen, bzw. unerfahrenen Kater auf eine rollige Katze zu setzen und ihn dort zwangsweise festzuhalten (tatsächlich schon passiert!) ist doch schwer daneben. Auf diese Weise klappt es garantiert nicht, und es wäre kein Wunder, wenn der Kater nach einem solchen Schockerlebnis künftig überhaupt nicht mehr decken würde.


Hoppla - umgefallen!

Manche Katzen/Kater stellen sich beim Decken, bzw. gedeckt werden aber wirklich grauslich an, da kann man nur noch wegschauen oder am besten gleich den Raum verlassen, sonst bekäme man die Krise ("in der freien Natur wären diese Katzen schon längst ausgestorben!!!"...). Anstatt in der idealen Deckstellung sitzen zu bleiben, fällt die Katze auf die Seite oder legt sich gar auf den Rücken, mit allen vier Beinen in die Luft gestreckt. Vielen Katern ist das egal, sie sind auch damit zufrieden, sich auf dem Bauch oder den Seiten der Katze zu schaffen zu machen, oder fallen dabei womöglich gleich zusammen mit der Katze um.


Nicht geklappt hat die Verpaarung mit dieser 'plattgesessenen' Katze

Sicher ist nichts dagegen einzuwenden, wenn man hier ein wenig eingreift, solange es wirklich nur unterstützend und nicht unter Zwang geschieht. Ich möchte nicht wissen, wieviele Katzenwürfe nur zustande gekommen sind, weil sich der Deckkaterbesitzer oder eine andere den Tieren vertraute Person die Zeit genommen hat, entsprechend auf Katze und Kater einzugehen und "Hilfestellung" zu leisten. Bei sensiblen Tieren kann schon allein liebevoller Zuspruch und eine Runde Öhrchenkraulen zur Beruhigung Wunder wirken. Der eine oder andere Kater nutzt aber auch gerne die Chance zum Decken, wenn eine "Umfallkatze" z.B. mit ein paar Krauleinheiten an der Schwanzwurzel dazu gebracht wird, wie im Bilderbuch ihr Hinterteil zu präsentieren, und ein sanfter Griff verhindert, dass sie auf die Seite abgleitet. Andere Kater wiederum schätzen solche "handgreifliche" Einmischungen des Menschen überhaupt nicht und verfolgen diese Bemühungen misstrauisch aus gebührendem Abstand. Da bleibt einem nur noch das Sprichwort "Die Hoffnung stirbt zuletzt".... dass es doch noch klappt.


Und auch dieses Ehepaar blieb leider kinderlos

Und noch ein kleiner Tipp bei Langhaarkatzen mit sehr langem, dichtem Fell - wartet man vergeblich auf Nachwuchs, obwohl der Kater fleißig auf der Katze saß, kann es sein, dass er es ganz einfach nicht durch den Pelz der Katzenbraut geschafft hat. Wenn auch gründliches Durchkämmen des Fells und Haare seitlich legen nichts bringt, kann ein beherzter "Kurzhaarschnitt" am Hinterteil der Katze ungeahnte Erfolge bringen. Besonders bei einer Ausstellungskatze mag einem dabei das Herz bluten. Aber das Fell wächst ja wieder nach, und die nächste Zeit - oft eine ganze Weile bis nach Abgabe der Jungtiere - ist die Katze voraussichtlich sowieso nicht in Ausstellungskondition, die Aufzucht eines Wurfes zehrt doch ganz schön an der Substanz.


So sieht es schon wesentlich
vielversprechender aus...

Läuft jedoch alles glatt, besteigt der Kater die Kätzin nach einem mehr oder weniger langen Liebeswerben und packt sie mit den Zähnen am Nackenfell, um sie unbeweglich zu machen (manche Kater sind dabei allerdings ziemlich grob - wurde die Haut am Nacken verletzt, drohen Abszessbildung oder anderer Infektionen). Der eigentliche Genitalkontakt dauert nur wenige Sekunden. Ein ansteigendes Grollen der Kätzin weist auf die unmittelbar bevorstehende, abrupte Trennung von Kater und Katze hin, gefolgt von ihrem durchdringenden Schrei und einer agressiven Haltung gegenüber dem Kater (fauchen, grollen, schlagen). Der Grund dafür dürfte in dem von Dornen besetzten "besten Stück" des Katers liegen. Es heißt, dass diese für die Katze scheinbar recht schmerzhafte Reizung der Vulva für die Auslösung einer hormonellen Kettenreaktion unverzichtbar ist, die schließlich im Eisprung gipfelt und eine Befruchtung erst ermöglicht.


Interessant ist, dass aber nicht alle Katzen auf die gleiche Weise reagieren. Es kommt gar nicht so selten vor, dass man vergeblich auf den sog. Deckschrei der Kätzin wartet, und es deutet dann oft nur ein wildes Rollen der Katze auf dem Boden, sowie ggf. das gleichzeitige Putzen des eigenen Genitalbereichs durch Kater und Katze auf eine gerade erfolgte Verpaarung hin. Meine Theorie ist, dass diese oben erwähnten Dornen bei den Katern hormonbedingt recht unterschiedlich ausgeprägt sein können. So konnte ich beobachten, dass "frühreife" Kater und Kater, die auch sonst ein starkes Katerverhalten (markieren, Katergesänge, etc.) zeigten, bei meinen Katzen eine starke Reaktion auslösten. Dagegen blieb bei Katern, die vom geschlechtsspezifischen Verhalten eher Kastraten ähnelten, oder die Monate vorher mit Hormonen behandelt worden waren, alles ruhig.


Manchmal verläuft die Katzen-Hochzeit sogar so ruhig, dass man überhaupt nichts mitbekommt... Ich erinnere ich mich noch gut an das junge Paar, das vor vielen Jahren mit zwei Perserkatzen auf dem Arm die Tierklinik aufsuchte, in der ich gerade meine Ausbildung absolvierte. Die beiden Katzenbesitzer waren verzweifelt - die Katze sollte gedeckt werden, aber der Kater schien null Interesse an der Katze zu haben. Hmm, was soll man da als Tierarzt machen??


Schließlich wurden die beiden Perser in unserem gemütlichen Kaminzimmer neben der Praxis untergebracht, wo sie ungestört unter sich waren. Natürlich kontrollierten wir ab und zu, ob alles in Ordnung war. Aber jedes Mal wenn wir einen Blick riskierten, saßen die beiden Perser einfach nur da und sahen uns unschuldig an. Weder waren irgendwelche Rolligkeitssymptome der Katze zu erkennen, noch zeigte der Kater irgendein Interesse an seiner Braut. Nach einer Übernachtung entließen wir die beiden wieder nach Hause, und voila - nach rund 2 Monaten kamen 3 putzige Flauschbällchen zur Welt. Allerdings blieb es das süße Geheimnis der Perser-Eltern, ob sie sich in aller Stille tatsächlich während ihres Aufenthalts in der Tierarztpraxis verheiratet hatten, oder bereits vorher oder nachher in ihrem Zuhause.


Ein verliebtes Pärchen... (dieser Kater ist übrigens auch der Papa des o.g. 5-Jährigen Katers)

Katzenbraut und Katerbräutigam verstehen sich i.d.R. prima. Daher kann man die meisten Kater bestens ein paar Tage zusammen mit der Katze laufen lassen, die in dieser Zeit voraussichtlich mehrfach gedeckt wird. Zwar ist theoretisch auch eine einzige Deckung für einen (großen) Wurf ausreichend, aber mehrere Deckungen versprechen doch einen sichereren Erfolg auf Katzennachwuchs. Verschiedene Katzenzüchter raten allerdings davon ab, den Kater länger als allerhöchstens drei Tage decken zu lassen, mit der Begründung, spätere Deckungen könnten dazu führen, dass die einzelnen Babies in größerem zeitlichen Abstand gezeugt werden. Somit könnten die Kätzchen bei der Geburt auch unterschiedliche Entwicklungsstadien aufweisen, was das Überleben "zu früh" geborener Babies gefährden würde. Außerdem ist es einfacher, den Geburtstermin zu errechnen, wenn man den Deck-Zeitraum exakt eingrenzen kann.


Aber es gibt auch Kater, die zufrieden sind, wenn sie nur ein einziges Mal decken. Danach wollen sie nichts mehr mit der Katze zu tun haben und geben unübersehbar zu verstehen, dass sie bitteschön wieder ihrem gewohnten Tagesablauf nachgehen möchten (für die "verlassene" Katze wäre es eine Zumutung, sich gezwungenermaßen noch einige Tage allein im Deckzimmer langweilen zu müssen). Und manchen Kater kann man nur noch als "Vergewaltiger" bezeichnen, der ständig über die Katze herfällt, egal ob sie sich gerade auf dem Katzenklo oder hoch oben im Kratzbaum befindet. Hier ist schnellste "Rettung", d.h. Abholung der Katze angesagt, außerdem kann zuviel Stress durchaus dazu führen, dass die Katze trotz Deckung nicht aufnimmt, bzw. befruchtete Eizellen wieder resorbiert.


Katzen sind von Natur aus nicht monogam, und auch die Rolligkeiten der Katze können in punkto Abstand und Häufigkeit ziemlich überraschen. Bei eigenem Deckkater ist daher spätestens und noch rechtzeitig vor Beginn einer etwaigen Rolligkeit strikte Trennung angesagt. Und auch nach dem Besuch beim Fremdkater ist streng darauf zu achten, dass die Katze mindestens 10 Tage oder länger (manche Katzenvereine schreiben hier einen Zeitraum bis zu 3 Wochen vor) keine Möglichkeit hat, von einem anderen Kater gedeckt zu werden. Sonst könnte am Ende eine ganz andere, spätere Verpaarung den eigentlichen Deckerfolg verursacht haben, d.h. ein anderer Kater ist der Vater des Wurfes, oder die Jungtiere eines einzigen Wurfes könnten gar unterschiedliche Väter haben. Sofern die in Frage kommenden Kater genetisch nicht so unterschiedlich sind, dass man rein vom Aussehen des Nachwuchses her einwandfrei eine Bestimmung durchführen kann, bleibt einem nur noch eine kostspielige DNA-Vaterschaftsbestimmung, um die Kätzchen sicher zuzuordnen (wird auch in Deutschland bereits von einigen Instituten durchgeführt, z.B. Biofocus oder Laboklin).

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Anzeichen der Trächtigkeit


Unverwechselbar: Rot gefärbte Zitze am 21. Tag nach der Deckung

Ob die Katzen-Hochzeit tatsächlich von Erfolg gekrönt war, stellt sich nach ca. 16 - 21 Tagen heraus, wenn sich die Zitzen der Katze deutlich rosa, im weiteren Verlauf der Trächtigkeit fast schon feuerrot färben. Zusätzlich vergrößern sich die Zitzen allmählich (speziell bei Katzen, die bis dato noch keinen Wurf hatten, sind die Zitzen vorher oft so klein, dass man sie fast mit der Lupe suchen muss). Diese Zitzenveränderungen, die durch eine hormonell verursachte Veränderung des Flüssigkeitshaushaltes und der Körperfettverteilung hervorgerufen wird, ist bei Kurzhaarkatzen deutlich zu sehen. Bei manchen langhaarigen Tieren muss man dagegen erst mal eine Weile im dichten Fell nach einer entsprechenden Zitze "wühlen", dabei soll es schon ungeduldige Katzenbesitzer gegeben haben, die ihrer Katze rund um ein oder zwei Zitzen das Fell kürzten, um die täglichen Kontrolluntersuchungen zu vereinfachen...


Am besten man prägt sich ein, wie die Zitzen vorher aussahen, sonst ist schnell der Wunsch die Mutter des Gedanken - man ist begeistert, dass sich die Zitzen umgefärbt haben und holt schon mal die Sektgläser raus, dabei ist die Gesäugeleiste im Moment vielleicht nur etwas besser durchblutet, etwa weil sich die Katze vorhin ausgiebig den Bauch geputzt hat, oder gar erst aufgrund des Hochhebens und Umdrehens des Tieres. Und auch vor einer erneuten Rolligkeit können sich die Zitzen kurzfristig rosa färben (meine Katzen waren *nie* trächtig, wenn ich hin- und herüberlegen musste, sind die Zitzen nun farbig oder nicht. Entweder knackerot, oder es war eben nichts...).


Einige Züchter berichten, dass bei ihren gedeckten Katzen die Rolligkeit wesentlich verkürzt erscheint. Wobei sich hier die Frage stellt, ob tatsächlich eine beginnende Hormonveränderung die Ursache dafür ist, oder die Katze nach dem Besuch beim Kater schlichtweg erschöpft und zufrieden ist und deshalb nicht mehr großartig nach einem anderen Kater Ausschau hält. In einem schlauen Buch habe ich gelesen, dass sich eine Katze, die aufgenommen hat, am Morgen nach dem Besuch des Deckkaters erbrechen würde. Das kann ich persönlich nicht bestätigen, habe ich jedenfalls bei meinen Katzen noch nie erlebt. Bzw. einmal - aber in diesem Fall war die Katze dann leider nur scheinträchtig.


Aber wer seine Katze gut kennt, merkt ihr häufig auch sonst schon im Anfangsstadium der Trächtigkeit an, dass die Verpaarung geklappt hat - viele Katzen werden gelassener, anhänglicher und ruhen öfter, können Artgenossen gegenüber aber auch zickiger werden oder andere ungewohnte Verhaltensweisen zeigen. Ab der 6. Schwangerschaftswoche ist dann selbst für Außenstehende eine Umfangvergrößerung des Katzenbauches ersichtlich. Die stärkste Gewichtszunahme rührt allerdings oft von Flüssigkeitseinlagerungen und nicht unbedingt vom Wachstum der Katzenbabies her, wobei die Föten gerade in den letzten beiden Wochen der rund 9 Wochen, bzw. 63 - 65 Tagen der Trächtigkeit ordentlich an Größe zulegen. Daher kann man nicht unbedingt davon ausgehen, dass ein enormes Bäuchlein auch auf einen großen Wurf hinweist, oder umgekehrt - hinter einer relativ geringen Gewichtszunahme können sich durchaus eine ganze Reihe Babies verstecken. Schon so mancher Züchter wurde in dieser Hinsicht bei der Geburt angenehm oder weniger angenehm überrascht.


Eine Woche vor der Geburt - selbst im Liegen sieht man nun einen deutlichen Babybauch, in dem es ganz schön 'rumpelt und bumpelt'

Sofern die Mutterkatze nichts dagegen hat eine Zeit lang stillzuliegen, ist es für einen geduldigen Züchter auch möglich, mittels "Handauflage" die spätere Wurfgröße zu bestimmen. Natürlich kann man sich dabei täuschen - ein Baby wurde doppelt gezählt, oder eines war irgendwo im Bauchraum der Mutter verborgen. Aber ich lag mit dieser Methode bis jetzt immer ziemlich richtig: Ab der 7. Woche (in dieser Zeit macht sich auch der Nestbautrieb bemerkbar, die Katze sucht nach einem geeigneten Wurflager, wühlt in Schränken und inspiziert alle möglichen Ecken) beginnen sich die Babies im Mutterleib zu bewegen. Legt man nun beide Handflächen nebeneinander sanft auf die Flanken und den Bauch der Katze, zuerst auf der einen und dann auf der anderen Seite, kann man nach einer Weile an diversen Stellen einen kleinen Tupf spüren. Zum Ende der Trächtigkeit werden diese Bewegungen immer stärker fühlbar, ich zähle dann einfach, wo es rechts und links überall eine Bewegung gab, das ist die ca. Anzahl der zu erwartenden Babies :-). Während der letzten Tage vor der Geburt bewegen sich die Babies oft so stark, dass man bei einer liegenden Katze sogar mit bloßem Auge Zuckungen oder kleine Wellen am Bauch sehen kann.


Keine Ahnung ob man es als Regel ansehen könnte, vielleicht ist es auch abhängig von der Rasse (Körpergröße und -masse, etc.), aber ich habe bei meinen Katzen festgestellt, dass die Wurfgröße immer ab 5 Jungtiere lag, sobald die Mutterkatze etwa 1 Woche vor der Geburt nicht mehr in der Lage war, selbst ihr Hinterteil zu putzen.


Ultraschalluntersuchung bei einer Ragdollkatze

Manche Züchter wollen es aber ganz genau wissen und lassen die Mutterkatze kurz vor der Geburt röntgen (ab der 7. Woche ist das Knochengerüst der Babies sichtbar), was aufgrund der Strahlenbelastung ggf. schädlich sein könnte, oder per Ultraschall untersuchen - die Schallung allein für sich ist ungefährlich, um die exakte Anzahl der Kätzchen zu bestimmen. Mir persönlich wäre dies jedoch trotzdem zu riskant, ist eine solche Untersuchung doch immer mit viel Stress für das Tier verbunden, was sogar eine Frühgeburt auslösen könnte. Außerdem lauern gerade in einer Tierarztpraxis, ähnlich wie in einem Krankenhaus, alle möglichen Krankheitserreger. Wenn es nicht zwingend notwendig ist, vermeide ich es sogar, während der Trächtigkeit und in den ersten Wochen nach der Geburt mit einer anderen Katze des Haushaltes zum Tierarzt zu gehen (habe hier schon entsprechend Lehrgeld gezahlt). Routineimpfungen und ähnliches werden daher nach Möglichkeit verschoben.


Apropos Wurfgröße: einige Rassen sind von Haus aus recht fruchtbar, während andere eher für kleinere Würfe bekannt sind. Nicht selten ist es aber ganz einfach Zufall, wie groß der Wurf ausfällt. Die Wurf-Durchschnittsgröße dürfte bei etwa 3 - 4 Kätzchen liegen, wobei eine Kinderschar von ca. 4 - 5 Kätzchen natürlich klasse ist, da man bei dieser Anzahl schon mal einen guten Überblick bekommt, was die Elterntiere so vererben.


Ein Einzelkind ist dagegen arm dran, hat es doch keine Geschwister zum Ankuscheln, Wärmen und Spielen. Außerdem gibt es überdurchschnittlich oft Geburtsprobleme, wenn nur ein einziges Kätzchen geboren werden soll (ein Kaiserschnitt ist hier häufiger als sonst angesagt, da offenbar der "Schub von hinten" durch weitere Babies fehlt. Allerdings finde ich es pervers, schon vorab einen Kaiserschnitt zu beschließen, ohne überhaupt zu versuchen, ob die Geburt nicht doch mehr oder weniger auf normalem Weg ablaufen kann - außer man legt Wert darauf, möglicherweise das Kätzchen oder die Mutterkatze während der OP zu verlieren, oder das Baby danach mit der Hand aufzuziehen, und dem Tierarzt mehrere hundert Euro extra zukommen zu lassen. Auch eine meiner Erstgebärenden hatte schon ein Einzelkind - die Geburt verlief wie geschmiert, und die Aufzucht war ein Klacks. Es lohnt sich, der Natur eine Chance zu geben. Einschreiten kann man wenn nötig dann immer noch, das Wichtigste ist, auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein). Manche Katzenmütter scheinen der Ansicht zu sein, bei einem Baby lohnt sich die Aufzucht nicht, hier muss der Züchter dann ordentlich Überzeugungsarbeit leisten, damit der Nachwuchs doch noch für die Katzenmutter interessant wird. Auch 6 Kätzchen oder mehr können speziell für Erstgebärende problematisch werden, wenn die Mutter mit der Aufzucht überfordert ist und/oder zuwenig Milch produziert. Auch das ist dann ein Fall für den Züchter, der zumindest unterstützend zufüttern muss.

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Hormonelle / homöopathische Unterstützung der Trächtigkeit?


Es gibt aber auch Züchter, die in den natürlichen Zyklus der Katze eingreifen und dem Babyglück ihrer Katzen stets mit Hormonen "nachhelfen". Die Katzen werden dann trächtig, wenn es dem Züchter passt und nicht so wie es die Natur vorsieht, und auffallend große Würfe von 6, oft sogar 7 oder 8 Kätzchen sind da an der Tagesordnung. Aber auch "Fruchtbarkeitshormone" sind wie alle Hormongaben nicht unproblematisch und können wie schon weiter oben erwähnt schwere Nebenwirkungen hervorrufen. Da ist es sicher nicht verkehrt, die Motivation solcher Züchter zu hinterfragen, die lieber die Gesundheit ihrer Katzen riskieren, als auf die Möglichkeit verzichten "zwei Würfe in einem" zu produzieren. Hoch lebe der Kommerz!


Man sollte nie vergessen, dass sich die Tendenz zu einem bestimmten Rolligkeits-Zyklus oder eine eingeschränkte Fruchtbarkeit auch auf den Nachwuchs vererben kann. Ich bin deshalb der Meinung, entweder die Katze wird von alleine rollig oder es soll eben nicht so sein. Manchmal fehlt uns Menschen auch einfach die Geduld, obwohl es schon frustrierend sein kann, wenn man bereits Ewigkeiten auf eine oder überhaupt die erste Rolligkeit wartet (eine meiner Zuchtkatzen ist z.B. erst im Alter von 18 Monaten rollig geworden). Wenn schon Eingriff durch den Menschen, dann allenfalls auf "sanfte Art".


So wird zur Regulierung einer gestörten Reproduktion manchmal mit großem Erfolg Homöopathie eingesetzt. Allerdings differieren die empfohlenen Mittel, deren Dosierung sowie die Häufigkeit der Anwendung je nach Quelle recht stark. Abhängig vom jeweiligen Problem wäre es deshalb vielleicht nicht schlecht, gleich einen erfahrenen Tierheilpraktiker zu kontaktieren, der die Behandlung gezielt auf das jeweilige Tier abstimmen kann. An dieser Stelle möchte ich daher eigentlich nur ein Mittel erwähnen, das sich bei der Geburtsvorbereitung schon vielfach bewährt hat und auch bei mir zur Grundversorgung meiner trächtigen Katzen gehört: ab dem 50. Trächtigkeitstag 1 x täglich eine Gabe (entweder 1 Tablette oder 5 Globuli) Pulsatilla D 6. Pulsatilla (Küchenschelle) hat großen Einfluss auf die Schleimhäute und unterstützt eine komplikationsfreie Geburt.

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Geburtstermin ausrechnen / Trächtigkeitskalender



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 Bitte geben Sie das Datum der ersten Deckung ein:

~ Ergebnis ~

 Der ca. Geburtstermin des Wurfes (65. Tag):

(bitte beachten Sie, dass eine abweichende Tragezeit von 59 - 70 Tagen möglich ist. Vor dem 59. Tag sind die Babies wahrscheinlich noch nicht lebensfähig, nach dem 70. Tag wird i.d.R. ein Kaiserschnitt fällig, da die Babies für eine Geburt auf normalem Weg bereits zu groß sind)

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